Allgemeine Berichte | 24.07.2025

Equipe EuroDeK startet Themenradtour „Erinnern…für die Demokratie“ im Westerwald

Mit dem Fahrrad gegen das Vergessen

Die Radsportler der Equipe EuroDeK an der Lahn und im Westerwald werden bei ihrer „Erinnerungstour““ im September auch die Gedenkstätte an die Euthanasieopfer der Nazizeit in Hadamar besuchen. Foto: Uli Schmidt

Montabaur/Nassau. Am Samstag, 6. September 2025 wird eine Radrundfahrt zum Thema „Erinnern…für die Demokratie“ der Equipe EuroDeK gestartet. An zwei Tagen mit mehreren thematischen Stationen wird an die schrecklichen Verbrechen der NS-Zeit erinnert – dabei insbesondere an die Opfer der Euthanasie, auch in unserer Region an der Lahn und im Westerwald. Die Radsportler fühlen sich mit verantwortlich dafür, dass so etwas in Deutschland nie wieder passiert – und wollen das mit dieser Themenfahrt ausdrücken!

Schirmherr der Veranstaltung ist Landtagspräsident Hendrik Hering, der feststellt: „Eine solche radsportliche Form der Erinnerungskultur trägt dazu bei, dass sich Menschen mit ihrer eigenen Geschichte und der Geschichte ihres Landes identifizieren und so ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl entwickeln.“ Partner der Etappenfahrt sind die Westerwald Bank eG und die MANN Naturenergie mit Sitz in Langenbach/WW. Unterstützung kommt auch von Holzbau Kappler im Gelbachtal als Hauptsponsor der Equipe. Damit wird die Equipe EuroDeK in den beiden heimischen Radsportvereinen RSG Montabaur und RSV Oranien Nassau wieder ihrem Anspruch gerecht, altersgemäßen Radsport mit gesellschaftlich relevanten Themen zu verbinden.

Erste Station ist ein „Erinnerungsfrühstück“ bei der Stiftung Scheuern in Nassau unter Beteiligung des theologischen Vorstandes, Pfarrer Gerd Biesgen und des Schirmherrn Hendrik Hering. Dabei wird daran erinnert, dass die 175 Jahre alte Einrichtung der Behindertenhilfe an der Lahn auch Spuren in dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte hinterlassen hat. Weiter geht es zur Gedenkstätte an die Euthanasieopfer in Hadamar. Nächstes Ziel ist die damals als „Zwischenanstalt“ für Hadamar genutzte frühere Heil- und Pflegeanstalt in Weilmünster. Der Sonntag beginnt in Weilburg mit einem Treffen mit Aktiven des Vereins „Weilburg erinnert e.V.“ Dabei geht es um die Stadt während der Nazizeit und ein Austausch über die immer wichtiger werdende Erinnerungs-Arbeit des Vereins. An die Schrecken der Nazizeit im Westerwald wird zum Abschluss im Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg erinnert. Dort gibt es unter anderem Statements von Museumsleiter Dr. Moritz Jungbluth und dem Wäller Heimathistoriker Dr. Uli Jungbluth. Ein Grußwort für die beteiligten Unternehmen spricht Lorenz Candrix von der Westerwald Bank eG. Bevor es im Rennradsattel zur Weiterfahrt nach Montabaur und an die Lahn geht, wird die Themenfahrt bei Kaffee und Kuchen im Museum ausgewertet.

Zur Equipe EuroDeK gehören inzwischen so viele aktive Radsportler, dass Plätze für externe Radler nur vereinzelt zur Verfügung gestellt werden können. Es fällt ein vertretbarer Kostenbeitrag an. Interessierte Radsportler können sich gerne melden: Voraussetzung ist nur, dass diese insgesamt 200 km an dem Wochenende auf dem Rennrad in mittlerem Tempo bewältigen können und am Tourthema interessiert sind. Weitere Infos gerne unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.

Pressemitteilung

Equipe EuroDeK

Die Radsportler der Equipe EuroDeK an der Lahn und im Westerwald werden bei ihrer „Erinnerungstour““ im September auch die Gedenkstätte an die Euthanasieopfer der Nazizeit in Hadamar besuchen. Foto: Uli Schmidt

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dienstleistungen
Hochschule Koblenz Stellenanzeige
Kooperation Klangwelle 2026
Gesundheit im Blick
Anzeige Filmnächte 2026
Stellenanzeige Reinigungskraft
Stellenausschreibung Friedhofsverwaltung
Empfohlene Artikel
Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.Foto: privat
18

Es gibt eine Rubrik der kuriosen Feiertage, die im Internet abrufbar ist und für jeden Tag im Jahr eine Vielzahl interessanter oder auch nur amüsanter Feiertage auflistet. Für den 28. Juli wird in dieser Liste der Tag des Kaffeesatzes ausgewiesen, der bundesweit seit 2021 begangen wird. Ob es sich wirklich um einen Feiertag handelt oder nicht doch um einen initiierten Gedenktag, da nicht alle Kaffee trinken , das sei dahingestellt.

Weiterlesen

Die Innenstadt war stets gut besucht.
55

Remagen. Es stimmte einfach alles beim ersten Jakobsmarktsonntag in Remagen. Fand am Abend vorher die Wallfahrtseröffnung mit der Erhebung des Heiligen Hauptes großen Zuspruch, so erlebte der erste Jakobsmarktsonntag wohl sein bestes Jahr seit einigen Jahren. Nicht zuletzt sorgten dafür die sehr angenehmen Temperaturen. So ließen es sich wirklich Tausende Gäste aus Nah und Fern nicht nehmen, nach Remagen zu kommen und den ersten Jakobsmarktsonntag zu besuchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
3623

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
3270

Rhein-Sieg-Kreis. Nach dem eine Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag (5. Juli) auf der Bundesautobahn 61 zwischen den Anschlussstellen Miel und Rheinbach ist die sechsjährige Tochter der verunfallten Familie am Mittwoch (15. Juli) in einer Klinik ihren schweren Verletzungen erlegen. Das Mädchen war unmittelbar nach dem Unfall notoperiert worden und befand sich seitdem in intensivmedizinischer Behandlung.

Weiterlesen