kfd Rheinbreitbach
Mitgliederzeitung „Frau und Mutter“ hat einen Namen
„Junia“ heißt sie jetzt und wurde im Januar 2021 das erste Mal an die Mitglieder verteilt.
Rheinbreitbach. Die katholische Frauengemeinschaft Deutschland, kfd, geht mit der Zeit und hat einen mutigen Schritt getan. Mit dem neuen Namen „Junia“ geht sie in die Zukunft und verweist auf eine engagierte Frauengestalt der Urkirche hin. So symbolisiert der Name die Verbindung von Tradition und Moderne. Junia war eine Apostelin, die Paulus schon in seinem Römerbrief als starke, herausragende Christin erwähnte.
Im frühen Mittelalter wurde ihr Name, evtl. auch als Folge von Übersetzungs- und/oder Schreibfehlern ,zum Männernamen Junias oder Junian. Die feministische Bibelforschung machte in den 1970er Jahren die verdrängte und verschwiegene Jüngerin und Apostelin wieder sichtbar. Doch erst in der Einheitsübersetzung der Bibel wurde sie 2016 wieder als Frau benannt. Der Name „Junia“ steht für ein klassisches Frauenschicksal in einer immer noch von Männern dominierten katholischen und säkularen Welt.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussion um die Zulassung von Frauen zu Ämtern und Diensten in der katholischen Kirche kommt dieser Namensänderung eine besondere Bedeutung zu. Vielleicht sogar eine Signalwirkung?
