Schultheiß und St. Martin-Double Schmitz übergibt Ratsschlüssel
Närrischer Fackelzug beim Sturm auf die Bastille
Cochem. Da rieb sich der Cochemer Noar verwundert die Augen und traute auch seinen Ohren nicht, als die rot-weiße Schwadron der Cochemer Karnevalsgesellschaft (CKG), unter der musikalischen Begleitung des städtischen Musikvereins, zu den Klängen eines St. Martin-Liedes anrückte. Dazu führten die engagierten Streitkräfte von Gott Jokus beim Aufmarsch brennende Pechfackeln mit und positionierten als mutige Vorhut überdies zwei berittene Einsatzkräfte mit Schaukel-Gaul. Nachdem das ungläubige Staunen der zahlreich anwesenden Schaulustigen einem begeisterten Applaus gewichen war, wandte sich die CKG-Streitmacht, unter Anführung des obersten närrischen Heerleiters „Günni“ Hammes, mit aufmunternden Worten in Richtung Stadtbürgermeister Walter Schmitz, den Streitmacht-Vize „Brändy“
Brand hinter dem Vorhang seines Bürofensters erkannt zu haben glaubte. Wohlwissend, dass Schultheiß Schmitz ein großer Fan und auch gefeiertes Double des heiligen Mantelteilers ist, brachte man per gemeinsamen Gesang ein weiteres Martinslied zu Gehör. Gleichzeitig entzündeten die närrischen Angreifer ein wärmendes Martinsfeuer vor dem städtischen Regierungssitz und forderten den bis dato Alleinberechtigten der offiziellen Schlüsselgewalt nachdrücklich auf, das wehrhafte Amtsgemäuer augenblicklich zu verlassen. Der sagte unisono zu, wollte sich aber zuvor noch in adäquate „Schale“ schmeißen. Letztgenannte entpuppte sich dann als komplette St. Martins-Montur inklusive Umhang und Goldhelm. In dieser trat er vor das närrische Volk und übergab, nach Aushandlung von diversen Versorgungsauflagen, die Amtsgewalt nebst Rathausschlüssel an die zufrieden dreinblickenden CKG-Narren. Im Zuge der Machtübernahme, für die Dauer den fünften Jahreszeit, stellte Generalfeldmarschall Hammes dann auch das neue Kinderprinzenpaar des TV Cochem vor. Diesbezüglich traten seine Tollität Prinz Nils von Jumps and Drums (Röhr) und ihre Lieblichkeit Prinzessin Jolina von Fiedel und Ross (Günther) vor das jecke Moselvolk und wünschten in amüsant formulierten Versen eine fröhliche und unterhaltsame Kampagne. Dies analog des diesjährigen CKG-Narrenmottos: „Seyd 170 Joar laacht un schunkelt der Cochemer Noar!“ Für eine weitere treffliche Einstimmung auf die neue Session ergriff CKG-Protokoller Stephan Hilken das Wort und tat seine 11 närrischen Paragrafen für ein frohes und friedvolles Miteinander kund.
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Neben dem offiziellen Gesellschaftsorden erhielt St. Martin-Double Schmitz noch einen riesigen Martins-Brezel.
Die Vorhut berittener CKG-Streitkräfte wagte einen beeindruckenden Dressurritt rund um das Martinsfeuer.
„Seyd 170 Joar laacht un schunkelt der Cochemer Noar“, lautet das Motto der neuen CKG-Kampagne.
