Neulich an der Autobahnraststätte
von Gregor Schürer
Neulich bin ich auf der Autobahn unterwegs. Irgendwann ist Pinkelpause angesagt, also am nächsten Rasthof raus. Für eine saubere Toilette zahlt man bei Sanifair oder anderen Anbietern mal einen Euro, mal 1,50 Euro. Dafür kriegt man eine Voucher in entsprechender Höhe, den man beim Einkauf an der Raststätte einlösen kann.
Ich stehe also anschließend vor dem Tresen und schaue mich um. Der billigste Artikel, natürlich ganz unten im Regal, also Bückware, ist ein winzig kleiner Karamellriegel für 2,49 Euro. Auch alles andere an Süßwaren ist vollkommen überteuert. Warum nicht ein belegtes Brötchen, wir haben noch einiges an Strecke vor uns? Ich gucke in die Auslage und denke zuerst, ich hätte mich verlesen. Es kostet 7,49 Euro.
Ganz ehrlich: Selbst wenn ich Millionär wäre oder kurz vor dem Verhungern. Ich würde nie, niemals ein Sandwich für diesen Preis kaufen.
Da sind die Maßstäbe so etwas von verrutscht. Für diesen Betrag bekomme ich zwei Kästen Mineralwasser, eine Kinokarte für die Nachmittagsvorstellung oder das Porto, um acht Briefe zu verschicken. Das alles steht in keinem Verhältnis zu einem belegten Brötchen.
Und da lasse ich auch keine Argumente wie horrende Mieten oder hohe Personalkosten gelten, das ist schlicht und einfach vollkommen überzogen. Und was ist die Konsequenz? Neun von zehn Betroffenen tigerten mit ihrem Gutschein vor den Auslagen, um dann unverrichteter Dinge, verschreckt von den absurd hohen Preisen, den Laden zu verlassen, ohne etwas zu kaufen.
Dabei ist das Rechenbeispiel ganz einfach:
Wenn ich an einem überteuerten Brötchen drei Euro Gewinn mache, verdiene ich bei zehn Stück dreißig Euro und werfe abends eine Menge Ware weg.
Wenn ich an einem günstigen Brötchen nur einen Euro verdiene, verkaufe ich locker mehr als dreißig Stück, mache also mehr Gewinn - und muss wenig oder nichts wegwerfen.
Man nennt das Aldisierung, bei einem günstigen Preis wird über den hohen Umsatz Gewinn gemacht.
Ein Stück davon wünschte ich mir für die Autobahnbetriebe. Neben Vernunft und Augenmaß bei der Preisgestaltung.
Bis es soweit ist, nehme ich mir auf Reisen meine Vesperbox von zu Hause mit, selbst geschmierter Stulle.
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