SPD-Ortsverein Stelzenbach
Musikalische Seelenschau im Buchfinkenland
„Ersatzdylan“ überzeugte mit Liedern und Geschichten rund um die Folkikone
Gackenbach. Der Nobelpreis ließ Bob Dylan kalt, er nahm den bedeutenden Preis in Stockholm vor wenigen Tagen nicht persönlich entgegen. Natürlich war er zum Programm „Ein Abend über Bob Dylan“ auch nicht ganz tief in den Süden des Westerwaldes gekommen. Aber mit dem Singer/Songwriter und Schauspieler Hubertus Rösch aus München überzeugte jemand in Gackenbach, der die Songs der Folkikone treffend als musikalische Seelenschau interpretierte.
Leider waren bei dem Konzert im Saal des Landgasthauses „Zum Wiesengrund“ mit der kleinen schmucken Bühne doch einige Stühle frei geblieben. Eingeladen hatte dazu der SPD-Ortsverein Stelzenbach. Für diesen begrüße Uli Schmidt die Gäste und kündigte ein Programm mit Songs und Texten rund um den Übervater Bob Dylan an, die wohl ewig Bestand haben würden.
Dem einen oder anderen ins Buchfinkenland gekommenen Fernsehzuschauer war Hubertus Rösch nicht gänzlich unbekannt. Sein Gesicht tauchte in manch einem Serienformat auf. Doch dem Schauspieler und Dylan-Fan genügen die Fernsehauftritte schon lange nicht mehr. Mit Gitarre und etwas nöliger Stimme versucht er, seinem Vorbild möglichst nahezukommen und tritt als Liedermacher in Erscheinung. Seine Verehrung für Bob Dylan äußerte sich in dem in Gackenbach vorzüglich gespielten Programm.
„Ein Abend über Bob Dylan“ überschreibt Hubertus Rösch sein eigenwilliges Programm zu der Folk-Ikone. Und viele waren gekommen um alte Erinnerungen aufleben zu lassen. Denn was hat er nicht alles an Welthits produziert, dieser als Robert Allen Zimmermann geborene Musiker, der aus ärmlichen Verhältnissen stammte, und irgendwann die richtigen Leute traf, die bei ihm viel Potential witterten.
Hubertus Rösch widmete sich anfangs knapp der Biografie Dylans, bevor er überhaupt zu spielen begann. Doch so viel junges Publikum, das diese Erklärungen vielleicht nötig gehabt hätte, war dann doch nicht in den „Wiesengrund“ gekommen“. Einige outeten sich als wahre Fans und konnten fast alle Lieder leise mitsingen.
Dann ging Rösch recht chronologisch weiter: „Blowin‘ in the Wind“, eine Hymne der Friedensbewegung, spielte er ebenso besonders wie „The Times they are changing“. Immer mit überzeugender Stimme und gutem Gitarrenspiel.
Die Interpretationen boten an dem Abend oft etwas Überraschendes für die Zuhörer. Mit „It ain’t me Babe“ distanzierte sich Dylan von der Rolle als Protestsänger, der er nie sein wollte. „Das verziehen ihm seine Anhänger nicht, ebenso wie die Hinwendung zum Rock, den er danach mit E-Gitarre spielte“, stelle Rösch fest. Er machte es ihm nach und ließ auch dieses Kapitel der Dylan-Geschichte nicht aus.
Dass andere Bands mit seinen Titeln die Nummer Eins in den Charts schafften, wie etwa die „Byrds“ mit „Mr. Tambourine Man“, hat Dylan nach Ansicht von Rösch verschmerzt. Er informierte die Zuhörerinnen und Zuhörer auch darüber, dass Dylans Hinwendung zum Christentum ihm nur kurz eine Schaffenspause bescherte, bevor er weltweit wieder erfolgreich wurde. Nach drei Zugaben ließen die Gäste den „Ersatzdylan“, wie eine Zuhörerin unkte, dann von der in buntes Scheinwerferlicht getauchten Bühne. Ein Höhepunkt sicher die allerletzte Zugabe: das durch Jimi Hendrix weltbekannt gewordene „Al along the watchtower“. Danach konnte wirklich nichts mehr kommen.
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