Übergabe durch Landrätin Cornelia Weigand und Staatssekretärin Nicole Steingaß
Mittel für den Wiederaufbau und neue Fahrzeuge
Altenahr/Kalenborn/Dernau. Bei einem Besuch in der Verbandsgemeinde Altenahr übergab jetzt Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß zahlreiche Förderbescheide für den Wiederaufbau im mittleren Ahrtal. Sie überreichte dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, Dominik Gieler, und den Ortsbürgermeistern von Ahrbrück, Altenahr, Dernau, Hönningen, Kesseling, Mayschoß und Rech insgesamt zwanzig Förderbescheide in Höhe von 9,5 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“. Gefördert werden hiermit verschiedene Maßnahmen und Projekte des Wiederaufbaus nach der Flutkatastrophe Mitte Juli 2021. Von Kalenborn führte die Reise von Nicole Steingaß weiter an die Ahr: In Dernau übergab die Staatssekretärin zwei neue Dienstfahrzeuge für die Feuerwehr in Altenahr. „Der Wiederaufbau geht weiter voran. Die betroffenen Gemeinden können auch weiterhin darauf zählen, dass das Land alles dafür tut, um den Wiederaufbau zu unterstützen. Die nun bewilligten Mittel sollen Maßnahmen zugutekommen, um wichtige Aspekte der Infrastruktur in den betroffenen Ortsgemeinden wiederherzustellen und so ein weiteres Stück Lebensqualität ins Ahrtal zurückzubringen“, so Staatssekretärin Steingaß. Von den insgesamt 9,5 Millionen Euro sollen rund 8,3 Millionen Euro für die Wiederherstellung von Straßen und Gehwegen in Altenahr, Ahrbrück, Hönningen und Kesseling eingesetzt werden. Für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung sowie der Stelen an Ortsaus- und -eingang in Mayschoß, die Instandsetzung des Spiel- und Bolzplatzes im Hönninger Ortsteil Liers sowie des Dorfbrunnens in Hönningen werden weitere 1,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zudem werden die provisorische Unterbringung des Gemeindehauses in Rech und die Erneuerung des Inventars der Feuerwehr in Dernau mit 111.000 Euro unterstützt. Ihre drei Fahrzeuge hatte die Dernauer Wehr übrigens in der Flutnacht gerade noch retten können. Im Rahmen einer Dienstversammlung übergab Staatssekretärin Steingaß der Verbandsgemeinde Altenahr außerdem zwei Dienstfahrzeuge inklusive Beladung für die Freiwillige Feuerwehr (siehe besonderen Bericht). „Was die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr in Altenahr während der Flutkatastrophe geleistet haben, ist beachtlich. Das könne man gar nicht oft genug wiederholen.Umso wichtiger sei es, dass die Feuerwehr auch künftig gut und modern ausgestattet sei, so die Staatssekretärin abschließend. Das Drehleiterfahrzeug (DL(A)K 23/12) und das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF20) wurden als Ersatzbeschaffungen für zwei in der Flut zerstörte Fahrzeuge gefördert. Beide Fahrzeuge wurden vollständig über das Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ finanziert. Mit dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ von Bund und Ländern werden Mittel zur Beseitigung der durch den Starkregen und das Hochwasser vom 14. und 15. Juli 2021 entstandenen Schäden bereitgestellt. Das Sondervermögen geht auf einen gemeinsamen Beschluss von Bund und Land zurück. Für die allgemeine kommunale Infrastruktur wurden insgesamt Förderungen in Höhe von 333 Millionen Euro aus dem Aufbauhilfefonds bewilligt. Bereits im Außenbereich der diesjährigen Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Altenahr wurde durch drei neue Einsatzfahrzeuge sichtbar, dass sich etwas im Flutgebiet getan hat. Staatssekretärin Nicole Steingaß war aus Mainz angereist, um die Schlüssel für zwei Fahrzeuge - die aus Fluthilfemitteln finanziert wurden - zu überreichen. Landrätin Cornelia Weigand hatte ebenfalls den Fahrzeugschlüssel - für ein neues, multifunktionales Mannschaftstransportfahrzeug übergeben. Weigand betonte hierbei die hohe Bedeutung und wichtige Unterstützung der Feuerwehren.
Freude bei Frank Linnarz
Frank Linnarz, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Altenahr, freute sich, stellvertretend für die vielzähligen Einsatzkräfte der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr die Schlüssel in Empfang zu nehmen. Mit 1,12 Millionen Euro Landesmitteln wurde die während der Flutkatastrophe zerstörte Drehleiter (DL(A) K 23/12) und ein Hilfeleistungs- und Löschfahrzeug 20 (HLF 20) ersetzt. Trotz des flutbedingten Ausfalls hat das Vorgängerfahrzeug des HLF 20 noch Menschenleben gerettet: In letzter Sekunde gelangten zwei Personen auf das Dach des HLF 20, die durch die Flut an das bereits beschädigte Fahrzeug getrieben wurden. Wehrleiter Linnarz sagte, marktüblich für diese Fahrzeuge seien Beschaffungszeiten von bis zu drei Jahren. Nur durch ein perfektes Zusammenspiel aller am Ersatzbeschaffungsprozess Beteiligter konnten die Fahrzeuge bereits nach zwölf Monaten in Dienst gestellt und dadurch die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr fahrzeugtechnisch weitestgehend wiederhergestellt werden (siehe hierzu auch besonderen Bericht von der Dienstversammlung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr in Dernau). Durch den Landkreis Ahrweiler, so Linnarz, wurde mit einem Investitionsvolumen von rund 95.000 Euro eine volkstümlich Bekannte „eierlegende Wollmilchsau“ beschafft. Dieses Fahrzeug dient einerseits als Abschnittsleitung für den Landkreis Ahrweiler im Rahmen der überörtlichen Hilfe, als Mannschaftstransportwagen und als Reservefahrzeug für den deutlich in die Jahre gekommenen ABC-Erkundungskraftwagen.
