Klang der Weihnacht
Mosella Oberfell begeistert mit Weihnachtskonzert
Oberfell. „Erst wenn Weihnachten im Herzen liegt, dann liegt Weihnachten in der Luft". Mit diesen Worten wurde das nunmehr vierte Weihnachtskonzert der Mosella eröffnet und sofort unter ein Motto gestellt. Die Mosella und der Förderverein wollten das Publikum mit Musik und weihnachtlichen Geschichten den Vorweihnachtsstress vergessen machen und Weihnachten einleuten. So ging um 19 Uhr in der liebevoll geschmückten und beleuchteten St. Nikolaus Kirche in Oberfell das Licht aus und unter Paukenschlägen erklang aus allen Ecken „Adeste Fideles" bevor Jonas Endris als „Little Drummer Boy" durch den Mittelgang auf die Bühne schritt und das Konzert eröffnete.
Ganz feierlich wurde es dann mit berührenden Stücken wie „Von guten Mächten wunderbar geborgen" oder „The First Noel", während „Feliz Navidad" beschwingt für mitklatschendes Publikum sorgte. Als dann während John Lennons „Merry X-Mas (War is Over)" der Kinderchor im Mittelgang erschien und die letzten Zeilen mitsang um direkt danach „Rudolph The Red-Nosed Reindeer" anzustimmen, gab es im Publikum kein Halten mehr und unter viel Applaus wurde in eine 20-minütige Pause übergeleitet.
Zweite Hälfte begann mit einer Geschichte
Nachdem sich alle mit Würstchen, Mettbrötchen, Wein und Glühwein gestärkt hatten, begannen die Moderatorinnen Nicole Endris, Sabine Meurer und Michaele Deisen die zweite Hälfte mit einer Geschichte über eine Familie, die aus dem sonnigen Moseltal in den nebligen Hunsrück zieht und dort ganz schön mit dem Schnee zu kämpfen hat. Doch nicht nur diese Geschichte wurde erzählt, die Moderation hat es immer geschafft, mal auf humorvolle, mal auf emotionale Weise von Lied zu Lied überzuleiten und so das Konzert erst zu dem gemacht, was es war.
Dann wird von einem roten Strümpfchen erzählt, das voller Hoffnung steckt, von kleinen Kerzen, die ganze Räume erhellen können oder von Weihnachtsplätchen, die so lange in der Nachbarschaft weiter verschenkt werden, bis sie wieder beim ursprünglichen Besitzer angekommen sind. Musikalisch erwartete die Zuhörer eine wilde "Petersburger Schlittenfahrt" und zum Schluss das feierliche "Highland Cathedral", welches unter Pauken- und Beckenschlägen die Kirche zum Beben brachte. Der 1. Vorsitzende der Mosella Jan Fischer lobtte alle Beteiligten aber vor allem den Dirigenten Helmut Zimmer, der wieder einmal das Beste aus der Mosella herausgeholt hat und überreichte ihm symbolisch einen Kringel Fleischwurst für all die schiefen Töne, die er während der langen Probezeit ertragen musste. Dann wurde die Kirche ganz dunkel und Nicole Endris las die Weihnachtsgeschichte vor.
Die Mosella spielte als krönenden Abschluss „Stille Nacht" und Weihnachten lag endlich in der Luft und in den Herzen. Nach einer Zugabe mit Leonard Cohens „Hallelujah" und „O du fröhliche" ging das Licht in der Kirche wieder an und das vierte Weihnachtskonzert war beendet. Ohne das Publikum wäre das Konzert nicht das, was es ist.
Die Zuhörer machen die Kirche seit vier Jahren bis auf den letzten Platz voll und motiviert den Chor jedes Jahr erneut das Beste und mehr zu geben.
Die Moderatorinnen wussten stets gut von Lied zu Lied überzuleiten.
