Fördervereine laden zu interessanter Exkursion ein
„Montane Kulturlandschaft Erzgebirge“ erkunden
Von Mittwoch, 17. bis Sonntag, 21. Oktober
Bendorf-Sayn. Zu einer spannenden Exkursion nach Freiberg und in die Montanregion Erzgebirge laden die Fördervereine der Sayner Hütte und des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums ein. Die Bus-Fahrt beginnt am Mittwoch, dem 17. Oktober und endet am Sonntag, 21. Oktober.
Die Fördervereine aus Bendorf hatten im Zuge neuerlicher Bauforschung zur Hochofentechnik der Sayner Hütte und den Bestrebungen, das außergewöhnliche Denkmal der Industriekultur auf die UNESCO Welterbe-Liste zu bringen, Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg geknüpft. Prof. Dr. Helmuth Albrecht (Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte an der Bergakademie Freiberg) konnte insbesondere im Rahmen der Industriearchäologie wertvolle Erkenntnisse zum Thema Sayner Hütte und technische Denkmalpflege beisteuern.
Im vergangenen November folgte Museumsleiterin Barbara Friedhofen in Begleitung der Vorsitzenden des Freundeskreises, Rehlinde Glöckner, einer Einladung der TU in Freiberg zu einem Vortrag über die Sayner Hütte. Dabei informierten sich die beiden Vertreterinnen aus Bendorf-Sayn auch über den inzwischen fertiggestellten Welterbeantrag der „Montanen Kulturlandschaft Erzgebirge“, der ebenfalls von einem Förderverein begleitet wird. Die Montanregion verdeutlicht in diesem Zusammenhang den bedeutenden Austausch einer grenzübergreifenden Bergbauregion (Deutschland und Tschechien) und ist zugleich eine wertvolle Quelle für das heutige Wissen über montane Technologien und die dazugehörigen gesellschaftlichen und baulichen Strukturen. Genau hier treffen sich die Interessen der Montanregion und der Sayner Hütte.
Die vielfältigen Denkmäler der Technikgeschichte in Freiberg und in der Region inspirierten die beiden Freundeskreise zu der nunmehr geplanten Exkursion.
Das Programm umfasst nach der Ankunft in der Silberstadt Freiberg einen geführten Rundgang durch die historische Altstadt. Mehr als 800 Jahre gruben hier Bergleute nach Silber und Erzen. Mit dem komplett restaurierten und denkmalgeschützten Altstadtkern, umrahmt von Teilen der historischen Stadtmauer und ihren wehrhaften Türmen, gilt Freiberg als eine der schönsten Städte Sachsens. Zugleich findet man in Freiberg aber auch gleich vier der weltberühmten Gottfried-Silbermann-Orgeln.
Der nächste Tag steht im Zeichen bergmännischer Tradition, unter anderem mit Besichtigungen der Schachtanlage Alte Elisabeth, der Reichenzeche und des Schwarzenberg-Gebläses. Der dritte Tag beinhaltet eine Busfahrt nach Annaberg-Buchholtz über Halsbrücke und Muldenhütten. Nach Erkundungen der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten geht es weiter in die Bergstadt Marienberg. Auf dem Rückweg nach Freiberg steht eine Besichtigung des Frohnauer Hammers aus dem 17. Jh, dem ältesten Schmiedemuseum Deutschlands, auf dem Programm.
Am Samstag sind Führungen in Schloss Freudenstein, unter anderem der Ausstellung Terra Mineralia geplant, bevor der Bus die Expeditionsteilnehmer am Nachmittag in die erzgebirgische Spielzeugstadt Seiffen bringt. Spitzgiebelige Erzgebirgshäuschen bieten den malerischen Rahmen für die kunsthandwerkliche Fertigung der bekannten Seiffener Pyramiden, Räuchermännchen und Schwibbögen. Die Rückfahrt am Sonntag sieht eine Pause in Weimar vor.
Informationen zur Anmeldung
Anmeldungen an: Freundeskreis Sayner Hütte e.V., Förderkreis Rheinisches Eisenkunstguss-Museum, Abteistraße 1 (Rheinisches Eisenkunstguss-Museum), Bendorf/Rhein.
Weitere Informationen unter Tel.: (0 26 22) 90 29 13 und touristinfo.sayn@bendorf.de. Neben den Vereins-Mitgliedern können auch interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Exkursion teilnehmen.
Pressemitteilung
Freundeskreis Sayner Hütte e.V.