Vortrag am Sonntag, 19. Mai, im Mutter-Beethoven-Haus von Dr. med. Günter Wenzel
„Neue Erkenntnisse anhand einer Haarlocke“
Koblenz. Was wäre aus dem Komponisten Ludwig van Beethoven geworden, wenn ihn nicht früh seine Krankheiten geplagt hätten? Diese Frage wird nie beantwortet werden können. Einen Einblick in des Meisters Leiden gibt – auf Einladung der Förderer des Museums – der Arzt und Internist Dr. med. Günter Wenzel.
Der Vortragende stammt aus einer badischen Ärztefamilie und ist – nach beruflichen Stationen im Rheinland in Düsseldorf und Krefeld – zuletzt in Lahnstein im St. Elisabeth-Krankenhaus als ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin tätig gewesen. Im Lauf seiner beruflichen Ausbildung als Gastroenterologe und Hepatologe und als Liebhaber klassischer Musik beschäftigte ihn das Krankheitsbild von Ludwig van Beethoven. Trotz seiner jetzigen Praxistätigkeit (wieder im Badischen) nimmt er sich die Zeit, sein Wissen über die Beschwerden und möglichen Ursachen nun im Geburtshaus von dessen Mutter in Ehrenbreitstein weiterzugeben.
Die musikalische Einstimmung zur Veranstaltung übernehmen Simon Kleber (Klavier), Maria Stelzer (Violine), Heinz Engel (Viola) und Volkhart Lehmann (Cello).
Zur Aufführung kommt Ludwig van Beethovens Klavier-Quartett C-Dur WoO 36/3, das zwar in Wien 1828 – posthum - veröffentlicht wurde, dessen Entstehung 1785 aber in die Bonner Zeit seiner Freundschaft mit Franz Gerhard Wegeler fällt. Beethoven vertraute sich – später aus Wien – seinem inzwischen nach Koblenz gezogenen Jugendfreund, der Arzt geworden war, in seinen Briefen an. Diese sind auf einer Doppel-CD wiedergegeben und beim Verein erhältlich. Die Original-Noten im Erstdruck wurden von einem Nachkommen Wegelers für das Museum im Mutter-Beethoven-Haus erworben und sind dort ausgestellt.
Die Tradition des freien Eintritts zu den Veranstaltungen des Vereins wird beibehalten, Spenden werden – im Hinblick auf das Beethoven-Jubiläum 2020 – erbeten. Die Veranstaltung am Sonntag, 19. Mai, beginnt um 17 Uhr mit musikalischer Einstimmung im Kammermusiksaal des Mutter-Beethoven-Hauses. Informationen unter www.mutter-beethoven-haus.de der beim Verein unter Telefon (02 61) 7 62 94.
