Meckenheim sucht Macher
Neue Ideen für Objekt der Stadt am Neuen Markt gesucht
Ehemaliges Jobcenter steht zum Verkauf
Meckenheim. Auf insgesamt 1246 Quadratmetern Brutto-Grundfläche kann sich der potenzielle neue Eigentümer des Gebäudes neben dem Glockenspiel am Neuen Markt freuen. Nachdem der Vertrag des Jobcenters am 31. Januar 2017 beendet war, hat sich die Stadt zur Vermarktung des Gebäudes mitsamt Grundstück einige Gedanken gemacht und Pläne zur weiteren Belebung der Neuen Mitte gestaltet. Wirtschaftsförderer Dirk Schwindenhammer, Martin Hammelstein vom Fachbereich Gebäudemanagement der Stadt Meckenheim und der Kopf des Immobilien-Services Hohmann, Wolfgang Hohmann erklärten Wünsche, Angebote und Inhalte des Vermarktungskonzeptes.
Im November sei im Hauptausschuss der Entschluss gefallen, das Gebäude zu verkaufen. Man wünscht sich für das Erdgeschoss des Komplexes eine Gewerbeeinheit, die den Menschen dient und die Lebensqualität in der Apfelstadt auf hohem Niveau hält oder gar bereichert. Im Erdgeschoss des Gebäudes mit A-Lage aus dem Baujahr 1977 könnte man sich beispielsweise Gastronomie oder Handel gut vorstellen. Das oder die künftigen Obergeschosse seien für Büroeinheiten, aber auch für eine Kombination mit Wohneinheiten, unter Umständen sogar Hotelzimmern oder Ferienwohnungen gut geeignet.
Allerdings kommen auf den künftigen neuen Besitzer zuerst einige Investitionen zu. Die letzte Modernisierung in dem Komplex mit zehn rückwärtigen Parkplätzen wurde vor 24 Jahren durchgeführt. „Insofern herrscht durchaus Renovierungsstau“, erklärte der Immobilienfachmann Hohmann. Durch die Wärmeerzeugung per Nachtspeicheröfen ist der wesentliche Energieträger für das Objekt natürlich Strom. Hier liegt angesichts der technischen Entwicklungen und der Forderungen umweltpolitischer Aspekte zuerst Handlungsbedarf.
Auch ein Abriss kommt in Betracht
Sollte der neue Eigentümer allerdings ganz andere Pläne haben, die ebenfalls zum Vorteil der Entwicklung in diesem schönen Abschnitt der Fußgängerzone gereicht, wäre auch ein Abriss und darauf folgender Neubau in Betracht zu ziehen. Letzterer müsste sich nicht unbedingt an den derzeitigen Gegebenheiten orientieren. Eine Anpassung der Bauvorgaben für diesen Bereich sei in geeignetem Rahmen durchaus möglich, erklärte Dirk Schwindenhammer. Innerhalb dieses Rahmens wäre auch ein Neubau mit bis zu vier Geschossen denkbar, wenn das Gebäudekonzept stimme und der Platz mit dem Glockenspiel dadurch gewinne.
Derzeit bietet der Massivbau mit 825 Quadratmeter Raumfläche, 1246 Quadratmeter Gesamtfläche und einer Teilunterkellerung Platz für viele Innovationen, aber auch klassische, die Fußgängerzone belebende Gewerbe. Im rückwärtigen Bereich des Gebäudes finden sich nicht nur die zehn Parkplätze und zwei Garagen, sondern auch ein weiterer Zugang in das Gebäude. Mit rund 1000 Euro je Quadratmeter liege der Gesamtpreis in Höhe von 895.000 Euro nach gutachterlicher Bewertung in einem marktangemessenen Rahmen, war von den Stadtvertretern zu erfahren. Exposé und Beschreibungen sind im Internet unter www.immobilien-hohmann.de unter dem Link der Laufinfo oberhalb des Gebäudebildes zu finden oder bei immobilienscout24.de unter der Scout-ID: 102710911.
