Allgemeine Berichte | 13.08.2026

Vom Dorfspeicher auf die große Bühne

Musikfreunde Lantershofen feierten 50-jähriges Jubiläum

Präsente und vor allem Anerkennung zu 50 Jahren Musikfreunde Lantershofen, von links die Vorsitzende Johanna Schmidt, Bürgermeister Achim Juchem, die Gründungsmitglieder Manfred Sebastian und Heinz Bach sowie der 2. Vorsitzende Johannes Dengg.  Foto: DU

Lantershofen. Sie sind in Sachen Blasmusik extrem breit aufgestellt und haben von Rock- und Popsongs über Soundtracks bis hin zu klassischen Stücken, kölschem Liedgut und Volksliedern so ziemlich alles drauf und sind längst eine generationenübergreifende Formation von derzeit 70 Musikerinnen und Musikern, deren Wirken nicht nur in ihrem Heimatort lange nicht mehr wegzudenken ist: die Rede ist von den „Musikfreunden Lantershofen Panikorchester e.V.“, die am vergangenen Wochenende ihr 50. Jubiläum feierten. Der Weg zu einem der größten Blasorchester im Kreis Ahrweiler begann im Oktober 1976 mit den Gründungsmitgliedern Heinz Bach, Gerhard Schaaf, Heinrich Wolber, Werner Efferz, Heinz Doll, Franz-Peter Efferz, Arnold Wronka, Manfred Sebastian und Willi Bach, erster Proberaum war der Mannschaftsraum der Kettiger Tonwerke. Von diesen Gründungsmitgliedern hinterließ Manfred Sebastian die prägendsten und nachhaltigsten Spuren: 47 Jahre lang dirigierte er bis 2023 die Musikfreunde, setzte und setzt sich auf praktisch allen Ebenen für die Musikfreunde ein und ist heute als Posaunist für die Gruppe wichtig wie eh und je. Ein Jahr später wurde Johanna Schmidt die fünfte offizielle Vorsitzende seit der Eintragung ins Vereinsregister nach Heinz Bach (1984-2005), Franz Xaver Betz (2005-2016), Hubertus Feist (2016-2022) und Sabine Franken (2022-2024). Dem Premierenauftritt an Weihnachten 1976 auf einem Lantershofener Speicher folgte sieben Jahre danach der erste bezahlte Auftritt bei einer Tankstellen-Eröffnung. Die Musiker aus Lantershofen waren und sind omnipräsent im Dorf und in der Region. Aber nicht nur dort: 1992 besuchten sie die Kieler Woche, sie spielten in der Grafschafter Partnergemeinde Fauville-en-Caux in der Normandie oder im Rahmen des Projekts „Kulturhauptstadt Europas“ auf dem Ruhrschnellweg in Essen. Und auch die Bundesgartenschau in Koblenz war ihre Bühne. Darüber hinaus musizierte man schon für mannigfaltige Charity-Projekte. Für alle, die tiefer in die Geschichte der „Paniker“ eintauchen möchten, ist zum Jubiläum eine opulente Festschrift erschienen. Zur Feier des halben Jahrhunderts Musikfreunde gab es am vergangenen Wochenende am und im Winzerverein ein zweitägiges Festival, bei dem in Sachen Brass- und Blasmusik nur aus dem obersten Regal aufgefahren wurde: so spielten das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen, die Musikvereinigung Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ahrtalblech und die Musikvereinigung Calmbach aus dem Schwarzwald. Samstagsabends rockte die Trierer Gruppe „Brassers“ als Headliner den Saal, bevor der Sonntag unter anderem vom Festgottesdienst und dem gemütlichen Ausklang im Weingut Althammer geprägt war. Neben den Gründungsmitgliedern Heinz Bach und Manfred Sebastian, gratulierte auch der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem als Schirmherr den Musikfreunden zum runden Geburtstag.

Präsente und vor allem Anerkennung zu 50 Jahren Musikfreunde Lantershofen, von links die Vorsitzende Johanna Schmidt, Bürgermeister Achim Juchem, die Gründungsmitglieder Manfred Sebastian und Heinz Bach sowie der 2. Vorsitzende Johannes Dengg. Foto: DU

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