Rengsdorfer Kirmes
Mit neuem Konzept erfolgreich
Burschen und Maimädchen boten ihren Gästen eine „Höllenparty“, Tischfußball und ein Höhenfeuerwerk über dem Rheintal
Rengsdorf. Mit einigen Neuerungen feierten die Burschen und Maimädchen Rengsdorf mit ihren Gästen die diesjährige Kirmes. Der Erfolg war eindeutig. Schon am Freitagabend kochte die Stimmung im Festzelt auf dem Waldplatz, es war im wahrsten Sinn des Wortes „die Hölle“ los. Dazu trugen nicht unwesentlich die „Partyteufel“ bei, die in höllenrotem Outfit die Bühne und das Zelt rockten.
Der Burschenverein hatte auf seiner Facebook-Seite angekündigt: „Eins ist klar: Wir rocken dieses Jahr noch lauter, dass sogar die Hölle wackelt!“
Ob es so weit gekommen ist, weiß man nicht. Aber im Zelt hatten die überwiegend jungen Besucher mächtig Spaß beim Tanzen, an der Sektbar oder den Biertischen. Draußen auf dem Festplatz drehten sich noch spät in der Nacht rasend schnell die Gondeln eines Fahrgeschäfts, während sich das Kinderkarussell für den nächsten Tag ausruhte. Auch die bunt beleuchteten Pagodenzelte waren neu. Hier, sagte Burschenvereinsvorsitzender Jens Büttner, wurden tagsüber im Rahmen eines Biergartens Getränke verkauft, anstatt wie bisher an herkömmlichen Bierbrunnen. Büttner ist seit drei Jahren Vorsitzender des Burschenvereins Rengsdorf. Unterstützt werden die 18 Burschen und 16 Maimädchen bei der Ausrichtung der Kirmes vom Verein ehemaliger Burschen. Jens Büttner erklärt: „Wir haben bereits voriges Jahr unser Kirmeskonzept umgestellt und den Freitagabend zum Hauptabend gemacht. Das war sehr erfolgreich, deshalb hofften wir auf den gleichen Erfolg in diesem Jahr. Das hat sich bestätigt.“ Am Freitagabend schon stellte der Burschenvereinsvorsitzende fest: „Es sieht sehr gut aus!“
Für den Samstagabend hatte der Verein in diesem Jahr als Neuerung noch ein Kickerturnier angesetzt sowie ein großes Höhenfeuerwerk, um den bisher meist etwas schwächeren Besuch an diesem Tag zu verbessern. Hier konkurriert Rengsdorf mit der traditionell etwas stärkeren Kirmes in Straßenhaus. Für das Kickerturnier hatten sich zehn Teams angemeldet. Das Feuerwerk in der Halbzeit fand nah beim Zelt statt, mit dem Rheintal und dem Neuwieder Becken als dekorativem Hintergrund.
Nach der langen Nacht mit den Partyteufeln trafen sich die Burschen und Maimädchen am Samstagnachmittag zum Umzug durch Rengsdorf und dem anschließenden Kirmesbaumaufstellen.
Den Kindern wurde „Fun for Kids“ geboten. Der Sonntag lief, wie Jens Büttner es beschreibt, als „klassischer Dorfabend mit Programm“ ab. Es gab ein paar kleine Einlagen von den Burschen und Maimädchen, den traditionellen Zeltgottesdienst mit Pfarrer Stinder, das Verlesen der Bierzeitung und eine Tombola. Nach dem Zeltgottesdienst am Vormittag wurde den Kirmesgästen eine Erbsensuppe aus der Gulaschkanone serviert. Nachmittags sorgte der Frauenchor für Kaffee und Kuchen.
Am Montag beim traditionellen Frühschoppen mit Speck- und Eieressen unterstützte der Musikverein Heimbach-Weis die Rengsdorfer Kirmes musikalisch. Den Speck und die Eier hatten Burschen und Maimädchen bereits eine Woche vorher bei einem Rundgang durch den Ort gesammelt. Wer seinen Etat an den Kirmestagen zuvor bereits ausgeschöpft hatte, der musste auch an diesem Tag nicht auf den Kirmesbesuch verzichten: Es gab Freibier.
Gute Stimmung bei den überwiegend jungen Besuchern der Rengsdorfer Kirmes. Dafür sorgten unter anderem die „Partyteufel“.
Das Konzept ging voll auf: Im Festzelt war „die Hölle los“.Fotos: -KER-
Bis spät in die Nacht war viel los.
