Allgemeine Berichte | 13.09.2017

Tag des offenen Denkmals in Meckenheim

Nach 45 Jahren läuft die Alte Mühle wieder

Die Obere Mühle wurde auch von außen zahlreichen Reperaturen unterzogen.StF

Meckenheim. Pünktlich zum Tag des offenen Denkmals konnte der Verein „Pro Obere Mühle Meckenheim e.V.“ mit einer wichtigen Neuigkeit aufwarten. Erstmals seit 45 Jahren konnte den Besuchern die Mühle im laufenden Betrieb gezeigt werden. Bereits am frühen Vormittag nutzten zahlreiche Besucher die Möglichkeit, sich die Mühle im Betrieb anzuschauen und sich ein eigenes Bild zu machen.

Die Ursprünge der Oberen Mühle sind bis in das 14. Jahrhundert zurückzuverfolgen. Seit dem Mittelalter existierte die Obere Mühle, welche zum Bonner Cassiusstift gehörte. Der Cassiusstift hatte im Mittelalter die Obere Mühle an die Herrn der Tomburg verpachtet. Die Lehnsleute und Pächter der Stifte mussten ihr Korn dort mahlen lassen. Anfang des 15. Jahrhunderts wird die Mühle erstmals urkundlich erwähnt. Die dort beschriebenen Pachtstreitigkeiten zwischen den Tomburger Herren und dem Cassiusstift dauerten Jahrzehnte an. Im 16. Jahrhundert folgten langwierige Prozesse zwischen dem Cassiusstift und den Tomburger Herren gegen die Junker von Meckenheim; Letztere hatten mit einem Mühlenneubau die Wasserrechte der Oberen Mühle verletzt. Im 17. Jahrhundert wird die Mühle mehrmals urkundlich erwähnt, meist in Prozessakten. Die Jahreszahl 1667 steht auf der Grundmauer. Das Wohnhaus stammt ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert und auch die erste kartographische Darstellung der Gebäude fällt in diese Zeit. Im Jahre 1908 brannte die Mühle ab und wurde wieder aufgebaut, im Jahre 1987 erfolgte die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Meckenheim, diese wurde im Jahre 1992 Eigentümerin und nutzte das Haus bis 1998 als Obdachlosenunterkunft. Im Jahre 2003 gründete sich der Verein „Pro Obere Mühle“ und sammelte in unzähligen Aktionen Geld um die Mühle zu restaurieren und wieder instand zu setzen. Dies alles auch um öffentliche Fördergelder von der NRW-Stiftung. Da zählt jeder Euro doppelt, denn die Stiftung gibt für jeden Euro Eigenanteil den gleichen Betrag obendrauf. Darüber hinaus sind die Beiträge zum Verein oder auch einmalige Spenden steuerlich absetzbar. Ziel ist es irgendwann einen regulären Betrieb zu zeigen und auch einen Mühlenteich anzulegen, bis dahin dürfte aber noch etwas Zeit vergehen. Die Mitglieder des Vereins rund um die Vorsitzende Sibylle Freifrau von Nordeck legen sich jedenfalls mächtig ins Zeug. Nicht nur am Tag des offenen Denkmals, auch an Mühlentagen werden Führungen durch das Gebäude angeboten und so können Interessierte einen Einblick in die Arbeit unserer Vorfahren bekommen. STF

Die Obere Mühle wurde auch von außen zahlreichen Reperaturen unterzogen.Foto: StF

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