Geschichtsverein Unkel präsentiert die Carl-Loewe-Musiktage
Musikgenuss in Palmenhaus
Unkel. Der Geschichtsverein Unkel e.V. pflegt das Andenken an den Komponisten Carl Loewe, dessen Musik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Vergessenheit geriet, mit den Musiktagen seit 1995. Die Familie Loewes zog 1883 in das „Freiligrath-Haus“ an der Unkeler Rheinpromenade. Die Tochter Loewes, Julie von Bothwell, bemühte sich, das Werk ihres Vaters wieder zu beleben. In dieser Tradition sieht sich der Geschichtsverein.
Im Juni werden fünf Konzerte veranstaltet. Der Veranstaltungsort ist wie in den letzten Jahren das Palmenhaus im Henkelpark. Der Besitzer Fritz Bagel stellt es dem Verein für die Konzerte zur Verfügung. Dieser Raum vermittelt eine intime Atmosphäre und ist mit den großen Fenstern zum Park besonders geeignet für die Musik der Romantik.
Das Motto des Kultursommers hat den Geschichtsverein inspiriert, die Konzerte in ganz besonderer Weise zu präsentieren, um die Unterscheidung zwischen sogenannter U- und E-Musik aufzuheben. Auch „ernste“ Musik bedeutet Genuss, lässt positive Gefühle entstehen, ist also Unterhaltung im weitesten Sinne.
Im Hauptprogramm gibt es das Meisterkonzert mit Joanne Walter-Unkel, Oboe/Englischhorn, und Marc Unkel am Klavier. Dieses Konzert wird schon seit Jahren vom Kabarettisten Konrad Beikircher moderiert. Er ist auch Musikwissenschaftler, musiziert und singt selbst, und seine Moderation erfüllt die Erwartung des Publikums, das Beikircher als Kabarettisten schätzt, wird aber auch der Musik gerecht.
Das Kammermusikkonzert mit dem Mosaik Trio Solingen, Begleitung Marc Unkel am Klavier, wagt den Versuch, bekannte klassische Musik, auch von Carl Loewe, für Tangorhythmen zu bearbeiten. In der Pause werden wieder „Loewe-Wein“ und ein Büffet mit Leckerbissen – diesmal scharf-südamerikanisch – geboten. Das Konzert des Gesang-Quartetts von der Oper Braunschweig unter Leitung von Burkhard Bauche bringt nicht nur die bekannten Lieder und Balladen Loewes, sondern auch Szenen aus seinen Opern und Oratorien. Die Zuschauer werden nicht wie üblich in Stuhlreihen sitzen, sondern an kleinen Bistrotischen. Auf jedem Tisch findet sich eine Flasche Loewe-Wein und Salzgebäck. Wenn die Sänger sich bei ihren kleinen szenischen Darstellungen auch zwischen den Besuchern bewegen können, entsteht eine lockere Atmosphäre, dem Varietétheater ähnlich.
Im Rahmenprogramm gibt es ein Gesangs- Sextett und ein Kinderkonzert. In einem besonderen Programmpunkt wird eine Harfenistin Kindern ihr Instrument vorstellen.
Die Carl Loewe-Musiktage stehen unter der Leitung von Marc Unkel. Der Schirmherr ist Landrat Rainer Kaul.
Die Termine
Freitag, 17. Juni: 19.30 Uhr „Wochenend und Sonnenschein“ – Musik trifft auf Lyrik, Ensemble Troubasix.
Samstag, 18. Juni: 16 Uhr Kinderkonzert „Loewe im Sommer“, Mitmachkonzert rund um das Thema Sommer und Farben (Eintritt frei).
Sonntag, 19. Juni: 18 Uhr Liederabend „Gut gebrüllt, Loewe!“, Quartetto con Vino.
Freitag, 24. Juni: 19.30 Uhr Meisterkonzert „Aus dem Leben ...“, Ausschnitte aus Loewes Selbstbiographie, Moderation Konrad Beikircher.
Sonntag, 26. Juni: 18 Uhr Kammerkonzert „Tango – Ballade“.
Kartenvorverkauf: Photo Porst Florian-Schädlich, Frankfurter Straße, Unkel, Tel. (0 22 24) 61 77, 7 59 16 oder 1 02 54, E-Mail: heide.lorenz@t-online.de.
