Wildnis im Rhein-Sieg-Kreis
Natürlicher Artenschutz in Wäldern
Rhein-Sieg-Kreis. Nicht nur am Amazonas – auch im Rhein-Sieg-Kreis gibt es Wildnis. Diese Wildnisentwicklungsgebiete sind ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Zum „Internationalen Tag der biologischen Vielfalt“ am 22. Mai betont das Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises die Bedeutung dieser Gebiete für die Biodiversität.
„Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es inzwischen insgesamt acht sogenannte Wildnisentwicklungsgebiete. Das sind derzeit 33 Flächen, auf denen natürliche Entwicklungen ohne Eingriffe oder eine Nutzung stattfinden können“, so der Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz, Rainer Kötterheinrich. Diese Gebiete sind sämtlich bewaldet und liegen im Siebengebirge, südlich von Rheinbach, im Windecker Ländchen, im Raum Swisttal, bei Ruppichteroth und in Waldgebieten bei Eitorf. In einigen dieser Wälder leben seltene Tierarten wie die Gelbbauchunke, der Uhu oder der Steinkrebs.
„In den Wildnisentwicklungsgebieten wird kein Baum mehr gefällt, alle Pflanzen leben dort bis zu ihrem natürlichen Ende. Dies macht die Waldgebiete zu einem Schaufenster für ökologische Prozesse“, so Kötterheinrich weiter. Auf ausgewiesenen Wegen können Spaziergängerinnen und Spaziergänger die Entwicklung zurück zum Urwald erleben, auch wenn es sich dabei überwiegend um Naturschutzgebiete handelt und das Betreten zum Schutz der seltenen Arten ansonsten nicht möglich ist. Insgesamt werden im Rhein-Sieg-Kreis auf diese Weise 1.057 Hektar Wald nach und nach zur Wildnis, das entspricht etwa einem Prozent der Kreisfläche oder der vierfachen Größe der Wahnbachtalsperre.
Pressemitteilung Rhein-Sieg-Kreis
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