Musik ist wie das Leben
Ahrweiler. ‚Musik ist wie das Leben‘, mit diesem Zitat von Daniel Barenboim begrüßte der Pianist und Klavierpädagoge Manfred Knoll die Konzertbesucher in der ehemaligen Ahrweiler Synagoge. Fortgeschrittene SchülerInnen zeigten mit sichtbarer Spielfreude ihre pianistisch-musikalischen Ergebnisse. Der erste Programmblock war Frédéric Chopin gewidmet. Emma Korzilius eröffnete das Konzert sehr einfühlsam mit einem Nocturne in cis-moll. Anschließend zeigte die erst 9-jährige Giulia Freguglia ihr Können mit einem Walzer in a-moll. Jette Kriechel interpretierte ebenfalls brilliant und mit viel Ausdruck den Walzer in Cis-Moll. Alice Klaes beendete diesen Chopinteil mit dem ‚Regentropfenprelude‘ in Des-Dur und zeigte dabei feine klangliche Nuancierungen.
Verzauberte Besucher
Als nächstes stand W.A. Mozart’s Variationenzyklus über ‚Ah, vous dirai-je, Maman‘ auf dem Programm. Zoe Koll hatte daraus 5 Variationen ausgewählt, die sie gekonnt in Klang verwandelte. Anschließend verzauberte Mariia Yermak die Besucher mit dem ersten Satz der Mozartsonate KV 330. Die höchst anspruchsvolle Spieltechnik mit klanglicher Eleganz und Leichtigkeit einzusetzen zeigte Stil und Vollkommenheit.
Es folgte ein weiterer Sonatensatz aus L.v. Beethoven’s ‚Pathetique‘.
Maurice Trouvain trug daraus den zweiten Satz vollständig auswendig vor. Danach war wiederum Mariia an der Reihe und brillierte mit ‚Doctor Gradus ad Parnassum‘ aus Claude Debussy’s Zyklus ‚Children Corner‘. Mit diesem und zwei weiteren Klavierwerken errang sie kürzlich den ersten Preis beim Landesmusikwettbewerb ‚Jugend musiziert‘. Facettenreichtum und ausgereifte Klavierklänge zeigte Anne Kriechel mit dem Stück ‚Impromptu‘ in E-Dur von Clara Schumann. Rauschende Passagen wechselten sich ab mit gefühlvoll gespielten Melodien, die sie auch in den Nebenstimmen deutlich herauszuarbeiten verstand. Noch einmal war Claude Debussy an der Reihe. Emma Korzilius spielte die Arabesque Nr. 1, ebenfalls in der Tonart E-Dur gesetzt. Ein farbiges, fröhlich launiges und kurzweiliges Stück.
Brillantes Finale
Den Schlusspunkt setzte Mariia Yermak mit einer Transkription des Stück’s ‚Die Lerche‘ von Michail Glinka und brannte damit ein klangliches Feuerwerk ab. Ruhige Melodien wechselten mit hochvirtuosen Passagen, die Mariia mit sichtlicher Spielfreude souverän meisterte. Die 11-jährige Ukrainerin verzauberte das Publikum angesichts ihrer hohen Musikalität und versierten Spielfertigkeit. Mit ihrem Lehrer spielte sie dann als vierhändige Zugabe das launige virtuose ‚Le Bal‘ von Georges Bizet aus ‚Jeux d‘ Enfants‘, den ‚Kinderspielen‘. Temporeich und dynamisch mitreissend wurde damit ein kurzweiliges Schülerkonzert von einer Stunde Dauer beendet. Die Besucher belohnten die Künstler mit langem Applaus.
