Vereine ringen ums Überleben - die kfd Rheinbreitbach gibt es noch
Mit der Zeit gehen – oder mit der Zeit gehen?
Redaktion der Mitgliederzeitschrift „Frau und Mutter“ traf sich zum Gespräch in Rheinbreitbach
Rheinbreitbach. Nach 90 Jahren drohte der katholischen Frauengemeinschaft kfd St. Maria Magdalena Rheinbreitbach 2016 das „Aus“. Der Mitgliederschwund und die fehlende Bereitschaft, im Vorstand zu arbeiten, ist deutschlandweit ein Problem. Auch in Rheinbreitbach war es so. Der Bundesverband der kfd hatte deswegen eine große Mitgliederwerbeaktion gestartet. Die Mitgliederzeitschrift „Frau und Mutter“ berichtete regelmäßig darüber. Einige kfds waren sehr erfolgreich. Das Leitungsteam der kfd Rheinbreitbach entschloss sich, die eigene Situation von 2016 der Redaktion der Mitgliederzeitschrift „Frau und Mutter“ zu berichten.
Die Redaktion der Mitgliederzeitung meldete sich und wollte durch einen Besuch mehr erfahren. Besonders interessierte die Redakteurin Romina Stork, wie die kfd Rheinbreitbach es 2016 geschafft hatte, das „Aus“ abzuwehren.
In Rheinbreitbach wurden Mitglieder aktiv, sie sprachen erfolgreich Frauen an, schilderten die Probleme und bewegten Frauen zum Mitmachen.
Die möglichen Gründe für den Nachwuchsmangel, und die fehlende Bereitschaft im Vorstand zu arbeiten, waren Thema im Gespräch mit Romina Stork. Der Umgang mit modernen Medien ist heute ein Muss. Ohne Computerkompetenz geht es nicht mehr. Das schreckt ältere Mitglieder ab. Die Veranstaltungen der kfd sind vormittags und nachmittags, berufstätige Frauen können zu den Zeiten gar nicht teilnehmen. Die Ziele der kfd sind wenig bekannt, die Aktivitäten des Bundesverbands ebenso.
Die Lösung liegt darin, moderner zu werden, sich an die heutige Zeit anzupassen, ohne die Identität aufzugeben. Neues versuchen und erproben, das ist der Plan der kfd Rheinbreitbach. Die Mitgliederzeitung „Frau und Mutter“ erreicht Frauen in ganz Deutschland. Rheinbreitbach könnte deutschlandweit für kfds in ähnlicher Situation ein Vorbild sein.
