Lotto Rheinland-Pfalz lud Flüchtlingshelfer zum „Kinderglück“-Abend ein
Nachhaltig ist, was Kindern Freude macht
Seit Beginn der Spendenaktion 2015 wurden bereits 235.000 Euro in Projekte und Initiativen investiert
Mayen. Mit großem Engagement setzen sich viele Menschen auch in Rheinland-Pfalz ein, um Flüchtlingen zu helfen. Sie kümmern sich, organisieren oder helfen ehrenamtlich in den Aufnahme-Einrichtungen. „Genau dieses Engagement wollen Lotto Rheinland-Pfalz und die Lotto-Stiftung durch finanzielle Hilfe unterstützen“, verdeutlichte nun in Mayen Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner.
„Wir sind gemeinsam ganz nah dran an einem der wichtigsten Themen unserer Zeit“, begrüßte er zu einem „Kinderglück-Abend“ in der Halle 129 motivierte Flüchtlingshilfe-Akteure aus ganz Rheinland-Pfalz: „ Sie füllen praktische Hilfen und Integrationsarbeit durch persönlichen Einsatz mit Leben.“ Unter dem trefflichen Namen „Kinderglück“ haben Lotto-Gesellschaft und –Stiftung im Jahr 2015 eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die sich Zuflucht suchenden Flüchtlingskindern in Rheinland-Pfalz widmet.
Ziel dieser Hilfsinitiative ist es, Projekte und Initiativen zu unterstützen, die sich täglich und ganz praktisch für die Belange der Flüchtlinge einsetzen. Ideenreiche Aktionen vor Ort und auch überregional führten seit 2015 bereits zu einem Spenden-Aufkommen von 235.000 Euro. Dieses Zwischenfazit der Initiative „Kinderglück“ ist beim Helfer-Abend in Mayen – mit anerkennendem Dank - den ehrenamtlichen Akteuren präsentiert worden.
Talk-Runden und Interviews sowie Spenden-Übergaben gaben Gelegenheit des Austauschs von „Aktions-Ideen“, die das angestrebte „Kinderglück“ bestärken. Hierbei wurden beispielsweise vier Spendendosen übergeben, die gefüllt wurden durch Bundesliga-Spiele in Mainz und Kaiserslautern sowie Spiele der Lotto-Elf und auch durch Konzerte der Mainzer Hofsänger.
Erfolgreiche Aktionen in unterschiedlichen Bereichen
Als Spendenpaten hierzu konnten Wolfgang Kleff (Ex-Nationaltorhüter), Magnus Schneider (Lotto-Stiftung RP) und Jochen Schröter (FCK Lotto-Treff) „spannende Geschichten“ erzählen. Gleiches galt für Inge und Alexandra Föhr für ihr Sammel-Engagement bei Konzerten der Mainzer Hofsänger, deren „Kapitän“ Christoph Clemens das Spendenbudget mit einem weiteren Scheck anreicherte. Benefiz-Konzerte im Röhrig-Forum, Cafe Hahn und des SonntagsChores Rheinland-Pfalz sowie eine Rad – „VOR-Tour der Hoffnung“, ein Tippspiel im „Glüxmagazin“ und eine Benefiz-Fastnachtssitzung in Mainz bildeten weitere „fünfstellige Spendenscheck-Garanten“.
„Glücksmomente für Kinder sind wichtig – Kinderglück ist nicht defizitär, sondern eine Chance“, stellte Pfarrer Albrecht Bähr (Liga der Wohlfahrtsverbände) fest. In einer von Clemens Buch geleiteten Talkrunde wurden hierzu förderliche Beispiele thematisiert. Karin Augustin (Präsidentin Landessportbund) und Werner Ollig als weiterer prominenter „Glückskind“-Unterstützer benannten hierbei Stichworte wie „Fußball-Camp“ und „Interaktive Gartenarbeit“ als Beispiele zur Integrationsförderung. „Wichtig ist das gemeinsame Agieren von deutschen und Flüchtlingskindern. Hier können wir auf löbliche Integrationsaktivitäten der Vereine aufbauen“, galt der Dank den ehrenamtlichen Vereinsaktivisten vor Ort.
Drei Vertreter privater Flüchtlingsinitiativen benannten - stellvertretend für viele weitere Aktivisten - weitere Aktionsfelder der Flüchtlings- bzw. Integrationshilfe. Amelie Kohn (Koblenz), Katja Hudelmaier (Mainz) und Dr. Katja Schupp Waldalgesheim stellten dabei fest: „Nachhaltig ist, was Kindern (wieder) Freude macht“. Vier Flüchtlingskinder bestätigen dies bei ihrer zirkusreifen „Janglage“-Präsentation.
„Mach mit beim Kinderglück – gib der Welt was zurück“, lautete eine treffliche musikalische Aufforderung von Oli Mager und Menna Mulugeta zum „Kinderglück“-Thema, und weiter hieß es bei den beiden: „Schenk Dich selbst und fange an zu teilen!“.
„Helfende Hand“ für die ankommenden Flüchtlinge
Magnus Schneider, Vorsitzender der Lotto-Stiftung RP, und Fernsehmoderatorin Heike Boomgaarden als Patin der Spendenaktion bedankten sich bei allen Akteuren, die helfen, „dass sich bisher verfolgte Menschen bei uns zurechtfinden und vor einer aussichtslosen Zukunft aus ihrer Heimat fliehen mussten“. Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis ergänzte diesen Dank auch in Richtung Lotto Rheinland-Pfalz für deren „gemeinnütziges Engagement, das wir auch in anderen Bereichen erleben®“ und benannte hierbei die aktuellen Burgfestspiele Mayen.
PRESS
Erfolgreiche „Sammel-Leidenschaft“ führte zu vollen Spenden-Dosen bei (v.l.): Wolfgang Kleff, Inge und Alexandra Föhr, Magnus Schneider und Jochen Schröter (r.) sowie Moderator Clemens Buch (2.v.r.).
Zirkuswelten wurden wach beim „Jonglage“ von Flüchtlingskindern aus der Kultur-Werkstätte Waldalgesheim.
„Bei Förderung auch an Talente denken, die es zu unterstützen gilt“, stellt Magnus Schneider im Gespräch mit Moderator Clemens Buch fest.