Katholische Kirchengemeinde Remagen feierte das Fronleichnamsfest mit großer Prozession
Monstranz unter dem Baldachin getragen
Remagen. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung feierte die Katholische Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul Remagen am Donnerstag das Fronleichnamsfest. Eröffnet wurde das Fest mit einem Festgottesdienst auf dem Grundschulhof. Zelebriert wurde die Festmesse auf dem Schulhof vom leitenden Remagener Pfarrer Frank Klupsch und von Pater Cornelius von der Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe vom Apollinarisberg. Die Prozession ging im Anschluss an die Messe auf dem Schulhof zunächst zum Altar vor der Seniorenresidenz, wo zahlreiche Bewohner bereits auf die Prozession warteten. Pastor Klupsch grüßte vor allem die vielen Bewohner der Residenz, die nicht vergessen werden, „denn sie gehören zu uns“, so Klupsch.
Auch die Evangelische Kirchengemeinde war an der Prozession beteiligt. Eine große Anzahl von Bürgern nahm an der Prozession teil. An den jeweiligen Stationen wurde der Segen Gottes gespendet. Angeführt wurde die Prozession von den Messdienern und den Kommunionkindern. In Remagen waren traditionell die Schützen der Sankt Sebastianus Schützengesellschaft Remagen um Präsident Wolfgang Strang vertreten - durch über 40 Schützen in Tracht mit Schützenkönig Heini Scheil mit Königin sowie einige Schülerschützen um Tommy Pieper und René Heck. Der Leib Christi wurde in der Monstranz von den Geistlichen unter dem Baldachin durch die Straßen der Stadt getragen. Durch die Stadt zog die Prozession im Anschluss zur Pfarrkirche, wo der Abschlusssegen gegeben wurde.
Die Anregung zum Fronleichnamsfest entstammt einer Vision der heiligen Augustinernonne Juliane von Lüttich und wurde 1246 im Bistum Lüttich eingeführt. Am 11. August 1264 erhob Papst Urban IV., zuvor Erzdiakon von Lüttich, Fronleichnam als das Fest des Leibes Christi zum allgemeinen kirchlichen Fest. Thomas von Aquin war an dieser Enzyklika wesentlich beteiligt und hat die Texte für das Offizium und die Messe zusammengestellt. Die Dominikaner haben die Ausbreitung dieses Festes stark gefördert. 1311 wurde es unter Papst Clemens V. auf dem Konzil von Vienne bestätigt und 1317 unter Papst Johannes XXII. endgültig weltweit angeordnet. 1264 fanden in Rom, Münster und Orvieto die ersten Fronleichnamsprozessionen statt, 1273 in Benediktbeuren, 1274 in Köln und 1276 in Osnabrück. Gerade die Fronleichnamsprozession versinnbildlicht gelebtes Christentum: Zum Ende des Osterfestkreises symbolisiert sie den christlichen Lebensvollzug, das gläubige Ziehen durch die Zeit, dem ewigen Vater entgegen.
AB
Der Leib Christi wurde in der Monstranz von den Geistlichen unter dem Baldachin durch die Straßen der Stadt getragen.
Die Prozession ging zunächst zum Altar vor der Seniorenresidenz, wo zahlreiche Bewohner bereits auf die Prozession warteten.
