Allgemeine Berichte | 06.02.2026, 14:31 Uhr

Nachhaltiges Energieprojekt

Kirchengemeinde Sinzig und Bistum Trier investieren in Zukunft.  Foto:Bistum Trier/Julia Fröder
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Sinzig. Es brennt im Keller der katholischen Kita St. Peter in der Zehnthofstraße 11 in Sinzig. Doch kein Grund zur Panik – Kurt Heuser aus dem Verwaltungsrat der Pfarrei Sinzig Zum Guten Hirten und Markus Schlich, Leiter des Referats „Klimaschutz“ im Bischöflichen Generalvikariat Trier, schauen dem Feuer gelassen und freudig zu. Seit Mitte Oktober wärmt eine moderne Pellet-Heizung Kita, Pfarrheim und das angrenzende Pfarrhaus mitsamt Büros. Zusätzlich erzeugt eine neue Photovoltaik-Anlage ökologischen Strom. Diese Kombination ist nicht nur nachhaltig; durch zwei Batteriespeicher kann das Pfarrheim im Falle eines längeren Stromausfalls auch zu einer „Wärme-Insel“ für Bürgerinnen und Bürger werden.

„Die Ölheizung, die Kita und Pfarrheim mit Wärme versorgte, war 30 Jahre alt und sehr störanfällig“, erklärt Heuser. Eine neue Lösung musste also her. 2024 haben sich die ehrenamtlichen Mitglieder des Verwaltungsrats auf den Weg gemacht. „Eine neue Heizung, die mit Öl oder Gas betrieben wird, war keine Option“, erklärt Heuser. Der Generalvikar im Bistum Trier hatte 2022 ein Planungs- und Baustopp für Heizungsanlagen mit fossilen Brennstoffen beschlossen. Eine Wärmepumpe sei aufgrund unterschiedlicher örtlicher Gegebenheiten und staatlichen Vorgaben nicht rentabel gewesen. So fiel die Entscheidung auf eine Pellet-Heizung, die ihren Platz mitsamt einem 17-Tonnen fassenden Lager im Keller der Kita gefunden hat und durch eine Leitung auch das naheliegende Pfarrhaus mit Wärme versorgt. Die Holz-Pellets erhält die Kirchengemeinde durch einen Anbieter aus Bonn.

Zu 90 Prozent autark

Zum nachhaltigen Konzept zählt auch eine neue Photovoltaikanlage mit einer größtmöglichen Leistung von 50kwp (Kilowattpeak) auf dem Gebäudekomplex, die zusätzlich zu einer kleinen 20 Jahre alten Anlage installiert wurde. „Das Pfarrhaus, die Büros, die Kita und das Pfarrheim werden durch die Anlage mit eigenem Storm vom Dach versorgt und durch die zwei Batteriespeicher sind wir relativ autark“, erklärt Heuser, der Elektrotechnik studiert und bei einem großen Telekommunikations-Unternehmen gearbeitet hat. Der Autarkiegrad liegt über das Jahr gesehen bei 90 Prozent.

„Ich bin beeindruckt von dem Engagement und dem Zeiteinsatz der Ehrenamtlichen“, dankt Schlich dem Verwaltungsrat in Sinzig, aber auch den vielen weiteren Frauen und Männern, die sich in ihrer Freizeit für zukunftsorientierte Investitionen einsetzen und diese auch umsetzen. „Ich treffe in den Runden Experten, kompetente und motivierte Leute, das sind Erfolgsfaktoren für solche Projekte und wir können voneinander profitieren“, betont Schlich. Profitiert hat die Kirchengemeinde finanziell von diversen staatlichen Fördermitteln, Zuschüssen des Bistums wie 21.000 Euro aus dem Klimafonds, und bei der Kita durch Gelder von Kreis und Stadt.

Weitere Informationen zum Klima- und Umweltschutz des Bistums Trier gibt es auf www.bistum-trier.de/umwelt.

Kirchengemeinde Sinzig und Bistum Trier investieren in Zukunft. Foto:Bistum Trier/Julia Fröder

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