Allgemeine Berichte | 26.01.2026, 08:38 Uhr

Viermal Musik im Jungen Schlosstheater (JuSch)

Musikalischer Januar auf der Kleinkunstbühne

Die „Hausband“ Corzilius, Dames und Hoff (CDH) begeisterten.  Foto: c@u.hoff
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Neuwied. Musik, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnte, wurde im Januar auf der Kleinkunstbühne Neuwied im Jungen Schlosstheater präsentiert.

Dabei hatte man Anfang des Monats gleich zweimal die „Hausband“ eingeladen: Corzilius, Dames und Hoff (CDH). Und die lieferten - auf gewohnte Weise, aber mit immer neuen Ideen. Markenzeichen von CDH sind unbekannte Songs von bekannten Künstlern, was ältere Semester noch als B-Seiten von Platten kennen. Die werden dann neu arrangiert und oftmals mit perfektem dreistimmigen Satzgesang garniert. Wie immer wurden die drei von ihrem Publikum begeistert gefeiert und mussten einige Zugaben geben.

Ein Abschied stand dann auf dem Programm: Marcel Adam – der unvergleichliche Charmeur, Chansonier, Komponist und Musiker will nach mehr als 40 Jahren aufhören. Aber einmal musste er noch nach Neuwied kommen, wo ihn ein enthusiastisches Publikum nach 3-stündigem Programm feierte. Natürlich hatte er auch wieder seinen fantastischen virtuosen Akkordeonisten Christian Di Fantauzzi dabei. Von Piaf bis Moustaki, von Nena bis Element of Crime reichte ihr Repertoire. Gewürzt mit einer kräftigen Portion Humor, die Marcel Adam so einzigartig macht. „Der darf nicht aufhören, der muss wiederkommen!“, war der einhellige Kommentar der Besucher.

Nur selten gelingt es der Kleinkunstbühne Künstler nach Neuwied zu locken, die schon den Deutschen Kleinkunstpreis gewonnen haben. Mit knapp 100 Plätzen ist die Kapazität im Jungen Schlosstheater einfach zu klein. Eine Ausnahme gab es jetzt mit Simon & Jan. Die beiden waren vor 9 Jahren schon einmal in Neuwied und hatten versprochen, dass sie wiederkommen.

Nachdem sie inzwischen die großen Bühnen schon mit Konstantin Wecker und Reinhardt Mey geteilt haben, jetzt auch für sie ein besonderes Erlebnis, noch einmal ganz hautnah am Publikum zu sitzen.

„Ihre Lieder zielen ins Hirn und treffen ins Herz“, schrieb einmal ein Kritiker. Stimmt! Und so wurden auch die Besucher im JuSch getroffen. Hochmusikalisch bearbeiten sie ihre Gitarren und kombinieren Sozialkritik mit grandiosem Unsinn.

Was für alle vier Termine gilt: Das Publikum war begeistert und alle Künstler wurden zum Schluss mit stehenden Ovationen gewürdigt; keine Selbstverständlichkeit bei den oftmals kritischen Kleinkunst-Besuchern. So vielfältig kann Musik sein – und so erfolgreich, wenn sie auf so hohem Niveau präsentiert wird. Weiter so, Kleinkunstbühne!

Die „Hausband“ Corzilius, Dames und Hoff (CDH) begeisterten. Foto: c@u.hoff

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