Großes Interesse am Hochwasserschutz in Rheinbach
Neue Berechnungen zum Swistbach vorgestellt
Rheinbach. Rund 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen am 29. April 2026 an einer Informationsveranstaltung der Bezirksregierung Köln und der Stadt Rheinbach in der Mensa der Gesamtschule Rheinbach teil. Neben der breiten Öffentlichkeit waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Rhein-Sieg-Kreises, der Stadt Meckenheim sowie der Gemeinden Swisttal und Weilerswist und der Politik anwesend.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der aktuelle Stand des Verfahrens zur Festsetzung des Überschwemmungsgebietes des Swistbachs und seiner Nebengewässer. Die Bezirksregierung Köln erläuterte, dass im bisherigen Verfahren der Verordnungsentwurf sowie entsprechende Karten öffentlich ausgelegt worden waren. Daraufhin gingen zahlreiche Einwendungen aus der Bürgerschaft, von Kommunen und weiteren Beteiligten ein.
Diese Hinweise wurden anschließend umfassend geprüft und führten zu detaillierten Neuberechnungen. Dabei zeigte sich, dass einige der ursprünglich ausgewiesenen Flächen künftig nicht mehr als überschwemmungsgefährdet gelten. Gleichzeitig wurden neue Bereiche identifiziert, die nun in das Überschwemmungsgebiet aufgenommen werden müssen.
Die Fachleute der Bezirksregierung stellten die aktualisierten Berechnungen sowie die zugrunde liegenden Daten und Methoden vor und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Ergänzend präsentierte die Stadt Rheinbach ihre Starkregengefahrenkarten und gab Einblicke in die lokalen Vorsorgemaßnahmen. Auch Torsten Bölinger, Technischer Beigeordneter der Stadt Rheinbach, gab bereitwillig Auskunft zu bereits erfolgten sowie geplanten Maßnahmen und stand den Anwesenden kompetent Rede und Antwort.
Aufgrund der veränderten Flächenkulisse wird das Verfahren zur Festsetzung des Überschwemmungsgebietes für die neu hinzugekommenen Bereiche fortgeführt und ergänzt. Ein überarbeiteter Verordnungsentwurf soll zusammen mit aktualisierten Karten erneut öffentlich ausgelegt werden. Betroffene erhalten in diesem Zuge nochmals die Gelegenheit, Stellungnahmen abzugeben.
Die vorgestellten Überschwemmungskarten werden in Kürze auch online über das Fachinformationssystem „ELWAS-Web“ des Landes Nordrhein-Westfalen unter https://www.elwasweb.nrw.de/elwas-web/index.xhtml einsehbar sein.
Die hohe Teilnehmerzahl und das große Interesse unterstrichen die Bedeutung des Themas für die Region sowie den Wunsch nach transparenter Information und Mitwirkung.BA
