Allgemeine Berichte | 07.04.2017

Feuerwehr Kirchspiel Anhausen

Neuer Rettungssatz für die Feuerwehr

Die neuen Einsatzwerkzeuge wurden mit großer Freude entgegengenommen. privat

Anhausen. Im Februar konnte die Feuerwehr Kirchspiel Anhausen einen neuen Rettungssatz in Empfang nehmen. Die Neubeschaffung löst damit einen 13 Jahre alten Rettungssatz ab. Durch technische Neuerungen der Automobilhersteller, wie beispielsweise der Verstärkung von Karosserien mit hochfesten Stählen, können älteren Rettungsgeräten im Einsatz buchstäblich die Kräfte ausgehen. „Die Autoindustrie ist, was die Technik und neue Materialien angeht, immer einen Schritt voraus. Das kann so manchen Einsatz erschweren und wertvolle Zeit kosten.“, so Volker Lemgen, Wehrführer der Einheit. Hersteller der neuen Gerätschaften ist die Firma Weber Rescue. Neben einem neuen Aggregat, einer Rettungsschere, einem Spreizer und drei Rettungszylinder gehören ein Stab-Fast System, welches zum Sichern und Stabilisieren dient, und spezielle Rüsthölzer zur Beschaffung. Das neue Hydrauliksystem arbeitet mit einem Druck von bis zu 700 bar. Eine zusätzliche Neuerung ist dabei, dass Geräte unter Druck von den Hydraulikschläuchen gelöst und wieder gekuppelt werden können. Möglich machen das sogenannte ‚Single Kupplungen‘.

Das erhöht die Einsatzmöglichkeiten. Zudem sind nun die Rettungssätze der Einheiten Rengsdorf, Oberraden und Kirchspiel Anhausen kompatibel, sodass bei einem gemeinsamen Einsatz technische Barrieren ausgeschlossen sind. Die neue Schere, mit einer maximalen Schneidkraft von 107 Tonnen, lässt sich bis zu einer Weite von 200mm öffnen. Auch der Spreizer besitzt eine erhöhte Schließkraft von 100 Kilo Newton. Das entspricht einem Gewicht von rund 10 Tonnen. Bei den Zylindern handelt es sich um zwei Teleskopzylinder und einen Normalzylinder. Damit sind Arbeitslängen von 395 Millimeter bis 1810 Millimeter möglich. Um die neuen Geräte im Vorausrüstwagen unterzubringen, wurde von den Gerätewarten der Feuerwehr Kirchspiel Anhausen der Innenausbau des Vorausrüstwagens umgebaut. Mit diesen technischen Neuerungen ist die Wehr auf dem neusten Stand der Technik und für zukünftige Einsätze gerüstet.

Die neuen Einsatzwerkzeuge wurden mit großer Freude entgegengenommen. Foto: privat

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