Heimerzheimer Willkommensschilder erstrahlen in neuem Glanz
Neue gestaltete Holzreliefs als Blickfang
Rainer Schmitz restauriert hölzernen Willkommensgruß
Swisttal-Heimerzheim. „Herzlich willkommen“ steht auf der Tafel an den Ortseingängen von Heimerzheim. In einer erhabenen Reliefform sind die Buchstaben, das Heimerzheimer Wappen sowie das Gebäude der Heimerzheimer Vorburg dargestellt. Die zwei Schilder an der Kölnerstraße hatte der Ortsausschuss Heimerzheim (OA) herstellen lassen. Viele Aktionen hatten dazu geführt, dass die Vereinskasse gut gefüllt war. So hatte Eckhard Krüll, damaliges Ratsmitglied der FDP, den Kontakt zu dem Holzschnitzer Josef Cader aus Bornheim Rösberg geknüpft. Rainer Schmitz, der damalige Vorsitzende des Ortsausschuss Heimerzheim, hatte seine Vorstellungen zu Papier gebracht und Cader hatte sie umgesetzt. Schmitz: „Im Nachhinein stellten wir fest, dass die Buchstaben sehr eng zusammen standen und so der Willkommensgruß nicht optimal zu sehen war“. Wunschgemäß wurden die Schilder pünktlich zum Dorf– und Swisttalfest 1999 fertig, so konnte Schmitz sie dem damaligen Ortsvorsteher Josef Hartmann übergeben. In Absprache mit dem Kreis wurden die Schilder vom Bauhof aufgestellt. Nun sind fast 20 Jahre ins Land gegangen und die Schilder waren durch die Witterung stark beschädigt. Mit der Änderung des Strassenverlaufs am Kreisel Richtung Metternich bekam das dortige Schild eine neue Position und das Schild von Dünstekoven kommend steht so weit von der Strasse entfernt, dass die tief hängenden Äste den Blick fast verhindern. Schmitz, der ja Motor dieses hölzernen Willkommensgrusses war, hatte sich bereit erklärt, die Tafeln zu restaurieren. Beginnend mit dem der Rückschnitt der Grünanlage demontierte er das mit Farbe beschmierte Schild an der Burg mit dem Ziel nun die Schrift zu verändern und die Burg farblich in den Mittelpunkt zu setzen. Diese Schilder sollten die Willkommenskultur der Heimerzheimer verdeutlichen. Nun war erstmal viel viel handwerkliches Geschick gefragt. Die abgenommene Tafel wurde abgebeizt und mit Hochdruck gereinigt. Mit Schnitzwerkzeug veränderte er das Schriftbild, so dass nun der Willkommensgruß deutlicher zu erkennen ist. Die alte Farbe musste erstmal tiefgründig runter und so war schleifen, schleifen und schleifen angesagt. Mit der neuen Gestaltung sind nun Schrift und Wappen deutlicher zu sehen und durch farbliche Umgestaltung ist auch das Relief der Burg selbst aus der Ferne gut zu erkennen. Das zweite Schild musste nach der Demontage erst noch geleimt werden, da das Leimholz durch Witterungseinflüsse stark beschädigt war und auseinanderbrach. Schmitz, der in der Elektrotechnik seine Heimat hat und die 25 Jahre vor der Pension in der Kinderklinik Sankt Augustin die Abteilung Medizintechnik leitete, wurde gefragt, wo er die Fähigkeiten mit Holz zu arbeiten erlernt habe. Seine Antwort: „ Ich habe seit jeher sehr viel Interesse an allen handwerklichen Gewerken gehabt, so habe ich den Fachleuten über die Schulter geschaut und viele Fragen gestellt. Mit dem richtigen Werkzeug muss man dann einfach los legen. Zugegeben ich habe auch Lehrgeld gezahlt“. Der inzwischen verstorbene Künstler Josef Cader hatte gleich noch ein drittes Schild erstellt, dass der Ortsausschuss später erworben hat.
Schmitz überarbeitet zur Zeit auch noch diese Tafel, die dann am Ortseingang Vorgebirgsstrasse aufgestellt werden soll.
Das äußere Erscheinungsbild der Schilder vor der Restaurierung.
Rainer Schmitz während der Arbeit an den Holztafeln. Fotos: privat
