Feuerwehren in der VG Mendig
Neue Schutzausrüstung für die Atemschutzgeräteträger
VG-Bürgermeister Jörg Lempertz bedankte sich bei den anwesenden Feuerwehrkameraden für deren unermüdliches ehrenamtliches Engagement
Mendig. In der Vorwoche des Weihnachtsfestes hatten alle Wehrführer der Verbandsgemeinde Mendig sich gemeinsam mit Wehrleiter Stephan Schüller sowie VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und dem Ersten Beigeordneten Joachim Plitzko im Feuerwehrhaus der Stadt Mendig zur symbolischen Übergabe ihrer neuen Schutzanzüge eingefunden.
„Die Feuerwehren schützen unsere Bevölkerung Tag für Tag rund um die Uhr und unsere Aufgabe ist es, die Feuerwehrleute ebenfalls zu schützen. Deshalb legen wir großen Wert auf eine sorgfältig ausgewählte Einsatzkleidung mit optimalen Standards für Atemschutzgeräteträger, die bei Brandeinsätzen und technischen Hilfseinsätzen zum Tragen kommt“, so der oberste Chef der Feuerwehr, VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, der sich bei den anwesenden Feuerwehrkameraden für deren unermüdliches ehrenamtliches Engagement bedankte.
Die bisherige persönliche Schutzausrüstung hatte nach zehnjährigem Einsatz ihre Nutzungsdauer erreicht. Im Rahmen der Ausschreibung neuer Schutzbekleidung wurde zunächst ein sechs Monate währender Tragetest zur Erprobung verschiedener Modelle durchgeführt. Sodann erfolgte eine deutschlandweite Ausschreibung und nach entsprechender Prüfung wurde der Auftrag an die Firma Lion Apparell vergeben.
Zu den Besonderheiten der neuen Schutzausrüstung zählen: Oberstoff: PBI Matrix (beige) vierfache Reißfestigkeit, keine befristete Nutzungsdauer, Viren- und Bakterienschutz, Brandfestigkeit bis zu 700 Grad C, bessere Wahrnehmbarkeit bei dunklen Einsatzorten. Membrane: Durch kleine kugelförmige Abstandshalter wird ein Luftpolster aufgebaut, welches die Wärmestrahlung zum Körper um 80 Prozent senkt. Rettungsschlaufe: Durch eine innenliegende Rettungsschlaufe ist ein Selbst-Retten/Abseilen in einer Notfallsituation möglich. Desweiteren kann hierdurch das Halten, zum Beispiel in einem Drehleiterkorb oder in Hanglagen, ohne weiteres Equipment erfolgen. Bei einem Unfall können die Feuerwehrleute den verletzten Kameraden retten. Tragekomfort: Durch den besonderen Schnitt der Jacke verrutscht diese beim Anheben der Arme nur minimal. Hierdurch werden ungeschützte Stellen am Körper vermieden. Die Kosten für die Anschaffung der insgesamt 75 Schutzanzüge belaufen sich auf 96.767,25 Euro, die von der Verbandsgemeinde Mendig finanziert wurden. Seit Mitte November ist die VG Mendig außerdem noch im Besitz eines neuen, hochkarätigen Rüstfahrzeuges, das für die technische Hilfeleistung selbst bei Unfällen mit Großfahrzeugen mit allen Schikanen ausgerüstet ist. Kosten: Circa eine halbe Millionen, finanziert vom Landkreis Mayen-Koblenz.
FRE
Wehrleiter Stephan Schüller weist auf eine innenliegende Rettungsschlaufe an seinem neuen Schutzanzug hin.
Seit Mitte November ist die VG Mendig im Besitz eines neuen, hochkarätigen Rüstfahrzeuges.
