Diplomfeier der VWA Koblenz in der Kulturhalle Ochtendung
Neue Perspektiven eröffnen
Ochtendung. In einer vollen Kulturhalle in Ochtendung feierten 305 Absolventen aus sechs Studiengängen der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Koblenz (VWA) den Abschluss ihres Studiums. Sie hatten es nach der Ausbildung oder „dual“ zur Ausbildung absolviert.
Eine Absolventin hat sich dabei selbst übertroffen: der 2. Dezember 2015 - ein unvergesslicher Tag für Katharina Korb. Sie bestand an diesem Tag zwei Examen. Schrieb für ihren Abschluss als Betriebswirtin (VWA) jenes im Fach Recht. Und machte das als Mutter. Schenkte kurz nach Abgabe des Testats ihrem ersten Kind das Leben. Sohnemann Patrick bildete sich deshalb quasi schon vorgeburtlich weiter. Von wegen: „Mutter werden ist nicht schwer“ - Katharina Korb könnte da etwas ganz anderes erzählen. Die Kauffrau für Bürokommunikation begann 2013 ihr VWA-Studium. Parallel zum Beruf. Wahrlich nichts, was einfach mal sich locker-flockig mit links machen lässt. Da sind die ganze Frau, der ganze Mann gefragt.
6.215 haben das bisher bei der VWA getan. Wuchsen dabei über sich hinaus. Sind klüger als zuvor. Stressresistenter, belastbarer. Gereift sowieso. Katharina Korb (Jahrgang 1983) toppte aber alles, was seit 1958 Aufnahme in der VWA-Chronik fand: Sie wurde im fünften Semester schwanger. Das ist nicht ungewöhnlich. Werdende Mütter pausieren meist. Stemmen ihren Abschluss eben ein wenig später. So war das eigentlich auch bei Katharina Korb vorgesehen. Die fürsorglichen VWA-Feen hatten mit ihr geklärt, dass sie in aller Ruhe und nach der Geburt ihres Kindes irgendwann im neuen Jahr die Klausur nachschreiben könne.
Doch dann saß die Hochschwangere an jenem Mittwoch im Dezember an ihrem Platz – bezeichnender Weise jenem mit Nummer „110“. Deshalb, weil sich der Filius nicht ausmehren wollte, absolvierte sie mal eben das Testat. Mit Argusaugen wachten die Aufsichten: damit niemand schummele. Und dass der Hör- nicht zum Kreißsaal werde. Doch Katharina Korb und ihr Knabe blieben cool. Um 13.30 Uhr gab sie ab. Ging anschließend mit ihren Kommilitonen essen. Fuhr dann ins Mayener Krankenhaus. Dort wurde die Geburt eingeleitet. Zwei Tage und eine Stunde nach dem Rechtsexamen tat Sohn Patrick seinen ersten Freudenbrüller.
Katharina Korbs Geschichte sorgte nun etwas mehr als ein halbes Jahr nach der Aufregung ganz sicher für einen besonders berührenden Moment in der Festrede der aktuellen VWA-Diplomfeier. Sie wie die anderen 305 Absolventen durften danach in der Kulturhalle Ochtendung ihren Abschluss und sich feiern – mit mehr als 600 Gästen, Arbeitgebern, VIPs der Region. Frau muss übrigens nicht gleich noch für Nachwuchs für die VWA Koblenz sorgen, will sie dort studieren. Kann sie aber, wie Katharina Korb bewies.
Hier sind ganz sicher alle bestens aufgehoben, die sich beruflich verändern, sich neue Perspektiven eröffnen wollen. Im September starten neuen Kurse an der Universität Koblenz-Landau. Schnuppervorlesungen gibt es auch. Weitere Infos unter www.vwa-koblenz.de.
Pressemitteilung
Stadt Koblenz
