Allgemeine Berichte | 25.03.2025

Bauarbeiten in zwei Phasen aufgrund Planfeststellungsverfahren

Modernisierung der Verkehrsstation Unkel

Symbolbild.Foto: Mario Hoesel - stock.adobe.com

Unkel. Die Modernisierung der Verkehrsstation Unkel wird in zwei Phasen erfolgen. Darauf haben sich der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) als Besteller und Organisator der Zugleistungen im Nahverkehr auf der Schiene im Norden von Rheinland-Pfalz und die Stadt Unkel mit der DB InfraGO verständigt, um möglichst bald mit den Arbeiten beginnen zu können.

„Das städtische Umfeld rund um den Bahnhof haben wir in den letzten Jahren enorm aufgewertet. Wir freuen uns sehr darauf, dass nun auch der Bahnhof selbst durch die Modernisierung und Barrierefreiheit aufgewertet wird“, sagt Alfons Mußhoff, Stadtbürgermeister von Unkel.

Eine Rahmenvereinbarung zwischen dem Land RLP, dem SPNV-Nord und der Deutschen Bahn vom Januar 2021 sieht für die Verkehrsstation Unkel den Ausbau der Bahnsteige und die Schaffung der Barrierefreiheit vor. Die Bahnsteige von Gleis 1, 2 und 3 sollen von 38 cm auf 76 cm erhöht, der Bahnsteig von Gleis 1 um 8 m verlängert, die Bahnsteige von Gleis 2 und 3 um 36 m verkürzt werden. Zudem sehen die Modernisierungsmaßnahmen die Sanierung der Personenunterführung sowie die Erneuerung der Beleuchtung, der Ausstattungselemente sowie des Wegeleitsystems vor.

„Ein Teil der Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit benötigt ein Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt mit langen Vorlaufzeiten“, erläutert Thorsten Müller, Verbandsdirektor des SPNV-Nord. „Damit sich das Vorhaben nicht insgesamt verzögert, haben wir uns dafür entschieden, die Modernisierung in zwei Phasen anzugehen.“

Die erste Phase der Bauarbeiten wird während der Generalsanierung der rechten Rheinstrecke im Jahr 2026 stattfinden. Hier werden alle Arbeiten sowie Vorbereitungen getroffen, welche kein Planrechtsverfahren benötigen. „Der barrierefreie Ausbau der Station durch die Erreichbarkeit des Mittelbahnsteiges ist in dieser ersten Phase leider noch nicht herzustellen, da hier das Planrecht erforderlich ist“, sagt ein DB Sprecher. Diese Baumaßnahme solle daher in der zweiten Phase erfolgen, deren Planung, Finanzierung und Terminierung aufgrund des Planfeststellungsverfahrens aktuell noch nicht möglich sei, so die DB. Man wolle dies gemeinsam mit der Stadt Unkel und dem SPNV-Nord angehen.

In dieser zweiten Phase soll für die Erreichung der Barrierefreiheit ein Aufzug von der Personenunterführung zum Mittelbahnsteig installiert werden, wofür der Mittelbahnsteig baulich angepasst werden muss. Zudem überprüft eine Machbarkeitsstudie zurzeit, ob die Bausubstanz der bestehenden Personenunterführung geeignet ist, um in Richtung Rabenhorststraße verlängert werden zu können. Mit einer Rampe soll dann die Personenunterführung mit der Rabenhorststraße verbunden werden. Damit wird ein barrierefreier Zugang zum Pendlerparkplatz am ehemaligen Güterbahnhof und zum Ortsteil Scheuren hergestellt. Dafür muss der Straßenraum verkleinert werden.

„Wir sind der Stadt Unkel sehr dankbar, dass sie sich bereit erklärt hat, für eine bessere Erschließung der Station ihren Straßenraum einzuschränken“, sagt SPNV-NordVerbandsdirektor Thorsten Müller. „Bisher ist es für die Fahrgäste sehr umständlich, den Bahnhof in oder aus Richtung Parkplatz bzw. Scheuren zu erreichen. In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass Personen die Gleise überquerten, um den Weg abzukürzen. Es ist zu hoffen, dass durch die Verlängerung der Personenunterführung dieses Sicherheitsrisiko zukünftig ausgeschlossen wird.“

Pressemitteilung SPNV-Nord

Weitere Themen

Symbolbild. Foto: Mario Hoesel - stock.adobe.com Foto: Mario Hoesel - stock.adobe.com

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, kann man in aktueller Sache in Neuwied sehen. Hier wurden im Rahmen einer Schulhofumgestaltung 3 nachweislich verkehrssichere gesunde 100 Jahre alte...
  • Koblenzer Bürger: Die Forderung der FDP, die Baumschutzsatzung abzuschaffen, ist ein längst überfälliger Schritt gegen staatliche Überregulierung. Es ist widersprüchlich, Hauseigentümer auf dem eigenen Grund und Boden...
  • Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, haben wir in aktueller Sache in Neuwied gesehen. Hier wurden an einer Schule im Rahmen einer Umgestaltung 3 einhundert Jahre alte nachweislich gesunde...
  • Boomerang : Seit 2011 eine Frau durch einen herabstürzenden Ast in d Rheinanlagen ums Leben kam will keiner mehr für die Sicherheit verantwortlich sein. Mit alten Bäumen ist es wie mit alten Menschen, die können weg und machen nur Arbeit.
  • Bernd Hilger: Und wann wird sie für den Verkehr freigegeben ?
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Daueranzeige 2026
Innovatives rund um Andernach
Zukunft trifft Tradition KW 10
Stellenazeige ausgebildete Hauswirtschafter
Rund ums Haus
Thomas Scharbach
Empfohlene Artikel

Koblenz. Am 23. März 2026 beginnen die Sanierungsarbeiten an der Fahrbahn der B 42 zwischen Urbar und Koblenz-Ehrenbreitstein. Zunächst werden Verkehrsteilnehmer durch gelbes Blinklicht auf vorbereitende Arbeiten, wie den Abbau der Querungshilfe bei Ehrenbreitstein, Umbauten der Bordanlage im Randbereich der Standspur und den Aufbau der Verkehrsführung, aufmerksam gemacht. Die eigentlichen Sanierungsarbeiten starten mit den Fräsarbeiten am 30. März 2026 auf diesem Streckenabschnitt.

Weiterlesen

Erpel. Erpel am Rhein ist weithin als „Herrlichkeit Erpel“ oder auch „die alte und freie Herrlichkeit“ bekannt. Der Ort steht für ein lebendiges Miteinander, Brauchtum und Mittelrheinromanik. Aber in letzter Zeit ist es mit dieser Herrlichkeit in Erpel nicht weit her. Viele Bürgerinnen und Bürger klagen über ein Ärgernis, das das Wohlgefühl im Ort empfindlich stört: Hundekot auf den Straßen, Gehwegen und in unmittelbarer Nähe von Kita und Grundschule.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Betrugsversuch im Bereich der Polizei Westerburg, der wohl auch überregional so stattfindet

06.03.: Betrugsmasche nach Todesfall: Polizei mahnt Hinterbliebene zur Vorsicht

Westerburg. Die Polizei Westerburg möchte auf eine besondere Form des Betruges hinweisen, der in dieser oder ähnlicher Form vermutlich auch überregional stattfindet: Ein Geschädigter teilte mit, dass er einige Monate nach dem Tod seiner Ehefrau durch eine vermeintliche Firma kontaktiert wurde. Diese gab an, dass seine Ehefrau kurz vor ihrem Tode Verbindlichkeiten eingegangen wäre, welche nun noch offen stünden.

Weiterlesen

Speyer. Am Freitagabend eskalierte ein Streitgespräch zwischen zwei Personen am Postplatz in Speyer. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung stach ein 18-Jähriger aus Dudenhofen mit einem Messer in Richtung seines 18-jährigen Kontrahenten aus Waldsee. Dieser wurde dadurch im Bereich des Bauches verletzt.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Kreishandwerkerschaft
Imageanzeige
Imageanzeige
Dauerauftrag Imageanzeige
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Bad
MAYA Azubi Messe
Start in den Frühling
MAYA
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, März 2026
Zukunft trifft Tradition KW 10
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0005#
Innovatives rund um Andernach
Slimbelly
Stellenanzeige Küchenleitung
Anzeige "Rund ums Haus"
Kreishandwerkerschaft
Christoph Rosenbaum
Stellenazeige Hauswirtschaftliche Hilfskräfte Teilzeit