Allgemeine Berichte | 26.11.2018

Verbandsgemeinde Montabaur weiht ein

„Mitfahrerbänke erhöhen Bürger-Mobilität in der Augst“

Das Motto: Platz nehmen, Einsteigen, Mitfahren

Die Mitfahrerbank als Hilfe zur Selbsthilfe: Norbert Blath (Ortsbürgermeister Eitelborn, 1.v.li.), Werner Christmann (Ortsbürgermeister Neuhäusel, 2.v.li.), Erster Beigeordneter Andree Stein (3.v.li.), Ute Kühchen (Ortsbürgermeisterin Kadenbach, 4.v.li.), Jörg Haseneier (Ortsbürgermeister Simmern, 5.v.li.) und Judith Gläser (Generationenbeauftragte VG Montabaur, 6.v.li.) versuchten sich auf der Mitfahrerbank schon einmal als „Probe-Tramper“.privat

Augst. Die Augst-Gemeinden Neuhäusel, Eitelborn, Kadenbach und Simmern haben sich zusammengeschlossen, um die Mobilität ihrer Einwohner zu erhöhen: In Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Montabaur gibt es jetzt in den vier Orten Mitfahrerbänke. Wer darauf Platz nimmt, signalisiert: „Ich suche eine Mitfahrgelegenheit.“ Die Idee, die dahinter steckt, sieht so aus: Die Mobilität vieler Einwohner im ländlichen Raum ist eingeschränkt, gerade wenn sie kein Auto oder Führerschein besitzen. Andererseits fahren viele Einwohner gerade mal eben zum Einkaufen, zur Bank oder zur Tankstelle in den benachbarten Ort, wie eben nach Neuhäusel. Werden Fahrgemeinschaften gebildet, spart das Zeit und Kosten und kommt der Umwelt sehr zu gute. Auf Initiative des Eitelborner Ortsbürgermeisters Norbert Blath konnte das Projekt „Mitfahrerbank“ jetzt umgesetzt werden. Blath suchte das Gespräch mit der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur. Zuständig dort ist Judith Gläser, die Generationenbeauftragte, die von der Idee sehr angetan war. Begeistert waren auch die Ortschefs der Ortsgemeinden Kadenbach, Simmern und Neuhäusel. Andree Stein, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Montabaur, sagte bei der Einweihung: „Mitfahrerbänke sind so eine Art moderne Nachbarschaftshilfe. Hier helfen Bürger Bürgern.“ Und es scheint problemlos zu funktionieren: Als Gläser die Mitfahrerbank für die offizielle Einweihung vorbereitete, hielt ein Auto neben ihr und die Fahrerin wollte die Generationenbeauftragte gerne von Neuhäusel nach Eitelborn mitnehmen. Gläser lehnte dankend ab und freute sich riesig über die schnelle Akzeptanz und Resonanz. Ute Kühchen, Ortsbürgermeisterin von Kadenbach, ergänzt: „Es haben bei mir schon viele Bürger nachgefragt, ab wann die Mitfahrerbank nutzbar ist.“ Zehn Bänke, drei in Neuhäusel, drei in Eitelborn, zwei in Simmern und zwei in Kadenbach, wurden kurzfristig installiert. Die Kosten je Mitfahrerbank, das sind die Bank und das richtungweisende Schild mit Schilderhalterung, betragen etwa 600 Euro und werden etwa hälftig von den Ortsgemeinden und dem Westerwaldkreis getragen. Werner Christmann, Ortsbürgermeister von Neuhäusel, denkt noch einen Schritt weiter: „Mitfahrerbänke könnten auch kreisübergreifend installiert werden. Es liegt für mich auf der Hand, beispielsweise auch noch Arzbach einzubinden.“ Ein Gedanke, mit dem sich auch Christoph Müller von der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises anfreunden könnte. Die Idee selbst macht im ländlichen Raum immer mehr Schule und auch innerhalb der Verbandsgemeinde Montabaur findet sie Gefallen, wie Gläser bestätigt: „In Heiligenroth ist bereits eine Mitfahrerbank installiert. Ihr liegen bereits weitere Anfragen aus Orten im Gelbbachtal, den Gelbbachhöhen, der Ortsgemeinde Boden und Stadtteilen von Montabaur, vor. Derzeit werden dort die organisatorischen Fragen geklärt.“

Pressemitteilung der

Verbandsgemeinde Montabaur

Die Mitfahrerbank als Hilfe zur Selbsthilfe: Norbert Blath (Ortsbürgermeister Eitelborn, 1.v.li.), Werner Christmann (Ortsbürgermeister Neuhäusel, 2.v.li.), Erster Beigeordneter Andree Stein (3.v.li.), Ute Kühchen (Ortsbürgermeisterin Kadenbach, 4.v.li.), Jörg Haseneier (Ortsbürgermeister Simmern, 5.v.li.) und Judith Gläser (Generationenbeauftragte VG Montabaur, 6.v.li.) versuchten sich auf der Mitfahrerbank schon einmal als „Probe-Tramper“.Foto: privat

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