Allgemeine Berichte | 09.08.2013

Öffnungszeiten des Freibades bleiben garantiert

Monte mare im Dialog

Generalbetriebsleiter Kai Steuernagel stellt sich den Fragen der betroffenen Bürgerinnen & Bürger

Der Generalbetriebsleiter der monte mare Unternehmensgruppe steht den Rheinbacher Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort (v.li.: Kai Steuernagel, Peer Schwetzler und Thomas Bodenlos).

Rheinbach. Sommer, Sonne, 30 Grad, Ferien und ein garantiert täglich geöffnetes Freibad von 10 bis 20 Uhr. Das ist eines der Ergebnisse einer Bürgerversammlung im Himmeroder Hof zum Thema monte mare im Juli diesen Jahres. Die Stadt und die Politiker reagierten damit auf die Sorgen und auf den Ärger vieler Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger z.B. über die Öffnungszeiten des Freibades. Mit dabei war auch Kai Steuernagel, Generalbetriebsleiter und Mitglied der Geschäftsführung. Sehr engagiert trugen die Teilnehmer der öffentlichen Versammlung ihre Anliegen vor.

Über die Fülle der vielfältigen Beschwerden und den Unmut war wohl der Generalbetriebsleiter der Geschäftsführung einigermaßen beeindruckt und bot ein vermittelndes Gespräch mit der Leitung des monte mare Rheinbach an. Zuvor sicherte er die täglichen Öffnungszeiten des Freibades bis Ende August zu. In den Jahren vorher war die Öffnung des Freibades immer wieder ein Ärgernis für die täglichen Freizeit-Schwimmerinnen und Schwimmer.

Oft war bis mittags noch nicht klar, ob das Freibad offen hat oder nicht. Ca. 20 Interessierte konnte Kai Steuernagel in dieser Woche zu einem Termin mit den Verantwortlichen des Rheinbacher Schwimmbades als Hausherr begrüßen. Peer Schwetzler, Betriebsleiter, und Thomas Bodenlos standen ebenfalls als Diskussionspartner zur Verfügung.

Einleitend stellte Kai Steuernagel die Geschäftspolitik der monte mare Unternehmensgruppe vor und verwies bei allem Verständnis für die Kritik auf das Erfordernis einer wirtschaftlichen Führung der Bäder. Während der Sauna- und Wellnessbereich wirtschaftlich effizient und ertragreich dasteht, stellt das Freibad auf der einen Seite ein Bezuschussungsgeschäft dar, trägt aber auf der anderen Seite zum Gemeinwohl bei. „Etwaige Änderungsvorschläge müssen deshalb sehr sorgfältig abgewogen und einer kritischen Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden“, erläuterte Steuernagel. Er war von Beginn der Gesprächsrunde an um Sachlichkeit und Verständnis bemüht und stellte in Aussicht, für das eine oder andere Problem sicher eine Lösung zu finden. Steuernagel verteidigte variable Öffnungszeiten des Freibades nach den Ferien, denn bei schlechtem Wetter und 10 bis 15 Besuchern rechnet sich das Freibad bei einem erforderlichen Personaleinsatz von drei bis vier Kräften nicht. In lockerer Diskussion stellten die Teilnehmer dann ihre Hauptanliegen, Probleme und Ärgernisse dar.

Die reichten von einer unmöglichen Liegewiese, klemmenden Duschkabinentüren, mangelnden Sitzgelegenheiten, fehlender Aufsicht und Nichtbesetzung der Kasse bis hin zu unsportlichen Verhalten im Hallenbadbereich. Aber es gab nicht nur Kritik an diesem Abend, sondern auch Verbesserungsvorschläge und Lob für die Mitarbeiter. So wurde z.B. vorgeschlagen, zugunsten des Freibades, die Preisgestaltung im Hallenbad kritisch zu überprüfen. Eine Aufsicht im Freibad könnte den immer wieder vorkommenden Vandalismus von Jugendlichen unterbinden. Außerdem wäre es hilfreich, wenn für Familien mit Kleinkindern die Tür zum Freibad geöffnet würde, denn das Drehkreuz stellt ein wahres Hindernis für die Kinderwagen dar. Vertreter der Sportgruppen, die Kinder und Erwachsene trainieren, baten um Prüfung der ihrer Ansicht nach zu hohen Eintrittspreise. Kritik gab es auch zu den Abläufen im Hallenbad. Öfters gäbe es „Kollisionen“ mit den Sportschwimmern, die auf ihre Bahn beharren und den „Laienschwimmern“, die ihrerseits ihre Bahnen ziehen. Klargestellt wurde von Peer Schwetzler, dass die Badeaufsicht befugt ist, bei Bedarf einzugreifen. Allerdings gibt es für die Benutzung des Hallenbades keine „Straßenverkehrsordnung“, die die Schwimmrichtung vorschreibt. Hier sei gegenseitige Rücksichtsnahme und Verständnis von beiden Seiten gefragt. Sehr wohlwollend wurde der Vorschlag eines Teilnehmers der Gesprächsrunde aufgenommen, probehalber eine Doppelbahn als „Kreisverkehrsbahn“, auch für „normale“ Schwimmer auszulegen. Am Ende der Veranstaltung gab es auf beiden Seiten zufriedene Gesichter. Kai Steuernagel stellte klar, dass es, auch im Einklang mit dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Kostendeckung, für einige angesprochene Probleme Lösungen geben wird. Die Gesprächsrunde habe auch für ihn positive Ansatzpunkte ergeben, die kurzfristig geprüft werden. Über das Ergebnis der Prüfungen, war umsetzbar und machbar ist will der Generalbetriebsleiter am 22. August um 19 Uhr im monte mare Rheinbach informieren. Abschließend stellte Kai Steuernagel fest, dass auch er an diesem Abend viel gelernt habe. Stein

Der Generalbetriebsleiter der monte mare Unternehmensgruppe steht den Rheinbacher Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort (v.li.: Kai Steuernagel, Peer Schwetzler und Thomas Bodenlos).

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