Allgemeine Berichte | 01.08.2016

Klaus Steiner aus Sinzig erfüllte sich einen Traum

Mit dem Delorian rund um die Welt

Das australische Naturwunden Ayers Rock war natürlich aus Ziel der World Tour. privat

Sinzig. Mit dem Delorian rund um die Welt, dies klingt nach Spaß und Abenteuer. Der Sinziger Klaus Steiner erfüllte sich diesen Traum. Am 5. September 2015 erfolgte der Start mit zwei Kumpels und insgesamt drei Delorians in Augsburg und am 31. Mai 2016 war man just wieder am Startpunkt zurück. Innerhalb von 270 Tagen hatten Steiner und seine Kumpels exakt 42.810 km zurückgelegt.

Delorian- was ist das?

Zunächst einmal gilt zu klären: Was ist ein Delorian? Der kultige amerikanische Flügeltüren-Sportwagen wurde in den Jahren 1981-1982 gut 9000 mal gebaut. Kultstatus erhielt das Gefährt, weil es sozusagen die technische Hauptrolle in der Filmtrilogie „Zurück in die Zukunft“ spielte. Heute sind auf der ganzen Welt ungefähr noch 6000 dieser Autos fahrtüchtig.

Mitfahrer Steiners waren der Augsburger Wolfgang Hank. Hank gilt in Deutschland sozusagen als Mister Delorian, genannt „Deloman“. Er betreibt in Augsburg die deutsche Werkstatt für das amerikanische Kultauto. Die drei Fahrzeuge für die World Tour baute Hank aus drei Schrottautos auf und modifizierte sie auch speziell für die Anforderungen. Dritter im Bunde war Andre Springer aus Oldenburg. Und Wolfgang Hank war es auch der im Jahr 2010 die „Schnapsidee“ für die Umrundung der Welt per Delorian hatte. 2010 Begannen dann auch die ersten Planungen und in den Jahren 2013 (Frankreich) 2014 (Spanien/ Portugal) und 2015 (Polarkreis) gab es die ersten Testfahrten. Nach dem Ausfall eines Fahrers stieß Klaus Steiner im Jahr 2014 dazu, denn in Delorian-Szene kennt man sich natürlich bestens. Die Besonderheit an der Tour: Zwar gab es einige Sponsoren, aber die Runde um die Welt wurde größtenteils aus der Privattasche finanziert. „Das ist alles schon etwas verrückt, aber ich hatte die Unterstützung meiner Frau und der Familie“, erklärte der 55-jährige Klaus Steiner aus Sinzig das eher ungewöhnliche Unterfangen. Wichtig für die Organisation, es gab ein Begleitfahrzeug das vor allen Dingen Proviant und Ersatzteile schleppte sowie ein Back-Office in Deutschland. Von München aus organisierte Sven Sabrowski die Visa und Passlogistik die Buchung der Containertransporte und der Agenturen vor Ort.

Tour durch 25 Länder

Die Weltumrundung führte durch insgesamt 25 Länder. Also durch Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Türkei, Iran, Arabische Emirate, Indien, Nepal, Myanmar, Thailand, Malaysia, Singapur, Australien, Kanada, USA, Island, Dänemark, Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, und Irland. Die Aufmerksamkeit war natürlich in den USA am größten, denn dort genießen die Delorians absoluten Kultstatus und das Team aus Deutschland wurde sozusagen von Delorian-Fahrer zu Delorian-Fahrer weitergereicht. „In diesem 270 Tagen gab es natürlich jede Menge interessante und neue Kontakte und Bekanntschaften“, so Klaus Steiner. Aber dies war ja auch das eigentliche Kernanliegen der abenteuerlichen Unternehmung. Und die Delorians, zumindest die von Wolfgang Hang hergerichteten, taugen als Fernstreckenfahrzeug. Denn während den gesamten 270 Tage gab es keine nennenswerten technischen oder logistischen Probleme und über die gesamten 270 Tage funktionierte auch das Teamwork. „Wir haben während der ganzen Tour keine einzige schlechte Erfahrung gemacht“, stellte Steiner zudem fest. Die größte Überraschung erlebte das Team wohl im Iran. „Wir haben ein sehr westlich geprägtes Land kennengelernt, in dem unser Unterfangen mit Begeisterung aufgenommen wurde und wo sich die Menschen extrem gastfreundlich präsentierten“, so Steiner weiter. Eine kleine Heimatpause gab es während der gesamten 270 Tage, als die Autos in Container auf dem Frachtschiff auf dem Weg von den USA nach Island waren, verbrachte das Team die Weihnachtsfeiertage zu Hause. Und eine Erfahrung hat Klaus Steiner ebenfalls gemacht: „Man gewöhnt sich ganz schnell an das Leben aus dem Koffer, zu Hause in Sinzig musste ich mich jetzt schon wieder ganz schön umstellen“. Einer der Höhepunkte war fast zum Abschluss der Tour die Teilnahme am großen Delorian treffen in Belfast/Irland. Die Delorian werden in den nächsten Wochen und Monaten übrigens möglicherweise noch weiter unterwegs sein. Denn bei der Welttour wurden viele Einladungen ausgesprochen. Und ein Versprechen muss man dann auch noch erfüllen. Denn in Ankara nahm man im dortigen Oldtimer-Klub einen Vereinswimpel mit, der bei der Reise um die Welt dabei war und nun wieder zurück ins Klubhaus in der Türkei soll.

„Das ganze war zwar verrückt brachte aber unschätzbare positive Erfahrungen“, zog Steiner eine überaus positive Bilanz. Eine Information sei für mögliche Delorian-Fans noch gegeben. Ein richtig gut restauriertes Exemplar wird in der heutigen Zeit für rund 50.000 Euro gehandelt.

Weitere Infos:

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite http://www.deloreanworldtour.com/. Zu den unvergesslichen Erinnerungen zählen natürlich auch sehr viele schöne Fotos vor den Sehenswürdigkeiten der Welt, von denen hier auch einige in Blick aktuell zu sehen sind BL

Die Flügeltürer vor der Golden Gate Bridge.

Die Flügeltürer vor der Golden Gate Bridge.

Die Begriffe Straße und Brücke werden weltweit, wie hier in Myanmar, recht unterschiedlich ausgelegt.

Die Begriffe Straße und Brücke werden weltweit, wie hier in Myanmar, recht unterschiedlich ausgelegt.

Mit dem Delorian rund um die Welt

Das australische Naturwunden Ayers Rock war natürlich aus Ziel der World Tour. Foto: privat

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