Allgemeine Berichte | 18.11.2019

20 Jahre Förderverein St. Cyriakus Mendig

Mitgliederversammlung mit anschließender musikalischer Dankandacht

Der Familienchor Rückenwind unter der Leitung von Ulla Diefenbach (li.). Fotos: FRE

Mendig. Zur 20. Jahreshauptversammlung begrüßte der 1. Vorsitzende des Fördervereins der katholischen Kirchengemeinde St. Cyriakus, Dr. Robert Diensberg zahlreiche Mitglieder in der alten St. Cyriakus-Kirche.

Bevor Dr. Diensberg den Tätigkeitsbericht für das vergangene Jahr vortrug, gedachten die Anwesenden der verstorbenen Mitglieder: Paul Geilen, Wolfgang Hoffmann und Brunhilde Kilb-Lempertz.

Dem Aufruf von Staatsminister a.D. Gernot Mittler vom 17.02.1999 , das äußere Erscheinungsbild der St. Cyriakus-Kirche zu verschönern und für die Unterstützung der Finanzierung einen Förderverein zu gründen, waren vor 20 Jahren viele gefolgt, die sich nicht von den umfangreichen Planungen und den damit verbundenen Kosten abschrecken ließen. Der 1. Vorsitzende unterstrich in seinem Tätigkeitsbericht: „Dank der unermüdlichen Initiativen des langjährigen 1. Vorsitzenden Herbert Kranz, Dank vieler Konzerte und Aktionen, Dank großzügiger Spenden und der regelmäßigen Beiträge der über die Jahre relativ konstant geblieben Mitglieder konnten der Kirchengemeinde bisher über 200.000 Euro zur Finanzierung der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden.“ Als „ganz große Maßnahme“ steht nach den Worten des 1. Vorsitzenden die Sanierung der Orgel aus dem Jahr 1927 an. Der vom Vorstand erbetene Kostenvoranschlag der Erbauerfirma Klais aus Bonn liegt bei rund 118.000 Euro. Bei Auftragserteilung noch in 2019 hält die Firma Klais ihr Angebot zwei Jahre lang aufrecht, da die Firma aus Termingründen mit den Arbeiten erst 2021 beginnen kann. Da der Förderverein die Summe jedoch nicht ohne die Beteiligung der Pfarrei St. Cyriakus stemmen kann, wurde beim BGV in Trier ein so genannter „A1-Antrag“ auf Finanzierung gestellt. Da der ursprünglich vom Förderverein zur Endfinanzierung der bisherigen Baumaßnahmen zugesagte Betrag von 12.000 Euro von der Pfarrei nicht abgerufen werden musste, konnte der Förderverein dem Bistum einen Zuschuss von 85.000 Euro zusagen.

„Wir hoffen, dass die Renovierung bewilligt werden wird, zumal sie auch der Orgelsachverständige des Bistums befürworten wird. Herr Evers hat im Beisein von Werner Lohner und Fred-Josef Geilen, denen ich für dieses Engagement besonders danken möchte, unsere Orgel auf Herz und Nieren, besser vielleicht auf Blasebalg und Pfeifen, geprüft und das Angebot der Firma Klais als angemessen bezeichnet. Nun gilt es die Daumen drücken, dass die Zusage des Bistums noch vor der Einrichtung der Pfarrei der Zukunft erfolgt.“

Gespendete Geld darf nur für die Pfarrkirche verwendet werden

Nach der Satzung des Fördervereins darf das gespendete Geld nur für die Pfarrkirche St. Cyriakus verwendet werden. Andere Gremien haben keine Zugriffsmöglichkeit. Alle sakralen Gegenstände bleiben in der Kirchengemeinde, das Vermögen bleibt „abgebildet“. „Den Verantwortlichen ist inzwischen klar geworden, dass manches schlecht kommuniziert wurde, dass noch viele Dinge im täglichen Alltag „klar zu stellen“ sind“, so Dr. Diensberg, der hinzufügte: „Es käme einem kirchenpolitischen Selbstmord gleich, wenn Gegenstände entgegen dem Willen der Kirchengemeinde umgewidmet werden sollten. Hier ist Ruhe und Gelassenheit gefordert. Der Förderverein wird trotz oder wegen der Pfarrei der Zukunft auch 2020 nicht überflüssig. Im Gegenteil, durch die Kirchenreform 2020 sind wir vor Ort wichtiger denn je, denn wir sind „Ort von Kirche!“. Sobald die Antragsformulare da sind, wird der Vorstand des Fördervereins den Antrag auf Anerkennung als „Ort von Kirche“ stellen, um Sitz und Stimme in der Synodalversammlung zu haben. Einstimmig wurde Achim Rothbrust als möglicher Vertreter des Fördervereins für die Synodalversammlung benannt.“

Neuwahlen

Da ein starker Förderverein der Kirchengemeinde auch weiterhin die Möglichkeit gibt, bei Entscheidungen mitreden zu können, freute der 1. Vorsitzende sich, dass die Mitgliederzahl von aktuell 140 annähernd konstant geblieben ist.

Nach dem Kassenbericht von Margret Diensberg und dem Bericht der Kassenprüferinnen Ursula Fiege und Irmgard Müller wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurden der 1. Vorsitzende Dr. Robert Diensberg, die Kassiererin Margret Diensberg und der Beisitzer Achim Rothbrust einstimmig wiedergewählt. Außerdem wählten die Mitglieder einstimmig Joachim Plitzko zum zweiten Kassenprüfer, da Irmgard Müller nach zweijähriger Amtszeit ausschied. Nach einer rückblickenden Zusammenfassung der Cyriakus-Fahrt 2019 gab Albrecht Diefenbach einen kleinen Vorgeschmack auf die für 2020 geplante Fahrt, die u.a. nach Klausen und Wittlich führt.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Fördervereins begrüßte Pastor Ralf Birkenheier im Anschluss an die Mitgliederversammlung weitere Besucher in der neuen Kirche zu einer musikalischen Dankandacht, die von dem Familienchor Rückenwind (Leitung: Ulla Diefenbach), einer Bläsergruppe der Blaskapelle Ettringen (Leitung: Jenny Schaaf), Herbert Kranz (Bariton), Werner Lohner (Orgel) und Monika Nieswand vom Förderverein gestaltet wurde.

FRE

Der Vorstand des Fördervereins der katholischen Kirchengemeinde St. Cyriakus Mendig.

Der Vorstand des Fördervereins der katholischen Kirchengemeinde St. Cyriakus Mendig.

Der Familienchor Rückenwind unter der Leitung von Ulla Diefenbach (li.). Fotos: FRE

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