Irisches Kulturfestival in Rheinbach
Musik, Tradition und Guinness von der Grünen Insel brachten gute Laune ins CoachHaus
Im malerischen Ambiente rund um das Kutschenmuseum gab es ein buntes Programm für alle Altersgruppen
Rheinbach. Durch unbeständiges Wetter lassen sich die Menschen von der grünen Insel die gute Laune nicht verderben, dafür ist die Lebensfreude der Iren und ihr Spaß an der Musik allzu groß. Bei der dritten Auflage des Irischen Kulturfestivals in der Hofanlage des „Coach-Hauses“ rund um das Kutschenmuseum der Familie Mostert in Rheinbach konnte man sich davon erneut überzeugen. Einige Hundert Besucher genossen trotz wiederholter kurzer Regenschauer sichtlich das bunte Programm in diesem malerischen Ambiente, das wie geschaffen ist für diese Art von Veranstaltung.
Hanns-Georg Mostert und seine Lebensgefährtin Catharina Oldecop vom „Coach-Haus“ freuten sich jedenfalls über ein gelungenes Festival, bei dem sie zwei Tage lang die irische Tradition und Lebenseinstellung mit ihrer zuversichtlichen Ausgelassenheit den Besuchern nahebringen konnten.
So machte das Paar als Teil der Band „Jaunting Cart“ auch gleich den Auftakt für ein sechsstündiges Musikprogramm am Samstagabend. Fetzige, schnelle und mitreißende Rhythmen wechselten sich dabei mit besinnlichen Balladen und ruhigen Gesängen ab, schließlich ist die irische Musik überaus vielseitig.
Spiritualität und Naturverbundenheit
Als nächstes erklommen „Crosswind“ die perfekt ausgeleuchtete Bühne, vier junge Musiker aus Bonn, die sich mit Leib und Seele der irischen Musik verschrieben haben. Sie stehen für einen Bandsound, in dem liebevoll arrangierte Songs sich abwechseln mit mitreißenden Rhythmen. Zwischendurch konnten sich die Zuhörer bei ruhigen Balladen und zweistimmigen Gitarren-Arrangements erholen.
Martin Donnelly ist ein Singer/Songwriter aus Nordirland, dessen Musik vom Land, der See und dem Himmel Irlands inspiriert ist. Mit seiner warmen, beseelten Stimme und seinen Texten, die von Freud und Leid des menschlichen Lebens erzählen, traf er genau den Geschmack der Zuhörer.
Klarste und schönste Stimme
Top-Act des Abends war die irische Sängerin Emer Dunne mit ihrer Gruppe „Drua“. Sie präsentierte irische Musik auf höchstem Niveau mit einer der klarsten und schönsten Stimmen in der aktuellen irischen Musikszene. Die preisgekrönten Mitglieder ihrer Band „Drua“ wussten ihre Virtuosität mit viel Gefühl zu verbinden. Die Musiker erzeugten zusammen mit der beeindruckenden Sängerin einen einzigartigen Groove, der die Zuhörer nicht mehr losließ. Den umjubelten Abschluss bildete eine gemeinsame Session aller Musiker, bei der das Publikum schier aus dem Häuschen war und auf Tischen und Banken tanzte. In den Pausen konnten sich die Gäste mit typisch irischen Gerichten und Getränken stärken, vor allem das von „Koch-Engel Gabriel“ in irischem Bier eingelegte Steak war ein Schlager. Natürlich durfte das dunkle Guinness-Bier nicht fehlen, außerdem machte ein Whiskey-Probierstand die Gäste mit dem überaus vielseitigen Nationalgetränk bekannt.
Kinder schmiedeten glühende Eisen
Der Sonntag entpuppte sich als Familientag, bei dem vor allem die Kinder auf ihre Kosten kamen. Der Nachwuchs durfte glühende Eisen schmieden und sich am Kreativstand piratenmäßig austoben mit dem Bemalen von Schatztruhen und dem Herstellen von hölzernen Schwertern. Die Mädchen zogen es vor, Schmuck zu filzen oder sich am Malwettbewerb zu beteiligen. Zudem erfreuten sich die Besucher aller Altersgruppen an artistischen Einlagen und schmetterten beim Offenen Singen mit. Auf der angrenzenden Wiese kämpften die Männer derweil beim irischen Nationalsport „Hurling“ um den Sieg. Und wer schon ein Instrument beherrschte, konnten beim „Ensemble-Workshop“ in die Irische Musik hineinschnuppern.
Darüber hinaus konnten sich die Gäste in einem kleinen irischen Markt umsehen mit ausgewählten Produkten von der Grünen Insel. Auf besonderes Interesse stießen die traditionellen Kilts in den bunten Farben der verschiedenen Clans, aber auch Marmelade und Kekse aus Irland, historisch angehauchten keltischen Schmuck sowie warme Wollpullover fanden ihre Abnehmer.
