Allgemeine Berichte | 30.06.2016

Mücken, die bejücken

So eine Sommernacht kann es schon in sich haben und die gut vorbereitet sein. Ich sage nur: Schnaken! Dieses pestige Gefleuch, das mich eine um die andere Nacht piesackt. Nicht nur, dass ich komplett im Eimer bin, weil ich anstatt zu schlafen meine Nächte mit Jucken, Kratzen, Verscheuchen und Jagen verbringe – viel schlimmer ist das Ergebnis! Ich sehe aus! Pusteln und Bölsen, Quaddeln und Pickel in jedwedem Stadium tummeln sich von Kopf bis Fuß auf mir. Einer neben dem anderen.

Zuerst dachte ich, ein Fliegengitter im Schlafzimmer sei die Lösung. War aber nicht. Ich hatte das Zeugs trotzdem im Haus. Vermutlich waren sie schon drin oder sind durch die anderen 56 Fenster und Türen reingekommen. Mistdinger! Dann habe ich es mit einem Neopren-Ganzkörperanzug probiert. Das war den Stechmücken aber herzlich egal und sie haben sich einfach auf meinem Kopf und Gesicht gesammelt. Also bin ich am nächsten Abend mit Imker-Anzug samt Helm ins Bett gestiegen. Das war Mücken-technisch eine super Idee – aber ich habe geschwitzt wie ein Stier und musste mich in dieser Nacht sechsmal (!) duschen. Mein Hausarzt, den ich dann am nächsten Tag wegen meines nächtlichen Kreislaufkollaps aufsuchte, riet mir dann auch dringend von solcher Nachtwäsche ab. „Nehmen Sie besser Hausmittel! Einreiben mit Nelkenöl!“

Doch das war ein schlechter Rat. Nicht nur, dass ich leichte Atembeschwerden bekam – am nächsten Morgen traf mich beim Blick in den Spiegel fast der Schlag! Mein Luxuskörper hatte in dieser Nacht das Fünf-Jahres-Kontingent an Allergien abbekommen! Wer denkt den an so was?!

Nach diesem Schreck bin ich dann auf traditionellere Mücken-Verscheuch-Methoden umgeschwenkt. In der Gärtnerei ergatterte ich die letzten 32 Venusfliegenfallen, die ich nun um mein Bett herum verteilt habe. Und die zehn Fliegenklatschen waren im Angebot, die binde ich mir an Armen und Beinen fest, sodass ich meinen nächtlichen Wälz- und Rotier-Rhythmus effektiv nutzen kann, indem ich dabei gleichzeitig Mücken quasi im Schlaf erschlage. Und meiner Gisela ihr Rudi hat mir noch eine Gasmaske vom Werksschutz besorgt, damit ich mich nicht selber gleich mitvergifte, wenn ich abends mit Moskito-Spray „Kill that beast“ hantiere.

Sollte ich das alles unbeschadet überleben, sehen wir uns nächste Woche wieder.

Hab es gut,

Eure Karla

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