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Abwechslungsreiche Wandertouren durch den Westerwald

Motive, Mythen und Mammutbäume

29.05.2020 - 12:18

Westerwald. Zurzeit gewinnt eine Sportart immer mehr Anhänger: Das Wandern. Bei dem fantastischen Wetter der letzten Wochen ist das kein Wunder – beim Wandern ist man an der frischen Luft und kann bei strahlendem Sonnenschein mitten in der Natur beobachten, wie sich langsam der Sommer über Wald und Flur verbreitet. Ob allein, zu zweit oder in der Familie, beim Wandern ist für jeden etwas dabei. Dabei muss es nicht gleich eine anstrengende Bergtour oder der 30-KM-Tagesmarsch sein, je nach Länge und Schwierigkeitsgrad können sogar Kinder und körperlich wenig belastbare Personen an kleinen Wanderungen teilnehmen.

Grade der Westerwald bietet Wanderern ein sehr vielseitiges und abwechslungsreiches Angebot an möglichen Routen, Ausflugszielen und Themenbereichen. Von der Westerwälder Seenplatte mit ihren idyllisch blau leuchtenden Wasserflächen über die tiefgrünen Wälder bis hin zu sagenumwobenen Felsformationen und keltischen Grabmälern – in der Wanderregion Westerwald findet sich etwas für jedes Interesse. Zusammen mit dem Blogger und Fotografen Reiner Lemmer hat BLICK aktuell ein paar der schönsten Wanderrouten für euch heraus gesucht:


Die Drei-Weiher-Tour für die ganze Familie


Startpunkt: Parplatz am Campingplatz Freilingen

Kilometer: ca. 4 km

Kategorie: leicht

Diese Wanderung ist nur etwa 4 Kilometer lang und damit auch für kleine Kinder gut zu schaffen. Diese kurze Runde um Hausweiher, Brinkenweiher und Postweiher ist dennoch absolut einzigartig, schließlich kommen die Kurzstreckenwanderer an dreien der insgesamt sieben Weihern der Westerwälder Seenplatte vorbei. Für Hobbyfotografen ist diese Route ein Traum – es reiht sich ein fantastisches Motiv an das nächste. Die Wanderung beginnt am Parkplatz beim Campingplatz Freilingen und verläuft über Hofgut Schönerlen am Hausweiher entlang. Der Wanderweg quert die B8 und verläuft an Brinken- und Postweiher entlang zurück zum Parkplatz beim Campingplatz in Freilingen. Diese Tour, die eigentlich eher ein längerer Spaziergang ist, ist auch hervorragend für Senioren geeignet oder als Zwischenstopp auf einem größeren Ausflug.


Mit Goethe ins Lahn- und Gelbbachtal blicken


Startpunkt: Parkplatz an der Lahnbrücke in Obernhof

Kilometer: ca. 10 km

Kategorie: mittelschwer

„Nur wo du zu Fuß warst, bist du gewesen“, sagte einst Johann Wolfgang von Goethe - und erwiesenermaßen hat er auch viele Reisen an die Lahn unternommen. Allerdings wurde mit dem Goethepunkt eine Legende gefördert die dem Wunsch, Goethe möge auf dem Berg nahe der Poststraße eine Ruhepause eingelegt haben, entgegenkam. Da war er wohl nie - da hat er aber sicherlich einen tollen Ausblick verpasst, den sich die Wanderer dieser Tour sicher nicht entgehen lassen werden. Die Route folgt der der südöstlichen Grenze des geografischen Westerwaldes, die durch die Lahn gebildet wird. Die Wanderung führt die Wagemutigeren auf einem Teilstück von ca. 500m über Leitern mit Drahtseilen gesicherten und in den Fels eingelassenen Stufen und Eisenkrampen hinauf zum Goetheblick. Als Alternative zur Steigvariante und falls die Witterung eine sichere Leiterpassage nicht erlaubt, gibt es eine Alternative auf gut befestigtem Weg durch die Weinberge bergauf zum Goetheblick. Schöne Aussichten in das Gelbach- und Lahntal sowie traumhafte Ausblicke über Weinähr, Obernhof bis hin zum Kloster Arnstein entschädigen für den anstrengenden Aufstieg.


Mit Ausdauer über den Butterpfad


Start/Ziel: Wanderparkplatz am Karlshof in Hümmerich

Kilometer: etwa 18 km

Kategorie: mittelschwer

Diese Wanderung führt als Rundwanderung über 18 km und 345 Hm im Anstieg und 349 Hm im Abstieg über den „Butterpfad“. Über den sogenannten „Butterpfad“ brachten die Bauern der hochgelegenen Dörfer wie Straßenhaus, Hümmerich oder Rengsdorf ihre Erzeugnisse wie Butter und Milch nach Neuwied auf den Markt, um sie dort zu verkaufen.

Direkt am Butterpfad und nach wenigen Metern vom Startpunkt entfernt liegt die Bienenweide. Auf der Bienenweide und am hier aufgestellten Bienenstock kann man den fleißigen Immen bei der Arbeit zuschauen. Die aufgestellten Informationstafeln liefern interessante Einblicke in das Leben der Bienen und die Imkerei.

Nach der Bienenweide passieren die Wanderer Zeugnisse der Bergbaukultur der Westerwaldregion wie die ehemaligen Kupfererz- und Eisenstein-Gruben ´Louisenglück und Alexanderstollen. Noch beeindruckender als die industriellen Überbleibsel der Bergbaukultur und mindestens ebenso überraschend inmitten der Mischwälder der Westerwaldregion ist allerdings der Mammutbaum-Wald: Dieser faszinierende Anblick bietet sich den Wanderern oberhalb des Jahrsbachtal in Straßenhaus. Dort entstand 1971 auf zwei Versuchsflächen ein ca. 1 ha großes Mammutbaum-Projekt mit 12 verschiedenen Sorten. In den letzten 40 Jahren ist aus diesem Projekt ein einzigartiger Mammutbaum-Wald entstanden.

Ein weiteres Highlight des Butterpfads ist das Grabhügelfeld der Kelten bei Bonefeld: Ungefähr 1,3 km östlich von Bonefeld liegt am leicht geneigten Westhang des Steinkopfes ein Grabhügelfeld der Älteren Eisenzeit (6.-3. Jh. v. Chr.). Kulturarchäologisch gehört es zur sog. Hunsrück-Eifel-Kultur, als deren Träger die frühen Kelten gelten. Die meisten Grabhügel sind abgeflacht und durch den Forstbetrieb und die Halden der Basaltgewinnung am Steinkopf in ihrer ursprünglichen Form verändert. Elf Hügel sind heute noch im Gelände sichtbar, einer wurde wiederaufgebaut und bietet den Wanderern einen Einblick in längst vergessene Zeiten.

Wer diese Touren einmal selbst erleben möchte findet weitere Informationen und noch mehr stimmungsvolle Fotos von Rainer Lemmer auf www.typisch-westerwald.de.

KBL

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Spätestens im Herbst mit der üblichen Grippewelle wird sich auch Corona wieder ausbreiten.
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Kommentare

Muss hier erst etwas Schlimmes passieren?

Martina Hessel:
Da passt kein Krankenwagen-Feuerwehr bzw.Müllabfuhr !!So sieht es aus in der Königsberger Straße! Durch die parkenden Autos kommt kaum ein Rettungsfahrzeug um die Kurve, selbst die Mieter der Garagen haben Schwierigkeiten aus diesen heraus zu fahren. Beim Ordnungsamt ist das Büro leider sehr selten oder gar nicht besetzt. Eine Um- Weiterschaltung auf's Diensthändy wäre hier bitter nötig!!!
Martina Hessel:
Herrlich Lieber Anwohner! Es Ist gut wenn ab und an da ein Bus; LKW; Großraum-Taxi; Anhänger steht. Dadurch ist die RENNSTRECKE Kurt-Schumacher-Straße Tabu und jeder muss vorausschauend fahren und sich ans Tempo halten. Achten Sie doch lieber mal darauf, wer die Autos zerkratzt; gegen die Zäune fährt, in der Kurve parkt- so das weder Krankenwagen; Feuerwehr noch die Müllabfuhr vorbei kommen!!!
Sascha Schäfer:
Komisch,da wird sich beschwert, Aber wenn meine Oma in ihrer GaragenAusfahrt zu geparkt wird und selbst das Ordnungsamt sich nicht rührt,da beschwert sich keiner, Jeder der fahren kann,kommt doch an dem Bus vorbei, So halten sich die "Fahrer"wenigstens an die ausgeschilderte Geschwindigkeit, Lächerlich,wegen einem Parkenden Bus so ein Fass aufzumachen,
juergen mueller:
Interessant - die Verlängerung der Buslinie bis zum "Gewerbegebiet A61". Hat die STADT hier schon vorgebaut in Bezug auf die Erweiterung des GVZ-A61?
juergen mueller:
Ich finde es bemerkenswert, WER alleine befindet, WANN Kunst im öffentlichen Raum duldbar ist und wann NICHT, auch unter dem Gesichtspunkt, nur weil man in einem Kulturausschuss seinen Platz hat, man darüber entscheiden kann, was Kunst ist und was nicht (was ich an der Qualifikation alleine anzweifle, denn dazu gehört weit mehr, als einen Sitz in einem Gremium zu haben, dass von Kunst im sprichwörtlichen Sinne keine Ahnung hat.
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