Allgemeine Berichte | 08.09.2016

Leserbrief: Rheinbacher Visionen

Mit dem Elektrostadthüpfer zur Rheinbacher „Stadt-Oase“

„Rheinbach – meine Stadt im Jahr 2033“

Rheinbach. Rheinbach 2033, 35 Grad Celsius, rheinische Schwüle und Wochenende, was soll man tun? Ein Eis essen in der immer noch befahrbaren Hauptstraße ist nicht so prickelnd, obwohl zwischenzeitlich die Elektrofahrzeuge keinen Smog mehr erzeugen. Sich ein Eis von der Drohne nach Hause bringen zu lassen, auch keine sonderlich gute Idee. Die Klimaanlage regelt zwar selbstständig auf 21 Grad Zimmertemperatur, dafür macht mich der Stromwächter aufmerksam, dass ich bald im Elektro Cash einzahlen müsste. Eine Alternative wäre ja noch die Badeinsel, des zwischenzeitlich privatisierten monte mare. Im Freizeitpark sind die elektronischen Unterhaltungsgeräte verboten und nur für Eltern mit Kindern am Wochenende geöffnet, also auch Fehlanzeige. Nun lasse ich mir den kostenlosen Elektrostadthüpfer vorfahren, gebe als Ziel: „Stadtoase Rheinbach“ ein. Nach einem kurzen Bestätigungston surrt der Hüpfer los. Da ich gleich die Rückfahrt gebucht habe, fährt der Flitzer in die Tiefgarage des ehemaligen Prümer Walls und gibt den Ausstieg frei. In einem gläsernen Lift lande ich nach Wahl „2. Oberdeck“, direkt im Kulturzentrum auf dem (früher) Himmeroder Wall. Angenehme Kühle, große Glasfenster und jede Menge Glaskunst laden zum Ansehen und Kaufen ein. Ich kann meinen Blick über die „Oase“ schweifen lassen. Unten sitzen viele Leute unter schattenspendenden Bäumen und lauschigen Plätzchen. Sie plaudern bei einem leckeren Eis und sehen gerade auf einer virtuellen Leinwand eine Modenschau. Die inhabergeführten Geschäfte und Restaurants beidseitig des großen Platzes haben ihre Serviceeinheiten geöffnet und verwöhnen ihre Gäste mit erlesenen Köstlichkeiten und der große illuminierte Springbrunnen begeisterte mit seinen Wasserspielen vor allem die kleinen Besucher. Eine Drohne mit Flatterband weist darauf hin, dass in einem Teilbereich der Oase im Winter eine Kunsteisbahn für Spaß und Unterhaltung sorgt. Gerade, als ich meinen „Hugo“ trinken will, wache ich auf und trauere der Vision nach. Gewiss ist es hoffentlich kein Traum, dass wir im Jahr 2033 einen Haushalt mit mehr Erträgen als Aufwendungen haben. Selbst, wenn es ein Traum bleiben sollte, ist es ein schönes Gefühl, mit dieser Vorstellung zu spielen. Vielleicht kann man mit einem Förderprogramm des Landes etwas anfangen oder einen Wettbewerb initiieren. Oder, wie vom Himmel gefallen, erscheint ein segensreicher Sponsor? Man könnte auch hinsichtlich der Gestaltung der beiden Wälle einen Ideenwettbewerb „Rheinbach – meine Stadt im Jahr 2033“ an den Schulen initiieren. „Die Zukunft kommt. Und es besteht berechtigter Grund optimistisch zu sein, denn wir haben es in der Hand, unsere Zukunft zu gestalten. Dazu gehört, dass wir uns Gedanken darüber machen, wie wir in den kommenden Zeiten leben möchten. Wir brauchen eine Vorstellung einer wünschenswerten Zukunft: Eine Vision“, beschreibt das Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritt die Rolle von Visionen. Vielleicht bleibt dieser Traum im Bewusstsein der Öffentlichkeit erhalten und findet „Mitidealisten“, die an der Umsetzung Spaß finden und dies soll nicht nur unsere Mandatsträger beflügeln, sondern alle, die noch Visionen haben.

Norbert Stein

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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