Jugendhilfeausschuss plädiert einstimmig für eine maritime Gestaltung
Neuer Spielplatz für „Merler Keil II“
Meckenheim. In der Planung hat die Stadt Meckenheim für das Baugebiet „Merler Keil II“ einen zentralen Spielplatz vorgesehen. Um diesen zu planen, wurde das Ingenieurbüro „Städtebauliche Arbeitsgemeinschaft“ in Bonn beauftragt. Mittlerweile gab es auch für die Anwohner und deren Kinder einen Ortstermin, wo die Planer ihre Ideen vorstellten und auch auf die Wünsche der Eltern und Kinder eingingen.
Allerdings hatte die Verwaltung vergessen, zu diesem Termin die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses einzuladen, was sowohl von der SPD als auch von der UWG sehr kritisch angemerkt wurde. Die Stadt entschuldigte sich für diesen Fauxpas und gelobte Besserung.
Das war dann aber auch schon der einzige wirklich strittige Punkt, denn Stadtplaner Ralf Thielecke legte einen überaus gelungenen Plan vor. Auf rund 5440 Quadratmetern Fläche entsteht ein Spielplatz von 2000 Quadratmetern sowie eine gestaltete Grünfläche von 3440 Quadratmetern. Geplant ist, dass der Spielplatz maritime Elemente enthält. So sollen unter anderem dort zwei Spielgeräte in Form von Schiffen aufgestellt werden. Es wird einen Kriechtunnel geben, eine Seilschaukel, eine Hang- und Röhrenrutsche und einen kleinen Leuchtturm in der Mitte zum Raufklettern.
Für die Eltern wird es mehrere XXL-Liegen geben, von wo sie ihre Kinder beobachten und entspannen können. Die Bereiche für die Kinder sind jedoch so ausgelegt, dass sie permanent in Bewegung sind. Auf Wunsch der Eltern und Kinder wurden ein Spielbereich für Kinder unter drei Jahren, ein Schutzzaun aus Rubinien-Palisaden sowie Versteckmöglichkeiten durch Pflanzen zusätzlich in die Gestaltung hineingenommen.
Keine Fußballtore
Nicht aufgenommen in die Planung wurden die Aufstellung von Fußballtoren, da dies einer Festlegung auf eine Sportart entsprechen würde, sowie der Wunsch nach einer Verschattung von Bereichen. Ebenfalls unberücksichtigt blieb der Wunsch nach Wasserspielen, dies ist unter dem Strich zu teuer. Denn dies bedeutet sehr aufwendige Installationen sowie ständige Kontrollen des Wassers hinsichtlich der Qualität.
Anregungen für die Gestaltung hatten allerdings auch die Ausschussmitglieder. Sie hätten gern einen Barfußweg im Graben und wollten einen Rundweg in Form einer Acht haben, damit keine Trampelpfade entstehen. Wünsche, die unkompliziert in die Planung aufgenommen werden können. Ebenfalls wurde der Wunsch nach einer öffentlichen WC-Anlage geäußert, was jedoch sofort den Ersten Beigeordneten Holger Jung auf den Plan rief, der dies aus Kostengründen ablehnte.
Da sich der Spielplatz an die unmittelbaren Anwohner richte, sei es ihnen zuzumuten, kurz nach Hause zu gehen. Geld kostet der neue Spielplatz allerdings auch, rund 180.000 Euro sind im Haushalt hierfür eingestellt. Die Planung liege voll im Rahmen, wie Peter Dauber vom Fachbereich Verkehr und Grünflächen erläuterte.
Wenn alles glattgeht, können die Bagger im Februar 2018 anrollen. Wenn das Wetter mitspielt, können sich die Kinder und Erwachsenen Ostern über den neuen Spielplatz freuen. STF
