Naturschutzinitiative e.V. (NI) begrüßt Aus für Industriegebiet im Lager Stegskopf
Daaden. Die weitere militärische Nutzung des Lager Stegskopf durch die Bundeswehr ist aufgrund der derzeitigen geopolitischen Lage verständlich.
Mehrfach hatte die Naturschutzinitiative e.V. (NI) die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) aufgefordert, diese Fläche und den Mobilmachungsstützpunkt aus Gemeinwohlgründen nicht an die Kommune Emmerzhausen zu veräußern und beispielsweise vorrangig für sanitätsdienstliche Zwecke zu nutzen. Eine Nutzung durch ein Logistikzentrum mit Schwerlastverkehr passe weder in die Zeit noch in das direkt angrenzende Nationale Naturerbe, FFH- und Vogelschutzgebiet sowie die umliegenden Naturschutzgebiete.
Eine erneute Nutzung als Truppenlager für die Bundeswehr könne nach Ansicht der NI mit den Zielen des Nationalen Naturerbes und der Biodiversität vereinbar sein, wie die positive Entwicklung der Natur und der Biodiversität zur Zeit der ehemaligen militärischen Nutzung deutlich gezeigt habe. Es würde zudem der Bundesrepublik Deutschland helfen, hohe Investitionskosten bei möglicherweise notwendigen Kasernenneubauten zu sparen, so der Natur- und Umweltschutzverband NI.
Bei dem vom Industrieentwickler Revikon geplanten 24-Stunden Logistikbetrieb mit Tausenden von Fahrzeugen, Lärm, Emissionen und weiterer Flächenversiegelung seien erhebliche Auswirkungen auf die unmittelbar angrenzenden Schutzgebiete sowie das Nationale Naturerbe Stegskopf zu befürchten gewesen.
„Es wäre völlig inakzeptabel gewesen, in dieser einzigartigen und ökologisch hochwertigen Lage ein Industriegebiet zu schaffen. Daher begrüßen wir die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums“, erklärte NI Bundes- und Landesvorsitzender Harry Neumann.
Pressemitteilung Naturschutzinitiative e.V. (NI)
Eine Nutzung durch ein Logistikzentrum mit Schwerlastverkehr passe weder in die Zeit noch in das direkt angrenzende Nationale Naturerbe, FFH- und Vogelschutzgebiet sowie die umliegenden Naturschutzgebiete.
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