Notfallseelsorge hofft auf Verstärkung
Mitfühlen, mitleiden, zuhören
Mitarbeit im Rhein-Lahn-Kreis ist an äußere Kriterien und menschliche Eigenschaften gebunden
Rhein-Lahn-Kreis. Sie sind da und leisten Erste Hilfe für die Seele: die fast zwei Dutzend Männer und Frauen der Notfallseelsorge (NFS), die im Rhein-Lahn-Kreis Menschen in Krisen beistehen. Sie müssen mitfühlen, mitleiden, zuhören können. Und sie brauchen viel Kraft. Denn die Einsätze gehen unter die Haut und sind anstrengend. Die Leiterin der NFS Rhein-Lahn und im Westerwaldkreis, Pfarrerin Ulrike Braun-Steinebach, weiß das und sucht deshalb nach weiteren ehrenamtlichen Helfern, die das Team verstärken.
Ob nach einem Verkehrsunfall, einem Suizid oder anderen tragischen Ereignissen – wenn Menschenleben in Gefahr sind oder der plötzliche Tod Angehörige verzweifeln lässt, werden im Rhein-Lahn-Kreis nicht nur Rettungskräfte und Ärzte angefordert, sondern auch die Notfallseelsorge, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allein im vergangenen Jahr 186 Stunden im Einsatz waren. „Viele unserer Helfer sind berufstätig und deswegen nur begrenzt einsetzbar. Wir brauchen also dringend neue Ehrenamtliche, damit wir einen größeren Puffer haben, was das Personal angeht und die Arbeit auf mehr Schultern verteilt wird“, sagt sie und rechnet vor, dass eigentlich 40 Helferinnen und Helfer nötig sind, um stabil arbeiten zu können.
Allerdings gibt es auch strenge Kriterien bei der Auswahl an ehrenamtlichen Kräften. Dazu zählt nicht nur die Bereitschaft, an mindestens vier Tagen im Monat zum Dienst rund um die Uhr bereitzustehen. Neben der Altersbeschränkung zwischen 25 und 68 Jahren, psychischer und körperlicher Belastbarkeit gehören absolute Verschwiegenheit sowie eine offene Haltung gegenüber jedweder Lebensüberzeugung dazu was etwa Glaube oder Kultur betrifft. „Selbst die Teilnahme am Grundkurs, den alle Mitarbeitenden absolviert haben, bedeutet nicht automatisch die Übernahme in die Notfallseelsorge“, so Braun-Steinebach.
Aber die Pfarrerin denkt, dass es trotzdem genügend geeignete Männer und Frauen im Rhein-Lahn-Kreis gibt, die sich für den Einsatz in der Notfallseelsorge berühren und bewegen lassen. Denn die Arbeit ist wichtig: „Sie hilft, dass sich Menschen, über die eine Katastrophe hereingebrochen ist, im Leid nicht alleine gelassen fühlen.“ Deshalb sei es wichtig, sich auf unterschiedliche Menschen einlassen, sich selbst aber auch zurücknehmen zu können. „Wir leisten eben Erste Hilfe für die Seele. Und diese Hilfe kann jeder leisten – solange sich dieser Mensch kennt und auch zu seinem Gegenüber eine Beziehung aufbauen kann.“
Wer sich für die Arbeit der Notfallseelsorge interessiert, kann sich bei Pfarrerin Ulrike Braun-Steinebach unter Telefon 0 26 02/95 0 4 59 oder per E-Mail an nfs.ww@t-online.de melden. Pressemitteilung
Dekanat Nassauer Land
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