Weihnachtsmarkt in Rheinbach am dritten Adventswochenende
Mit neuem Konzept nachhaltig, klimabewusst und über die ganze Innenstadt verteilt
Außerdem gibt es einen verkaufsoffenen Sonntag am 11. Dezember von 13 bis 18 Uhr - Gewerbeverein Rheinbach arbeitet mit der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft sowie mit der Stadtverwaltung zusammen
Rheinbach. Mit einem völlig neuen Konzept wartet der Rheinbacher Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende auf. Vom 9. bis 11. Dezember soll sich das vorweihnachtliche Geschehen über die ganze, stimmungsvoll dekorierte Innenstadt verteilt abspielen. Dabei werde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit gelegen, versicherte Gewerbevereins-Vorsitzender Oliver Wolf. Außerdem gibt es einen verkaufsoffenen Sonntag am 11. Dezember von 13 bis 18 Uhr.
Nach drei Jahren Pause habe sich der Gewerbeverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Rheinbach und der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (WFEG) kurzfristig dazu entschlossen, es wieder zu wagen. Eine Großveranstaltung, die normalerweise ein Jahr Vorbereitungszeit benötige, wurde nun in ein paar Wochen auf die Beine gestellt. Und das auch noch mit einem neuen Projektleiter, denn der langjährige Weihnachtsmarkt-Cheforganisator Erich Marschall hatte bereits vor drei Jahren angekündigt, sich aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen, steht aber im Hintergrund weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung. Sein Nachfolger ist Franco Amatulli, ein selbstständiger Eventmanager aus der Hocheifel, der bei der Umsetzung des Vorhabens auf die Unterstützung der Stadt und der WFEG bauen kann. Denn es sei derzeit schwierig, Planungssicherheit zu erhalten, vor allem in finanzieller Hinsicht, so Wolf. In dieser Hinsicht hätten die Stadt und die WFEG ihre Unterstützung zugesagt, so Wolf.
Weihnachtsmarkt soll bewusst regional gehalten werden
„Wir wollen den Weihnachtsmarkt bewusst regional halten, aber leider gibt es viele unserer früheren Aussteller aufgrund von Corona oder der Flut nicht mehr“, bedauerte Wolf. Deshalb habe sich der Gewerbeverein entschlossen, den Weihnachtsmarkt mit einem neuen Konzept auszustatten. Anstatt sich auf den Prümer Wall zu konzentrieren, wie das beim bislang letzten Weihnachtsmarkt 2019 der Fall war, wird diesmal die gesamte Innenstadt vom Dreeser Tor bis zum Voigtstor in das Geschehen mit einbezogen werden. „Wir wollen mehr Leute in die Innenstadt ziehen, auch um die heimische Wirtschaft und die Betriebe in der Innenstadt in einer schwierigen Zeit zu unterstützen“, ergänzt Wirtschaftsförderer Dr. Joachim Rasch. So werden Kinderkarussells, kleine Bühnen, Ausstellerbuden, Vereinsstände und vieles mehr im gesamten Innenstadtbereich verteilt. Natürlich werde es auch auf dem Prümer Wall sowie in der Pützgasse und der Weiherstraße Stände und Bühnen geben, doch das Geschehen solle insgesamt mehr in Richtung Hauptstraße gezogen werden. In der Adventszeit soll auch wieder die Weihnachtsbeleuchtung die Herzen der Bürger und Besucher von Rheinbach erwärmen, diesmal allerdings klimafreundlich und energiesparend, denn mittlerweile seien alle Lichterketten auf LED-Leuchtmittel umgestellt, so Wolf. Außerdem sollen die Lichter nur noch in der Zeit von 17 bis 21 Uhr erstrahlen, und das vom ersten Advent bis zum 2. Januar. Feuerkörbe und Heizpilze soll es ebenfalls nicht mehr geben, und die Anbieter von Speisen und Getränken sind angehalten, plastikfreies Geschirr benutzen. Die Weihnachtsbäume, die erneut entlang der Hauptstraße aufgestellt und von den örtlichen Kindergärten, Grundschulen und Familien geschmückt werden sollen, müssen diesmal ohne Beleuchtung auskommen. Für die wenigen Einzelhändler, die bislang ihre Lichterketten noch nicht auf LED umgerüstet haben, gebe der Gewerbeverein in diesem Jahr ausnahmsweise einen Zuschuss von 50 Prozent für die Kosten der Umstellung. Das gelte sowohl für Mitglieder des Gewerbevereins wie auch für Nichtmitglieder.
JOST
Die Rheinbacher Innenstadt soll stärker in den Weihnachtsmarkt einbezogen werden, das haben (von links) Fachbereichsleiterin Daniela Hoffmann, Wirtschaftsförderer Dr. Joachim Rasch, Gewerbevereins-Vorsitzender Oliver Wolf, Bürgermeister Ludger Banken und Projektleiter Franco Amatulli geplant. Foto: JOST
