Anneliese Gilles und Barbara Kapol erhalten Goldene Caritalnadel
Mitarbeit mit Herz und Hand
Zusammen über vier Jahrzehnte ehrenamtlich im Dienst der Mitmenschen
Meckenheim. Vor über dreißig Jahren hatte man sie angesprochen, ob sie nicht beim Seniorennachmittag helfen möchte. Schnell hatte Anneliese Gilles festgestellt, dass ihr diese Aufgabe Freude bereitet. Auch Barbara Kapol hatte vor vielen Jahren sofort ja gesagt, als man sie ansprach. Mit Herz und Hand unterstützten sie, buken Kuchen, schlugen Sahne und gestalteten mit den Aktiven um die Organisatorin Trude Burian ein Mal im Monat einen schönen Nachmittag für Senioren.
Rund 25 Besucher seien es meist gewesen, berichtete Anneliese Gilles. Damit für jedermanns Vorlieben etwas da war, hatten die Damen bei den Kuchen immer variiert. „Wir hatten fast immer einen Sahnekuchen dabei“, erklärte sie. Aber auch Obstkuchen mit Früchten der Saison, Marmorkuchen oder besondere Kreationen haben oft auf der Tafel gestanden. Die Stammgäste genossen damit jeden ersten Mittwoch im Monat ab 15 Uhr kulinarische Abwechslung zum Rahmenprogramm, wie gemeinsames Singen, Gymnastik oder ein kleines kreatives Programm, bei dem gerne auch mal Blumenarrangements entstehen.
„Ehrenamt ist etwas, was oft im Verborgenen geschieht“, erklärte Diakon Michael Lux bei der Ehrung im Merler Pfarrheim. In der Gemeinschaft, im Team leisten viele Menschen Arbeit, die ohne sie nicht denkbar wäre und die anderen Menschen zugutekommt. Eben diese Gemeinschaft habe sie immer sehr geschätzt, sagte Barbara Kapol. Caritasdirektor Harald Klippel überbrachte persönlich den Dank der Caritas und beschrieb die Urkunden für den langjährigen Einsatz der beiden Ehrenamtlerinnen. Modern gestaltet zeigt sie den auf dem Boden liegenden Wanderer, der vom barmherzigen Samariter unerwartet Hilfe erhält. Ein kleiner Text auf der Rückseite der Urkunde sei eine Anregung, sich auch heute noch mit der Bibelgeschichte zu befassen und sie auf unsere heutige Zeit zu übertragen. Zusammen mit Diakon Lux, der den Damen die goldenen Nadeln ansteckte, und Pfarrer Reinhold Malcherek, der Blumensträuße überreichte, gratulierte er zu der seltenen Ehrung. Mindestens 15 Jahre müsse man ehrenamtlich für die Caritas tätig sein, um eine solche goldene Nadel zu erhalten, erklärte Klippel.
Diakon Michael Lux steckt Barbara Kapol die goldene Caritasnadel an. Foto: Petra Reuter
Diakon Michael Lux steckt Anneliese Gilles die goldene Caritasnadel an. Foto: Petra Reuter
