Allgemeine Berichte | 19.07.2016

Projektag der Sängergruppe Süd des Chorverbands Westerwald

„Moove and groove“

120 Teilnehmer, die sich von neuen Ideen von Markus Dettermann inspirieren ließen und das gute Gefühl mit nach Hause nahmen, dass gemeinsames Singen, mit Bewegung kombiniert, viel Spaß gemacht hat. IFD

Stahlhofen. „Moove and groove“ – so der Name des diesjährigen Projekttages der Sängergruppe Süd vom Chorverband Westerwald. Heraus kam ein junges dynamisches Wandelkonzert unter der Gesamtleitung von Markus Detterbeck und Konstantin Funk, in dem der Workshop-Chor zeigte, wie jung und modern Chorgesang - und vor allem mit Körpereinsatz - daher kommen kann. Unterstützt wurden sie vom dem ausrichtenden Gesangverein (GV) Stahlhofen, dem Männergesangverein (MGV) Gackenbach, dem Männerchor (MC) Horbach und dem gemischten Chor Bene Cantare.

„Meist einmal im Jahr bieten wir einen Projekt- oder Workshoptag mit thematischen oder stimmlichen Inhalten an“, erläuterte Alfred Labonte, Vorsitzender des Chorverbandes Westerwald. Das Angebot ist vorwiegend an alle Sänger und Sängerinnen der 27 Chöre gerichtet, die der Sängergruppe Süd angehören und dient der Erweiterung des Horizonts zu chormusikalischen Möglichkeiten und Verbesserung der gesanglichen Fähigkeiten. Vor allem aber soll es Spaß und Begeisterung am Singen vermitteln. In diesem Jahr war der Gesangverein aus Stahlhofen der Gastgeber und stand vor einer großen Herausforderung: 120 Teilnehmer hatten sich angemeldet. Es galt sicher zu stellen, dass die Gäste sich wohlfühlen und sich gleichzeitig um die Vorbereitungen für das Abschlusskonzert am gleichen Abend in und um die Kirche zu kümmern. Um es gleich vorweg zu nehmen: Den Teilnehmern gefiel es in Stahlhofen sehr gut und Marco Diel, Vorsitzender des GV Stahlhofen war begeistert: „Es ist eine tolle Erfahrung, sich aufeinander verlassen zu können und zu merken, dass noch viel mehr Hände mit anpacken, als wir erwartet hätten. Ihnen gebührt mein Dank.“

Unterkunft und Verpflegung waren also bestens geregelt, doch was genau versteckte sich hinter „Moove and groove“ noch? Mit Markus Detterbeck und Konstantin Funk standen dem Projekttag zwei Männer vor, die Musik quasi leben. Detterbeck ist ein europaweit anerkannter Musikpädagoge und Chorleiter und Konstantin Funk ein junger aufstrebender Komponist, der derzeit evangelische Theologie und Musik mit Hauptfach Klavier und Nebenfach Gesang studiert. Beide arbeiteten engagiert mit den motivierten Workshop-Teilnehmern, es entstand ein eintägiger Projektchor.

Das Abschlusskonzert begann in der St. Wendelin-Kirche mit vorwiegend sakralen Liedern. Den eindeutigen Höhepunkt setzte dabei der Jubelruf „Jubilate“ aus der Feder von Markus Detterbeck, in dem vor allem Anna-Lena Diel als Solistin Akzente setzte. Gemeinsam mit dem GV Stahlhofen stand sie im hinteren Kirchenschiff, der Projektchor im Altarraum. Im Wechsel jubilierten sie von zwei Seiten, später zusammen; es war ein herrliches Klangergebnis.

Nach einer kurzen Pause wandelten Akteure und Zuschauer auf den Kirchenvorplatz. Dort wurde es wesentlich lebendiger. Alle Chöre präsentierten weltliches, modernes Chorgut. Rap und Schlager, ein klemmendes Grammophon und afrikanische Musik mit evolutionsunbekannten Brumm- und Fauchtieren (Aussage Dirigent Volker Diel), mit herzerfrischendem, jungem und begeisterndem Ergebnis. Ein ums andere Mal war die Mithilfe der Zuhörer gefragt. Bereitwillig ließen sie sich von den einzelnen Chordirigenten Detterbeck, Funk, Volker Diel und Marco Herbert in die Vorträge einbinden, betätigen sich mal als „Buschtrommel“, wahlweise als „Stampfer“ oder gaben lautstarke Unterstützung durch rhythmisches Klatschen. Zum Ende einen mitreißenden Konzertes waren Sänger und Zuhörer so inspiriert, dass sie gemeinsam sangen und tanzten – „moove and groove“ eben.

Ein Männerchor, der rappt, und auch klemmende Grammophone musikalisch am Laufen hält.

Ein Männerchor, der rappt, und auch klemmende Grammophone musikalisch am Laufen hält. Foto: Picasa

„Moove and groove“

120 Teilnehmer, die sich von neuen Ideen von Markus Dettermann inspirieren ließen und das gute Gefühl mit nach Hause nahmen, dass gemeinsames Singen, mit Bewegung kombiniert, viel Spaß gemacht hat. Fotos: IFD Foto: Picasa

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Kommentare
02.08.201614:07 Uhr
Bernhard Josef Oster

Man spürt sofort das Grippeln,Singen in der Gemeinschaft macht Spass und Freude.Und die Anstrengung das immer wiederholen der Liedtexte, man merkt es hat sich für jeden einzelen Sänger beim Abschlusskonzert gelohnt.Der Applaus war allen gewiss.

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