Musik in der ehemaligen Synagoge Niederzissen
Mozarts Divertimento meisterlich interpretiert
Niederzissen. Jens Peter Maintz gehört zur Weltelite unter den Cellisten. Am Samstag, 2. Juni, um 19 Uhr gastiert er in der Synagoge Niederzissen mit zwei jungen Streicherinnen der Villa Musica: Die Geigerin Charlotte Chahuneau wurde 1991 in Paris geboren, wo sie am berühmten „Conservatoire“ studierte. Zwei Jahre älter ist Shira Majoni aus Jerusalem, die in Tel Aviv, Boston und Berlin ihre Studien absolvierte. Zusammen bringen die beiden jungen Musikerinnen rund ein Dutzend Preise bei internationalen Wettbewerben auf die Waage – ein Beweis für ihre Virtuosität. In Niederzissen ziehen sie im Trio mit Jens Peter Maintz alle Register ihres Könnens in Mozarts längstem Kammermusikwerk, dem Divertimento Es-Dur, KV 563. Dieses wundervolle Streichtrio mit seinen klassisch schönen Melodien nahm sich Ludwig van Beethoven zum Vorbild für sein Trio Es-Dur Opus 3, ein Werk aus seinen glücklichen frühen Jahren in Wien. Dazwischen erklingt jüdische Musik aus tragischer Zeit: das Streichtrio Opus 18 des polnisch-jüdischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg. Weinbergs Familie wurde im Holocaust ausgelöscht, er selbst flüchtete in die Sowjetunion, wo er beinahe der stalinistischen Verfolgung zum Opfer gefallen wäre.
Sein Streichtrio weiß von diesen erschütternden Erfahrungen ein tief bewegendes Lied zu singen. Tickets zu 16 Euro gibt es beim Kultur- und Heimatverein Niederzissen, Tel. (0 26 36) 64 82, E-Mail info@khv-niederzissen.de, und bei Villa Musica in Mainz, Tel. (0 61 31) 9 25 18 00, www.villamusica.de.
