Allgemeine Berichte | 29.05.2019, 10:29 Uhr

Ortsvertretung und Ortsausschuss Pech hatten eingeladen

Neuer Ortseingang in Pech soll ein Treffpunkt für alle Altersgruppen werden

Naturnah und insektenfreundlich gestaltet, soll er auch den Menschen gefallen – Eazebär übergab Spenden an drei Pecher Organisationen

Der Eazebär verteilte 800 Euro an drei gemeinnützige Organisationen in Pech. Fotos: JOST
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Pech. Zu einem gemütlichen Treffpunkt unter altehrwürdigen Kastanienbäumen für Pecher alle Altersstufen könnte – trotz der in direkter Nachbarschaft entlang fließenden Verkehrsströme auf der Landstraße 158 – der neugestaltete Platz am Ortseingang in Richtung Bad Godesberg sein. Dort ist an der Ecke Pecher Hauptstraße, Huppenbergstraße und L 158 ein gemütlicher Ortseingang aus drei Teilen entstanden, der ein wenig an südeuropäische Plazas mit Charme und Charakter erinnert. Am Wochenende wurde er vom Ortsausschuss und der Ortsvertretung mit einem gut besuchten Familienfest gebührend eingeweiht.

50 Tonnen Grauwacke aus Lindlar und 188 Tonnen Kalkschotter aus der Eifel für die wassergebundenen Wege und Pflanzflächen wurden hier verarbeitet, 60 Quadratmeter Ansichtsfläche im Trockenbau und ein fast zwei Meter hoher Wall mit Bruchsteinmauer haben aus den Ortseingang einen naturnahen und insektenfreundlichen Platz gemacht. Spiralförmig angeordnete Sitzsteine aus Grauwacke sollen zum Aufenthalt von kleineren und größeren Gruppen animieren. Das erklärte Benedikt Brockmann von der Firma „Natürlich Grün“ aus Bad Münstereifel, die die Ausführung übernommen hatte. Entlang der Baumreihe entstand auf der gegenüberliegenden Seite ein terrassierter, mit 600 einheimischen Stauden und 76 Sträuchern bepflanzter Bereich, in dem auch noch weitere Pflanzen angesät werden sollen.

Aufenthaltsqualität des Platzes steigern

Jutta Danylow, die Vorsitzende der Ortsvertretung, blickte in ihrer Ansprache zurück: „Die Idee für die Umgestaltung des Platzes wurde auf einer Ortsvertretungssitzung Anfang 2017 geboren.“ Nachdem die Bäume an der Ecke Langenacker/Huppenbergstraße gefällt worden waren, sei dieser Platz unansehnlich geworden: „Um den Schaden an der Natur wiedergutzumachen, wollten wir den Ortseingang naturnah und insektenfreundlich gestalten.“ Mit Hilfe des Arbeitskreises „Naturnahe Gärten“ sei man übereingekommen, ein artenreiches Staudenbeet zu schaffen und damit zugleich die Aufenthaltsqualität des Platzes zu steigern. Im Dezember vergangenen Jahres habe der Bauausschuss der Gemeinde die Pläne, die von Diplombiologin Ulrike Aufderheide von Planungsbüro Calluna (Bonn) erarbeitet worden waren, genehmigt, und dann ging es ganz schnell. So ist mittlerweile ein gemütlicher Platz entstanden, wo sich die Pecher gerne mal zu einem Plausch treffen können. Deshalb wolle die Ortsvertretung mit gutem Beispiel vorangehen und ein regelmäßiges Treffen etablieren: Ab 5. Juni wollen sich hier die Mitglieder der Ortsvertretung jeden ersten Mittwoch im Monat um 16 Uhr treffen und mit den Bürgern ins Gespräch kommen.

Dr. Roswitha Schönwitz (SPD) erläuterte anschließend, wie die Bepflanzung künftig aussehen soll. In den Kastanienbäumen sind bereits vier „Insektenhotels“ aufgehängt worden, denn künftig sollen hier sehr viel mehr Insekten heimisch werden als bisher. Das Ganze sei zwar sehr naturnah angelegt, solle aber letztlich auch den Menschen gefallen, die hier einen neuen Aufenthaltsort finden sollen.

Viele Gäste bei der Eröffnungsfeier

Das scheint gelungen zu sein, denn eine große Anzahl von Gästen hatte sich zu der Eröffnungsfeier eingefunden. Für das leibliche Wohl war mit Bratwürsten und Obstkuchen von den einheimischen Geschäften gesorgt, auf der gegenüberliegenden Wiese gab es lange Schlangen vor dem Ponyreiten und vor der Rollenrutsche, die besonders bei den jungen Besuchern hoch im Kurs standen. Am Nachmittag begeisterte die Band „Jazztime“ nicht nur die Musikfreunde unter den Gästen. Während der Eröffnung wurde auch der Erlös des „Eazebär“ an drei gemeinnützige Organisationen im Dorf verteilt. Wie immer war am Rosenmontag der „Eazebär“, in dessen Kostüm abwechselnd Petra und Oliver Neft steckten, durch das Dorf gezogen und hatte Geld für einen guten Zweck im Ort gesammelt. 800 Euro wurden jetzt an drei Empfänger verteilt: 300 Euro nahm Leiterin Bianca Zepp vom katholischen Kindergarten Pech entgegen, 300 Euro gingen an Sybille Abraham vom Martinshof e.V., und 200 Euro nahm Leonie Ansorge vom Pecher Jugendtreff entgegen.

JOST

Mitglieder der Ortsvertretung und des Ortsausschusses durchschnitten das Band zur Einweihung des neuen Ortseingangs von Pech.

Mitglieder der Ortsvertretung und des Ortsausschusses durchschnitten das Band zur Einweihung des neuen Ortseingangs von Pech. Foto: Volker Jost

Das Ponyreiten war beim Fest anlässlich der Einweihung des Ortseingangs sehr beliebt bei den Kindern.

Das Ponyreiten war beim Fest anlässlich der Einweihung des Ortseingangs sehr beliebt bei den Kindern. Foto: Volker Jost

Auf der Rollenrutsche stützen sich die Kinder mutig in die Tiefe.

Auf der Rollenrutsche stützen sich die Kinder mutig in die Tiefe. Foto: Volker Jost

Der Eazebär verteilte 800 Euro an drei gemeinnützige Organisationen in Pech. Fotos: JOST Foto: Volker Jost

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