Spende an den Heimatverein Meckenheim e.V.
Neues Fliegerkreuz an der ‚Oberen Mühle‘
Meckenheim. Das schlichte Holzkreuz kennzeichnet die Absturzstelle einer zweisitzigen Messerschmitt BF 110 mit zwei deutschen Fliegersoldaten im 2. Weltkrieg. Sie wurden am 04.10.1943 von einer amerikanischen Maschine abgeschossen. Der Pilot, Unteroffizier Emil Haupt und Bordfunker Leopold Berger verstarben an der Absturzstelle. Beide wurden in ihrer Heimat (Bayreuth und Wien) bestattet. Auf Wunsch der Familie Haupt veranlasste Herr Hubert Spilles mit Genehmigung der Stadt Meckenheim, dass am 04.10.2001 ein Gedenkkreuz in der Nähe der Absturzstelle errichtet wurde.
Leider fiel das Kreuz 2011 blindem Vandalismus zum Opfer. Herr Spilles hat mit dem Enkel von Emil Haupt das Kreuz restauriert und wieder aufgestellt. Jedoch 2012 wurde es erneut abgesägt.
Es ist auch einer der Aufgaben des Heimatvereins Meckenheim e.V., für die Verschönerung des Ortsbildes und der örtlichen Denkmäler Sorge zu tragen. Der Heimatverein hat das Kreuz restaurieren lassen und im Mai 2013 wieder aufgestellt. Im Laufe der letzten Jahre hat das Holz sehr gelitten und das Kreuz war nicht mehr zu restaurieren. Der Heimatverein gab Anfang 2021 beim Schreiner ein neues Kreuz in Auftrag. Gleichzeitig wurden auch Sponsoren gesucht. Doch dann kamen der Regen und die Flut. Nun war jede Hilfe für die Flutopfer wichtiger.
Herr Degen Senior (Dachdecker in Meckenheim) wurde auf das ‚verwitterte‘ Fliegerkreuz aufmerksam. Er meldete sich beim Heimatverein Meckenheim und fragte, wie er helfen kann. Als er hörte, dass der Verein auf Sponsorensuche sei, versprach er, sich darum zu kümmern. Zwei Wochen später kam die erfreuliche Nachricht. Herr Degen hatte zwei Spender gefunden.
Heinz Gierats (Obsthof in Meckenheim) finanzierte das Material und die Schreinerei Thomas Radermacher aus Meckenheim fertigte das Kreuz originalgetreu an und ließ es von seiner Tischlermeisterin Leona Cleavenger und dem Auszubildenden Max Fabritius am 10. Februar 2022 aufstellen.
Viele Spaziergänger und Eltern mit ihren Kindern bleiben am Kreuz stehen, sie hören aufmerksam zu, was damals geschah.
