Möhnen Ewig Jung Höhr-Grenzhausen
„Möhn‘ zu sein, heißt anderen Freude zu bereiten“
Verein feiert 66-jähriges Bestehen - 6 mal 11-Jubiläumssitzung an Schwerdonnerstag, 8. Februar, 15.11 Uhr
Höhr-Grenzhausen. Ein Damenstammtisch in der Wirtschaft Rünz (im Volksmund Rünze Lis‘) hatte im Jahre 1952 die Idee, auch in Höhr einen Möhnen-Verein zu gründen.
In Grenzhausen gab es schon die Gräulich-Bläulichen Möhnen, und sie sagten sich, was die können, das können wir auch. Gesagt getan, und die Idee wurde schnell in die Tat umgesetzt. Einen Namen für den Verein zu finden, war gar nicht schwer, denn es schmeckte ein Likörchen sehr. Es trug den Namen „Ewig Jung“. Nach jedem Gläschen fühlten sie sich jünger. Was lag da näher, dem neuen Verein auch diesen Namen zu geben.
Somit gab es einen Möhnenverein in Höhr mit dem Namen „Ewig Jung Höhr“. Man startete mit vollem Elan, und 1953 war es dann soweit. Die erste Sitzung wurde im damaligen Ali-Saal in der Schneebergstraße abgehalten. Als erste Obermöhn‘ wurde Else Leinert (Leinert’s Elsje) gewählt, der in den vergangenen 66 Jahren noch sieben weitere Damen folgten. Seit 2016 steht Doris Hübner als amtierende Obermöhn‘ in der Jubiläums-Session auf der Bühne.
Viele langjährige Mitglieder
Martina Müller heute hat als vierte Vorsitzende das Amt inne und wird von den restlichen Elferratsmitgliedern Christiane Vogel, Bärbel Rembs, Sabine Blau, Jutta Schmidt, Elfriede Schäfer, Margret Müller, Christa Becker, Kerstin Wiese, Saskia Konz und Diana Bensing tatkräftig unterstützt. Dass der Name „Ewig Jung“ zu Recht getragen wird, beweist, dass alle drei Vorgängerinnen noch aktiv im Verein tätig sind. Über die sechs mal elf Jahre erfolgten einige Änderungen, wie die Verlegung der Schwerdonnerstagssitzung ins „Vereinshaus“ dem heutigen Till Eulenspiegel. Auch die „Verbannung der Männer“ wurde gelockert, und heutzutage sind Männer herzlich willkommen. Beim aktuellen Stand von 60 Mitgliedern sind 35 aktiv, sogar drei Männer stehen mit auf der Bühne.
„Möhn‘ zu sein, heißt anderen Freude zu bereiten“, so Sabine Blau, die bis vor zwei Jahren Obermöhn‘ war.
Mit viel Engagement sind die Damen im Gründersinne dabei. Sie stehen für die Erhaltung des Brauchtums Karneval, egal ob für Frau oder Mann, ob für Höhr oder Grenzhausen.
In den Tanz- und Gesangsgruppen sowie als Solisten bei Reden und Sketchen sind Damen im Alter von 21 bis 80 dabei. Die für 53 Jahre Mitgliedschaft als Ehrenmitglied ernannte Erika Horz gründete die heute noch bestehende Tanzgruppe „Erika“. Die „Nicole-Dancers“ vereinen aktuell Damen von 20 bis 60 Jahren und beweisen damit, dass Höhrer Möhnen „Ewig Jung“ bleiben. Doris Hübner ist zu Recht stolz auf ihre Mannschaft, die ein lustiges und abwechslungsreiches Sitzungsprogramm bietet.
Und wenn nach einer erfolgreichen Sitzung alle Anspannung abfällt, ist die Teilnahme am Karnevalsumzug sonntags in Höhr-Grenzhausen für Alle das Tüpfelchen auf dem I.
Auch unterjährig gibt es keine Rast und Ruh. Teilnahmen an Stadtmeisterschaft der Schützen, Weihnachtszauber sowie Tagesfahrten und Ausflüge mit Familie oder den Möhnenschwestern aus dem Stadtteil Grenzhausen, stehen auf der Tagesordnung.
Die Möhnen Ewig Jung sind ein wichtiger kultureller Bestandteil Höhr-Grenzhausens, wobei die Schwerdonnerstagssitzung der Höhepunkt ist und bleibt. Interessierte können sich an Doris und Martina oder andere bekannte Mitglieder wenden. Karten für die 6 mal 11-Jubiläumssitzung an Schwerdonnerstag, 8. Februar, 15.11 Uhr, gibt es bei Elfriede Schäfer, Tel. (0 26 24) 35 62, Saskia Konz, Tel. (0 26 24) 9 43 74 36 oder direkt im Till Eulenspiegel mittwochs von 19 bis 20 Uhr.
Gegründet wurde der Verein 1952.
Die erste Sitzung fand 1953 statt.
