Von süßen Verführungen bis hin scharfen Herausforderungen
Neuwied ganz im Zeichen von Currywurstfestival & ChocolART
Neuwied. Von Freitag bis Sonntag stand Neuwied ganz im Zeichen süßer Verführungen und scharfer Verlockungen. Das Currywurstfestival & ChocolART lockte wieder Tausende von Besucher aus nah und fern in die Deichstadt. Hinzu kam der erste verkaufsoffene Sonntag des Jahres, der zum entspannten Shoppen einlud. Eine gute Gelegenheit mit der ganzen Familie in den Geschäften zu bummeln.
Das Winterende in Sicht, gab es in vielen Läden und Boutiquen Sonderaktionen und das ein oder andere Schnäppchen im Winter-Sale. Kalt genug war es jedenfalls. Viel pusten musste man nicht, die Currywürste und Pommes kühlten schnell ab. Wer es gemütlicher mochte und lieber Platz nahm, genoss den Schnellimbiss im beheizten Festzelt auf dem Luisenplatz.
Konzeptionell bedurfte das Highlight, aus dem Neuwieder Veranstaltungskalender, mit überregionaler Bedeutung, keiner Überarbeitung. Eine sehr gute Verbesserung war aber zweifelsohne die klare Abtrennung zwischen den beiden Bereichen. Ein großer Überflieger wies auf der einen Seite auf das Currywurstfestival und auf der anderen auf ChocolART hin. Ganz nebenbei schaffte das zusätzlichen Raum, so dass zwischen den Ständen genug Platz bliebt.
Ohnehin nahm so mancher Wurstbräter jeden Menge Platz ein und lockte schon von weitem. Die Futterscheune überragte das klassische Bratwurstbüdchen um ein Vielfaches. Es galt sich von den über dreißig Anbietern abzuheben. Manchen gelang das mit Größe anderen mit bunten Farben. Jeder Aussteller hatte wiederum so viele Variationen, dass der Überblick schnell verloren ging. Eine gute Idee war das Drehrad. Hier wurde einem die Entscheidung durch Zufall abgenommen. Längst durchgesetzt hat sich auch der Mix-Teller, so dass man gleich mehrere Sorten kosten konnte. Ebenfalls bewährt hat sich der gemeinschaftliche Besuch des Currywurstfestivals.
„In erster Runde probiert jeder bei jedem und in zweiter Runde bestellt sich jeder seinen persönlichen Favoriten“, berichtete Claudine Grube, die mit ihren Arbeitskollegen zu den Stammgästen des Festivals gehört. Die Fressmeile bot wieder jede Menge Neues. Am bunten Foodtruck der Pfälzer Cyri Currywurst Manufaktur stand im „Line up“ die Pfälzer Saumagen Variante. Hubba-Bubba Currywurst gab es ebenso wie die Mandel-Pfefferminz Variante. Bodenständig las sich da schon die Riesling Currywurst an der Cochemer Ritterhütte.
„Hier dürfen Männer weinen“, titelte ein Imbiss augenzwinkernd. Gemeint war die Currywurst in Scoville, die das Allgemeinverständnis von scharf, um Lichtjahre übertrafen. Am Mondschein-Truck gab es sieben Schärfegrade. „Im letzten Jahr bin ich bis drei gekommen. Heute versuche ich mal die vier“, zeigte sich Franz Funk optimistisch. Trotz Würsten aus Schwein, Rind und bis hin zu Wild war auch an die Veganer gedacht. An mehreren Ständen gab es die fleischlose Currywurst. Beispielsweise auf Jackfruitbasis. Die Getränke servierte der Neuwieder Festausschuss und nutzte die Gelegenheit auf den Rosenmontagsumzug mit anschließender „after Zuch“ Party hinzuweisen.
Wer stattdessen lieber die Korken knallen ließ, ging zu ChocolART. Neben Schokobier- und Wein gab es sogar Schokosekt. Die 18 Ständen mit Süßem waren zwar übersichtlicher als nebenan. Die Auswahl fiel aber dennoch nicht leicht. Gut, dass die Anbieter großzügig mit Kostproben waren. Wie von der ChocolART Tournee gewohnt, waren einige Chocolatiers sogar extra aus Italien nach Neuwied gekommen. Neben Pralinen und Gebäck gab es bei ChocoMoments aus Pavia unzählige Schokocremes, darunter mit Chili, Lakritz oder Beeren. Verschiedene Handwerksmanufakturen präsentierten ihre Klassiker und neuesten Kreationen. Bei der Konditorei Pfeffer wanderten die selbst hergestellten Pralinen handverlesen ins Tütchen.
Aufwendig Schicht für Schicht aufgetragen lockte der Baumkuchen aus der Salzwedeler Baumkuchenherstellung. Bei Mallek's Gourmetträume gab es Nougat Provence und sizilianisches Cannelloni und Biscotti. Eine Liaison gingen Nougat und Marzipan bei Fudge Fusion ein. „Von Hand gegossen“, wie die Verkäuferin besicherte. Das Angebot süßer Leckereien war vielfältig. Am Stand neben den Macarons de Paris traf der Confi-Cup auf seine Fans. Verschiedene Früchte gab es mit drei unterschiedlichen Schokosoßen und Topics im Becher. Ob dampfende Bubble Waffeln oder frisch Churros mit Topics nach Belieben. Bei ChocolArt gab es auf die unterschiedlichsten Geschmäcker die passende Antwort.
FF
Mit ChocolART wurde das Currywurstfestival vor Jahren erweitert.
Internationale Anbieter waren mit ihren süßen Verführungen und Leckereien nach Neuwied gekommen.
