Allgemeine Berichte | 04.02.2022

Jüdisches Leben in Koblenz und Umgebung

Neue Publikation für Schulen vorgestellt

 Quelle: Stadt Koblenz

Koblenz. Mit der Publikation „Jüdisches Leben in Koblenz und Umgebung“, herausgegeben durch die Evangelische Kirche im Rheinland, die Universität Koblenz Landau und die Stadt Koblenz, steht Schulen seit Jahresbeginn ein neues Angebot für die aktive Erinnerungsarbeit zur Verfügung. Im vergangen Jahr war die Veröffentlichung noch in Verbindung mit einer Ausstellung geplant, pandemiebedingt entschieden sich die Herausgeber jedoch letztlich für die rein schriftliche Fassung. Michael Koelges, Andreas Metzing, Thomas Martin Schneider und weitere Autorinnen und Autoren werfen in ihren Texten Schlaglichter auf Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in der Region. PD Dr. Margit Theis-Scholz, Dezernentin für Bildung und Kultur der Stadt Koblenz, bedankte sich bei einem Termin im Stadtarchiv bei allen an der Veröffentlichung beteiligten Autorinnen und Autoren für deren Engagement und wertvollen Beiträge zur regionalen Erinnerungskultur.

Michael Koelges, Leiter des Koblenzer Stadtarchivs, Andreas Metzing, Leiter der Archivstelle Boppard der evangelischen Kirche im Rheinland sowie der Kirchenhistoriker Thomas Martin Schneider vom Institut für evangelische Theologie der Universität Koblenz-Landau hatten das ursprüngliche Konzept im Rahmen des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ entwickelt. Aufgrund der Pandemielage konnte die Ausstellung zur jüdischen Geschichte im Raum Koblenz, die besondere Angebote für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bieten sollte, nicht verwirklicht werden. Stattdessen wurde nun zunächst die ausstellungsbegleitende Publikation zu jüdischem Leben in Koblenz und Umgebung realisiert. Die Veröffentlichung bietet einen überblicksartigen Abriss jüdischen Lebens im Raum Koblenz von den Anfängen vor 900 Jahren bis heute, beinhaltet aufschlussreiche Sachinformationen sowie exemplarische Unterrichtsmaterialien und Ideen zur Unterrichtsgestaltung.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser Veröffentlichung vor allem den Schulen und Bildungseinrichtungen anregungsreiche Grundlagen für die Unterrichtsarbeit unterbreiten“, betonte Theis-Scholz bei der gemeinsamen Präsentation. Die Publikation reihe sich hervorragend in die Bemühungen für eine aktive Erinnerungskultur in der Stadt Koblenz ein. Die Autorinnen und Autoren kämen zwar aus verschiedenen Wirkungsstätten, hätten aber das gemeinsame Ziel, gegen das Vergessen anzukämpfen.

Großen Wert legen die Herausgeber auf die umfassende Betrachtung jüdischen Lebens in Koblenz. „Es wäre zu kurz gegriffen, würde man die Geschichte der jüdischen Menschen in Deutschland und auch im Raum Koblenz nur als Opfergeschichte erzählen“, mahnte Schneider. Vielmehr soll die Publikation auch als ein Anstoß verstanden werden, Zeugnisse eines guten gesellschaftlichen Miteinanders von unterschiedlichen Religionsgemeinschaften wachzurufen. Es ist beabsichtigt, in den kommenden Wochen bei einem passenden Termin die Broschüre der jüdischen Kultusgemeinde zu präsentieren.

Im Stadtarchiv waren zudem Dr. Ulrich Offerhaus, Autor zahlreicher Publikationen zur jüdischen Regionalgeschichte und Hilde Arens vom Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva zugegen. Offerhaus bereichert seit vielen Jahren die historische Aufbereitung jüdischen Lebens in der Regionalgeschichte, seine jüngstes Schrift erschien als Jahrbuch 2021 für westdeutsche Landesgeschichte der Landesarchivverwaltung unter dem Titel „Wechselvolle Geschichte des jüdischen Friedhofs in Koblenz“. Hilde Arens organisiert als Vorsitzende des Freundschaftskreises Koblenz-Petah Tikva u.a. gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Heimatbesuche gebürtiger jüdischer Koblenzerinnen und Koblenzer aus Israel und deren Nachfahren. Diese Besuche sollen bald wieder aufgenommen werden.

Das Bildungsbüro der Stadt Koblenz wird die Publikation nach und nach in den regelmäßig stattfindenden Schulleitungsrunden präsentieren. Alle Schulen erhalten ein Belegexemplar und können bei Bedarf weitere Exemplare bestellen.

Pressemitteilung der

Stadt Koblenz

Quelle: Stadt Koblenz

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