Allgemeine Berichte | 01.04.2017, 11:10 Uhr

Veranstaltung im Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr

„Moderne Harnsteintherapie“

Abteilung für Urologie veranstaltete gemeinsam mit dem Förderverein ein Arzt-Patientenseminar zum Thema „Moderne Harnsteintherapie“

Dr. Christian Fisang, Chefarzt der Urologie (Mitte), informiert die interessierten Zuhörer über die Möglichkeiten der modernen Harnsteintherapie. Dr. Gerhard Kreuter, Vorsitzender des Fördervereins (rechts), freut sich über das Interesse der Teilnehmer.
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Vier bis zehn Prozent der Menschen in den westlichen Industrieländern bilden Harnsteine“, so Dr. Christian Fisang.

In seinem jüngsten Vortrag beim Arzt-Patienten-Seminar zum Thema Harnsteinleiden sagte der Chefarzt der Urologie, dass die Urolithiasis, so die medizinische Bezeichnung des Harnsteinleidens, zu den ältesten nachgewiesenen Erkrankungen der Menschheit gehört. Allerdings steige die Zahl der betroffenen Menschen in den vergangenen 30 Jahren drastisch an. Dabei sei der Harnstein nicht die Erkrankung, sondern lediglich das Symptom einer oder sogar mehrerer Erkrankungen.

Deshalb ist es bei der Behandlung der Patienten nicht damit getan, einzig die Harnsteine zu entfernen, auch wenn das der erste Schritt ist, um den Patienten von den oftmals heftigen Schmerzen zu befreien, die die Steine verursachen können. Wird ein Stein nicht auf natürlichem Wege mit dem Urin ausgeschieden, dann muss er durch eine Operation entfernt werden. Die Eingriffe führt Dr. Fisang in den meisten Fällen minimal-invasiv mit hochmodernen Miniatur-Endoskopen durch. „Das ist sehr schonend für die Patienten. Sie sind schnell wieder fit, und es entstehen nur winzige oder keine Narben“, beschreibt Dr. Fisang die Vorteile dieses Verfahrens.

Im Anschluss an die Bergung und Analyse der Harnsteine werden die Patienten im Rahmen der metabolisch-endokrinologischen Sprechstunde, die die urologische Abteilung für diese Patienten eingerichtet hat, gründlich untersucht. „Denn es gilt herauszufinden, weshalb der Patient Steine bildet“, so der Mineraloge PD Dr. rer. nat. Norbert Laube. Nur wenn die individuelle Ursache bekannt ist, kann der Patient so therapiert werden, dass er frei von neuen Harnsteinen bleibt.

Pressemitteilung des

Marienhaus Klinikums

im Kreis Ahrweiler

Dr. Christian Fisang, Chefarzt der Urologie (Mitte), informiert die interessierten Zuhörer über die Möglichkeiten der modernen Harnsteintherapie. Dr. Gerhard Kreuter, Vorsitzender des Fördervereins (rechts), freut sich über das Interesse der Teilnehmer.

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