Allgemeine Berichte | 20.01.2022

Der Rhein-Lahn-Kreis informiert

Neue Broschüre gibt detaillierte Anleitung zur Obstbaumpflege

Landrat Frank Puchtler bedankt sich bei den Autoren Iris Brahm und Gregor Ellwart und bei Naturparkreferent Stefan Eschenauer für die sehr gelungene neue Broschüre.  Foto: Rhein-Lahn-Kreis

Rhein-Lahn-Kreis. Regionale Obstbäume spendieren nicht nur leckere Früchte, sondern leisten auch einen wichtigen ökologischen Beitrag.

„Gerade mit Blick auf die Herausforderungen, vor die der Klimawandel uns stellt, sind Streuobstwiesen eine bedeutende Natur- und Kulturlandschaft“, betont Stefan Eschenauer vom Naturpark Nassau. Wie mit diesem natürlichen Kleinod umzugehen ist, wird nun in einer neuen Broschüre beschrieben.

Hintergrund: In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts war der Streuobstanbau in ländlichen Regionen weit verbreitet. Ausgedehnte Streuobstgürtel um Dörfer herum prägten das Landschaftsbild. Doch die Nachfrage ging zurück, die Streuobstgürtel verschwanden immer weiter und damit leider auch nachhaltiger, preiswerter und regionaler Obstanbau. „Mit wachsendem Umwelt- und Klimawandelbewusstsein ändert sich das wieder“, gibt sich Naturparkreferent Eschenauer sicher. Obst, für dessen Herstellung möglich wenig CO2 emittiert und keine Pestizide verwendet werden, sei wieder angesagt. Vielleicht haben die Früchte kleine Schönheitsfehler, dafür ist ihr Geschmack umso kräftiger und individueller.

Übrigens: Auch nach ernährungswissenschaftlichen Aspekten sind alte Apfelsorten die gesündere Alternative, so Eschenauer.

Streuobst bedeutet aber nicht nur gesunde, umwelt- und klimafreundliche Ernährung, sondern auch Artenvielfalt. Die Wiesen bieten einen unersetzlichen Lebensraum für eine Vielzahl unserer wild lebenden Tiere wie Steinkauz, Wendehals, Grünspecht, Gartenrotschwanz oder den seltenen Wiedehopf. Säugetiere wie Siebenschläfer, Gartenschläfer, Haselmaus, aber auch einige der allesamt bestandsbedrohten Fledermausarten sind auf Baumhöhlen und das Nahrungsangebot dieses Lebensraumes angewiesen. Auch beim Kampf gegen das Insektensterben spielen Streuobstwiesen eine wichtige Rolle, bieten sie doch circa 2000 Insekten- und Spinnenarten Lebensraum. Nicht zuletzt sei auch auf die touristische Bedeutung von Streuobstwiesen hingewiesen. Insbesondere blühende Obstwiesen bieten ein attraktives Landschaftsbild, das Besucher anzieht und den Erholungswert der gesamten Region steigert.

Aber welcher Obstbaum passt eigentlich zu meinen Gegebenheiten vor Ort und wie muss dieser gepflegt werden, um einen hohen Ertrag und eine schmackhafte Frucht zu erhalten?

Darum geht es in der neusten Broschüre, die der Zweckverband Naturpark Nassau nun herausgebracht hat. Die beiden Autoren Iris Brahm und Gregor Ellwart, beide schon länger im Naturschutz und der Obstbaumpflege tätig, geben eine ausführliche Anleitung zur Pflege heimischer Obstbäume und verdeutlichen diese mit selbstdesignten Schaubildern und Tabellen.

Somit liefern sie nicht nur eine praktische Vorlage für Anfänger und langjährige Obstbaumbesitzer, sondern machen gleichzeitig auch auf die hohe Bedeutung dieser alten Kulturlandschaftselemente aufmerksam und versuchen sie nachhaltig ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Die Broschüre „Obstbaumpflege - Lebensräume schaffen im Naturpark Nassau“, die erneut durch finanzielle Mittel des Landes Rheinland-Pfalz gefördert wurde, wird in den Schulen, Verbandsgemeinden, Forstämtern und Tourist-Informationen innerhalb des Naturparks Nassau verteilt. Sie kann auch in der Geschäftsstelle des Naturparks Nassau, Bachgasse 4, 56377 Nassau, E-Mail (info@naturparknassau.de), oder in den Kreisverwaltungen Rhein-Lahn und Westerwald angefordert werden, wo sie außerdem zum Mitnehmen ausliegt, oder als PDF-Datei auf der Internetseite

(http://www.naturparknassau.de/index.php/broschueren.html) heruntergeladen werden kann. Pressemitteilung

des Rhein-Lahn-Kreises

Landrat Frank Puchtler bedankt sich bei den Autoren Iris Brahm und Gregor Ellwart und bei Naturparkreferent Stefan Eschenauer für die sehr gelungene neue Broschüre. Foto: Rhein-Lahn-Kreis

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