Bruder Lukas Ruegenberg OSB feierte 90. Geburtstag
Mönch, Maler, Sozialarbeiter
Der gebürtige Berliner kam 1951 nach Maria Laach, wo er als Künstler und Sozialarbeiter tätig war
Maria Laach. Mit einem feierlichen Hochamt und einem anschließenden Empfang in der Aula feierte die Benediktiner Abtei Maria Laach am Samstag den 90. Geburtstag von Bruder Lukas Ruegenberg OSB. Der gebürtige Berliner wuchs in Charlottenburg auf und wurde noch vor dem Kriegsende als Flakhelfer eingezogen. Der Schrecken des Nationalsozialismus prägte sein Leben und sein künstlerisches Schaffen. Als Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern (u. a. „Jakob der Lügner“) setzte er sich mit den Themen Holocaust und Nationalsozialismus auseinander. Nach dem Krieg studierte er an der Berliner Kunstakademie freie Malerei. Das künstlerische Talent ist ein Erbe des Großvaters mütterlicherseits, Ernst Windhoff. 1958-62 schloss Bruder Lukas ein Zweitstudium in Kirchenmalerei an.
Die zweite Berufung
Nach dem Studium in Berlin entschloss er sich, seiner zweiten Berufung zu folgen: Er legte seinen bürgerlichen Namen Alfred Ruegenberg ab und trat als Bruder Lukas in den Benediktinerorden ein. So führte ihn sein Lebensweg 1951 nach Maria Laach. Hier konnte er als Künstler und als Sozialarbeiter tätig sein. Seit 1965 engagiert er sich in Köln. 1972 entstand im Stadtteil Bilderstöckchen ein Jugendprojekt, das die Stadt initiiert hat und das bis heute untrennbar mit seinem Namen verbunden ist: der Kellerladen. Auch der 90-jährige verbringt regelmäßig Zeit mit den Mitgliedern des Kellerladens, die im Laufe der Jahre, zu engen Freunden wurden.
Freundschaft und Vertrauen waren die Schlüsselworte aller Reden, die am Samstag zu Ehren seines Geburtstags gehalten wurden. Gernot Mittler als Vorsitzender des Vereins der Freunde der Benediktinerabtei, der frühere Abt Benedikt Müntnich, Prior Abt Andreas Werner und Johannes Bell als Vertreter Verbandsgemeinde setzten in ihren kurzen Ansprachen unterschiedliche Schwerpunkte, waren sich aber mit den Geburtstagsgästen aus Köln einig: Danke für Vertrauen und tiefe Freundschaft. Und: Du wirst noch gebraucht!
Das sieht der Jubilar, der über eine gehörige Portion Humor verfügt und sich sein Berliner Selbstbewusstsein nach langen Jahren in der Eifel erhalten hat, zum Glück genauso. Die Gesundheit ist stabil, die Sehkraft nach einer Operation wieder hergestellt, die Schaffenskraft ungebremst. Es gibt noch viel zu tun, Bruder Lukas!
Geburtstagsständchen: Ein Freund, ein guter Freund – das ist das Wichtigste auf der Welt!
Sonnenblumen zum Dank für Vertrauen und tiefe Verbundenheit.
In der Aula der Abtei Maria Laach versammelten sich viele Freunde und Gäste, um Bruder Lukas Danke für Freundschaft und Vertrauen zu sagen.
Gemeinsam wollten sie alle zusammen mit Bruder Lukas seinen Ehrentag feiern.
Bruder Lukas (l.) und Prior Abt Andreas Werner.
